Jahresrückblick 2025 der Bergwacht Schwarzwald
Die Bergwacht Schwarzwald blickt auf ein einsatzreiches Jahr 2025 zurück: Insgesamt 1.317 Mal wurden die ehrenamtlichen Bergretterinnen und Bergretter im Schwarzwald alarmiert.
Auch im Jahr 2025 zeigte sich erneut die große Bedeutung des Bergrettungsdienstes im Schwarzwald. Mit insgesamt 1.317 Einsätzen verzeichnete die Einsatzdatenbank der Bergwacht durchschnittlich 3,6 Einsätze pro Tag (2024: 993 Einsätze). In den Sommermonaten zählten Wanderunfälle mit 156 Einsätzen (2024: 120) sowie Mountainbike-Unfälle mit 110 Einsätzen (75) zu den häufigsten Alarmierungsgründen.
In der Wintersaison kam es zu insgesamt 439 Einsätzen (334). Davon entfielen 73 Einsätze auf verunglückte Wanderer, 253 auf Skilauf Alpin, 65 auf Snowboarden, 22 auf Skilanglauf und 21 auf Schlittenunfälle. Darüber hinaus wurde die Bergwacht Schwarzwald im Jahr 2025 in 218 Fällen im ländlichen Raum als nächstgelegenes Rettungsmittel zu häuslichen Notfällen alarmiert. Zusätzlich übernahm die Bergwacht die sanitäts- und rettungsdienstliche Betreuung von 68 Veranstaltungen, darunter erneut den Ultra Bike Marathon in Kirchzarten, bei dem sie auch die Einsatzleitung innehatte.
Aktives Ehrenamt
Im Jahr 2025 zählte die Bergwacht Schwarzwald insgesamt 1.384 Mitglieder. Mehr als ein Drittel der Mitglieder (37,5 Prozent) ist jünger als 30 Jahre. Die Altersgruppe der 30- bis 50-Jährige umfasst 30,2 Prozent, während 32,2 Prozent der Mitglieder 50 Jahre und älter sind. Der Frauenanteil liegt bei 25,7 Prozent.
Neben dem Einsatzgeschehen sowie zahlreichen Aus- und Fortbildungen engagieren sich die Ehrenamtlichen auch im Naturschutz, an Informationsständen bei Veranstaltungen sowie in der Jugendarbeit der 13 Jugendbergwachten. Im Ausbildungsbetrieb konnten durch erfolgreich abgeschlossene Dienstprüfungen 32 neue aktive Einsatzkräfte gewonnen werden, insgesamt traten 85 Anwärterinnen und Anwärter bei den zwei zentralen Prüfungen im Jahr 2025 an.
Modernisierung der Ausstattung
Dank der Förderung durch das Land sowie der Unterstützung von Kommunen, Partnern und Spendern konnte die Modernisierung der Infrastruktur auch im Jahr 2025 weiter vorangetrieben werden. Im April 2025 wurde die neue Bergrettungswache am Feldberg eingeweiht. Die Bergwacht-Ortsgruppe Freiburg bezog neue Garagenstellplätze im Rettungszentrum Freiburg. Mit dem Spatenstich für das Rettungszentrum Rebland bei Offenburg begann zudem der Bau einer modernen Unterkunft für die Bergwacht-Ortsgruppe Offenburg, die künftig wichtige Synergien im Bereich der nichtpolizeilichen Gefahrenabwehr ermöglichen wird. Darüber hinaus konnten vier neue Bergrettungsfahrzeuge sowie zwei All-Terrain-Vehicles in Dienst gestellt werden.
Partner und Fördermitglieder
Die Arbeit der Bergwacht Schwarzwald wurde im Jahr 2025 von insgesamt 2.278 Fördermitgliedern unterstützt. Zudem konnte sich die Bergwacht weiterhin auf die verlässliche Zusammenarbeit mit ihren Partnern verlassen, darunter die Feldbergbahnen GmbH, die naturenergie Hochrhein AG, die Hochschwarzwald Tourismus GmbH sowie die Ebner Fruchtsäfte GmbH.
Ausblick 2026
Der Katastrophenschutz wird auch im Jahr 2026 ein zentraler Schwerpunkt der Arbeit der Bergwacht Schwarzwald sein. Neben der weiteren Verbesserung der materiellen Ausstattung steht insbesondere die Aus- und Fortbildung der Einsatzkräfte im Fokus. Zweimal jährlich ist hierfür eine intensive Katastrophenschutzübung im Schwarzwald geplant. Darüber hinaus beabsichtigt die Bergwacht Schwarzwald eine Einheit für den europäischen Katastrophenschutz aufzubauen. Das hochqualifizierte Modul „Mountain Search and Rescue“ soll künftig europaweit bei Such- und Rettungseinsätzen im Gelände und Gebirge eingesetzt werden können.


