Einige Zeit später: Henry Dunant setzte sich durch und gründete das Rote Kreuz und das wird dieses Jahr gefeiert, indem sich alle Gruppierungen vom Roten Kreuz aus der ganzen Welt in Solferino treffen. Am ersten Tag fuhren wir gemeinsam mit 40 Teilnehmern aus dem Jugendrotkreuz (JRK) Freiburg mit dem Bus nach Italien. Dort bauten wir in unserem eigenen kleinen Lager unsere Zelte auf, denn im großen Hauptzeltlager, dem "Humanitarian Camp" war kein Platz mehr aber das war uns allen auch recht, dann mussten wir schon nicht die ganze Nacht die laute Musik mit anhören. Finn Zimmerman vom JRK übernahm in unserem Lager die organisatorische Reiseleitung. Gleich am ersten Tag machten wir, nachdem wir unser Zeltlager aufgebaut hatten, noch einen Rundgang durch Solferino. Am zweiten Tag gingen wir ins Rot-Kreuz-Museum nach Castiglione, anschließend machten wir noch einen Stadtrundgang und zur Abkühlung sind wir am Gardasee Baden gegangen. Danach fuhren wir mit dem Bus ins große Humanitarian Camp, um dort in riesigen Verpflegungszelten unser Abendessen zu bekommen. Allerdings mussten wir total lange dort anstehen. Das lange Schlange stehen vor der Essensausgabe versuchten sich die Wartenden aus aller Welt, mit La-Ola-Wellen, mit z.T. Gesang in der jeweiligen Landessprache und heftigen & euphorischem Beifallklatschen zu vertreiben, wenn jemanden versehentlich eine Sitzbank umgefallen war. Das war alles irgendwie sehr lustig und ausgelassen. Am dritten Tag fuhren wir nach Sirmione, um dort die historische Altstadt mit einem Rundgang zu besichtigen, dann noch mal einen kleinen Abstecher zum Gardasee und danach fuhren wir ins große Humanitarian Camp zurück, um wieder einmal bei der Essensausgabe geduldig zu warten (diesmal dauerte es aber nur ca. 45 Minuten) Am Abend gab es dann das Megariesenereignis dieser Veranstaltung. Einen riesiger Fackelumzug mit über ca. 30.000 Rotkreuzlern aus aller Welt sollte am Abend in und um Solferino auf etwa acht Kilometern stattfinden. Ein sehr eindrucksvolles Erlebnis, das wir alle bestimmt nicht so schnell vergessen werden. Die Menschenschlange, jeder mit einer Kerzenfackel ausgestattet, leuchtete den Umzug bis zum Horizont aus und das Ende des Fackelumzuges konnte nicht wir nicht sehen. Es war einfach riesig. Am vierten und letzten Tag, kam unser Reiseende immer näher, nur noch schnell alles wieder eingepackt, noch einmal schnell in den Pool springen, einen letzten Blick auf alles und dann ab in den Bus.
Juhu, ein toller „Urlaub“ geht zu Ende und wir werden schon bald wieder zu Hause liegen und erzählen, wie cool alles gewesen ist.
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