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Freiburg, den 05.10.2008
Ab in die Dunkelheit...
Höhlenwochenende im Französischen Jura
von Aylien Herrmann (14 Jahre)
Bei nicht sehr gutem Wetter fuhren wir, die Jugendbergwacht Freiburg, am 03.10.2008 nach
Frankreich. Wir trafen uns 10.00 Uhr an der Johanneskirche. Mit zwei Wohnmobilen, dem Bergwachtbus,
mit aufgesetztem Teddybär (Maskottchen der Jugendbergwacht) machten wir uns auf den Weg.
Auf dem Campingplatz angekommen, erforschten wir schon mal die Gegend, während die
Erwachsenen alles auspackten und entsetzt feststellten, dass das Zeltgestänge unseres
Aufenthaltszeltes nicht passend zum mitgebrachten Zelt passte. Also mussten wir improvisieren. Wir
parkten die beiden Wohnmobile so dicht aneinander, dass die Markisen doch noch einen geschützten
Aufenthalt gaben. Nun waren wir an der Reihe und mussten unser Schlafzelt aufbauen und einrichten.
Die mitgebrachten Schlafsäcke und Isomatten lagen kuschelig aneinander und wir freuten uns schon
auf gemeinsame Nächte mit Gruselgeschichten und Witzen. Nach einer kurzen Wanderung in der Umgebung
erwarteten uns schon die zwei Küchenfeen Jana und Ruth mit Nudeln, Rahmgeschnetzeltem und Salat.
Anschließend richteten wir schon mal Helme, Anzüge und Beleuchtung, für die Höhlentour am Samstag.
Dabei erklärten uns Dietmar und Thomas, wie man Karbid zum Leuchten bringt. Das war faszinierend,
weil ja Karbid aus Stein besteht. Gespannt auf den nächsten Tag verbrachten wir kuschelige Stunden
im Zelt.
Am Samstag erwachten wir bei Regenwetter und 7 Grad Celsius. Doch uns hielt es nicht davon ab,
frisches Baguette unter unserem Schutzdach zu genießen. Nach einem ausgiebigen Frühstück waren wir
schon ganz aufgeregt. Unsere zwei Küchenfeen richteten uns ein Vesper und Getränke für unser großes
Abenteuer. Nun ging es eine Stunde mit dem Wohnmobil und dem VW-Bus zur Höhle "Gouffre Malatiere
Bournois". Dort angekommen zogen wir uns um und rüsteten uns mit Helm und Licht aus. Der Eingang
der Höhle war ein großes Loch mitten in einem kleinem Waldstück. Claudia, Tobias, Dietmar und
Thomas sicherten das Seil, welches uns einen sicheren Einstieg gab. Doch bevor es so richtig los
ging, machten wir noch schnell ein Gruppenfoto, damit wir sehen konnten wie wir vor und nach der
Höhlentour aussahen. Nach der Gruppeneinteilung entschwanden wir vor den Augen der
zurückgebliebenen, Jana und Ruth, in dieTiefe.
vorher
Die Lichter gaben uns einen wunderschönen Einblick in die Höhle. Nach einer Weile kam auch schon
das erste Hindernis. Wir mussten an einem Seil eine steile Wand hochklettern. Thomas und Dietmar
waren uns behilflich. Es gab viele Stellen, wo uns die Erwachsenen absichern mussten.
Und dann wurde es plötzlich eng. Für die kleinsten von uns war das kein Problem und die
Erwachsenen wurden geschoben und gezogen. Scherz, natürlich waren sie erfahren genug sich da
durchzurobben. Und wer glaubte, dass wir alleine waren, hatte sich getäuscht. Denn schon bald
trafen wir auf eine Jugendhöhlenforschergruppe aus Deutschland. Sie unterzogen uns einer
Höhlentaufe und beschmierten uns mit Lehm. So waren wir auch offiziell in die Höhle aufgenommen.
Dietmar erklärte uns die Unterschiede zwischen Stalagmiten und Stalagtiten, das sind
Tropfsteine die vom Boden und von der Decke wachsen. Und als echter Höhlenforscher ließen wir alles
an seinem Platz. In der so genannten "Metro", eine große Halle, machten wir ein ausgiebiges Vesper,
um neue Energie zu tanken. Beeindruckt von den riesigen Säulen machten wir auch ein paar
Fotoaufnahmen.
Leider versperrte uns eine Überflutung den Weitergang. Thomas beschloss daraufhin umzukehren,
denn nicht alle hatten hohe Gummistiefel an. Der Rückweg ging recht zügig, denn nichts konnte uns
mehr erschrecken. Gegen 18.30 Uhr erblickten wir wieder Tageslicht. Ruth, Jana, Hund Laila und die
Abendsonne erwarteten uns bereits am Ausgang. Mächtig stolz auf unsere Leistung dankten wir
Claudia, Thomas, Dietmar und Tobias für die sichere Heimkehr. Das Beweisfoto nach der Tour ließen
wir uns nicht nehmen.
nachher
Hungrig und müde machten wir uns auf den Weg zum Campingplatz. Als wir wieder auf dem
Campingplatz waren und es inzwischen ganz schon kalt wurde, beschlossen Jana und Ruth, uns in den
Wohnmobilen zu versorgen. Aufgewärmt und satt krochen wir in unsere Schlafsäcke. Thomas sorgte mit
einer Wärmelampe für ein warmes Zeltklima, denn in dieser Nacht fiel die Temperatur auf den
Gefrierpunkt, 0° Celsius. Ausgeruht, aber mit ein wenig Muskelkater, genossen wir am nächsten
Morgen das Frühstück unter freiem Himmel, denn es war strahlender Sonnenschein.
Wir verpackten unsere Zelte und nahmen Abschied vom Campingplatz. Aber unsere Reise war noch
nicht zu Ende. Das herrliche Herbstwetter lud uns zum Spaziergang an der Quelle der "Loue" ein. Aus
einer Höhle schoss das Wasser heraus und nahm talabwärts seinen Lauf. Diesen folgten wir mit einer
kleinen Wanderung.
Am späten Nachmittag machten wir uns schließlich auf den Heimweg.
Wir danken allen Erwachsenen für das tolle Abenteuer und freuen uns auf das Nächste.
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