Bergwacht Baden-Baden - Aktuelles 2017

16. September 2017 - Merkurbergbahnübung

In den frühen Morgenstunden am Samstag trafen sich einige Mitglieder der Ortsgruppe mit der Feuerwehr Baden-Baden, den Höhenrettern der Feuerwehr Bühlertal, mehreren Freiwilligen Feuerwehren aus Baden-Baden und Auszubildenden von Promedic Karlsruhe zu einer gemeinsamen Rettungsübung. In Zusammenarbeit mit der BBL entwickelte die FW Baden-Baden dieses Szenario um die Vorgaben des Bergrechts zu erfüllen und den Einsatzkräften die Möglichkeit zu geben, die Zusammenarbeit zu trainieren. Als Beobachter nahmen die Polizei mit einem Hubschrauber, Vertreter der Stadtverwaltung, Vertreter der einzelnen Rettungsorganistationen, die BBL und die Presse teil. Das Szenario sah folgendermaßen aus: Ein Baum war auf die Schienen gestürzt und führte so zu einer automatischen Notbremsung der Bahn. Dadurch kam es zu Verletzten in den beiden Wägen. Der untere Wagen war einfach zugänglich, der obere dagegen stand im Steilstücke, sodass hier eine Rettung unter Seilsicherung durchgeführt werden musste. Aus diesem Grund nahm auch die Bergwacht teil. Des Weiteren war hier auch eine der Kernkompetenzen der Bergwacht, die Erstversorgung von Verletzten im Gelände, gefragt. Da die Verletzten unterschiedlich stark verletzt waren, von gehfähig bis reanimationspflichtig, erforderte dies verschiedene Rettungsarten. Obwohl die Übung betriebsbedingt zeitlich begrenzt war, konnten in dieser Zeit alle Patienten gerettet werden. Insgesamt zeigte die Übung, dass die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Organisationen im Großen und Ganzen funktionierte.

29. Juli 2017 - SEG-Einsatz: Gleitschirmunfall am Merkur



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Die Schnelleinsatzgruppe (SEG) der Bergwacht Baden-Baden wurde am 29.07.2017 um 15:11 Uhr zu einem Gleitschirmunfall am Merkur in Baden-Baden alarmiert. Der Gleitschirmflieger stürzte am Merkur in das Gleisbett der Merkurbahn, worauf die Merkurbahn samt Fahrgäste per Notaus zum Stillstand kam. Der Gleitschirmflieger wurde zusammen mit der Feuerwehr und dem Rettungsdienst geborgen und aufgrund seiner Rückenverletzung mit einem Rettungshubschrauber in eine Klinik geflogen. Der Einsatz für die SEG endete gegen 17 Uhr.

21. Mai 2017 - Schwerer Kletterunfall am Battert bei Baden-Baden



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Bergretter der Bergwacht Baden-Baden wurden am Sonntagnachmittag zu einem schweren Kletterunfall am Battert alarmiert. Eine 35-jährige Kletterin war dort aus einer Höhe von etwa 12 Metern abgestürzt und hatte sich schwerste Verletzungen zugezogen. Bereits sechs Minuten nach der Alarmierung konnte ein erster Bergretter am Fuß der Wand eintreffen und die medizinische Versorgung übernehmen. "Um die Patientin so schnell und schonend wie möglich aus dem schwierigen Gelände retten zu können, haben wir einen Helikopter mit Winde nachgefordert", so Gerhard Lier von der OG Baden-Baden. Einsatzkräfte der Bergwacht und Feuerwehr transportierten die Frau zunächst unter Seilsicherung zu einem Weg unterhalb der Einsatzstelle. Von dort wurde sie schließlich mit der Rettungswinde des Helikopters Rega 2 aus Basel aufgewincht und in eine Klinik geflogen. Neben der Bergwacht Baden-Baden, Rega, Feuerwehr und DRK-Rettungsdienst war auch ein Team der Psychosozialen Notfallversorgung (PSNV) im Einsatz. Die Zusammenarbeit mit den Höhenrettern der Feuerwehr Baden-Baden und Bühlertal funktionierte aufgrund regelmäßiger gemeinsamer Übungen hervorragend.

7.- 10. April 2017 - Ein ereignisreiches Wochenende für die Ortsgruppe



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Das Wochenende begann am Freitag mit dem mehr oder weniger regelmäßig stattfindenden Übungsabend. Diese finden immer zu wechselnden Themen statt. Diese sind zum Beispiel die technische Rettung beginnend bei Seil- und Knotenkunde, dem Kennen des Materials oder der Rettung am Fels im Sommer bis hin zum Akia fahren im Winter oder der Verbindung des gesamten: einer Rettung bei Schnee aus absturzgefährlichem Gelände mit Akia am Seil. Aber auch auf die notfallmedizinische Ausbildung wird großen Wert gelegt, sodass das zum Thema des Übungsabends wurde. Dieser fand am Battert statt, da die reibungslos ablaufende Versorgung gerade auch im Gelände ständig geübt werden muss. Schließlich ist zum Beispiel eine Immobilisierung mithilfe eines Spineboards im Gelände mit Felsen, Laub, Erde und wenig Platz anspuchsvoller als auf dem flachen sauberen Fußboden in der Kletterhalle.
Es gab nacheinander drei Fallbeispiele, anhand derer jeder wieder in die sommerliche Routine der medizinischen Versorgung reinkommen konnte.

Am Sonntag fand parallel zum normalen Dienst am Battert, eine ortsgruppenübergreifende Ausbildung für die Ausbilder Technik statt, die unter anderem von zwei Mitgliedern der Ortsgruppe, die dem Technik-Lehrteam angehören geleitet wurde. Das ist eine regelmäßig ein bis zweimal jährlich angebotene Ausbildung für die Ausbilder Technik der Ortsgruppen, damit alle auf dem gleichen Stand sind und die Anwärter auf die Prüfung richtig vorbereitet werden können (ab und zu ändert sich eben doch etwas). Gerade weil viele technikaffine Menschen zusammen treffen, gibt es einiges zu diskutieren, aber auch das Üben kommt nicht zu kurz.

Am Vormittag wurde die Dienstmannschaft von Kletterern alarmiert, da eine Person von der Falkenwand abgestürzt war. Da die Person nur tot geborgen werden konnte, zog sich der Einsatz durch das Warten auf die Kripo und das Bestattungsunternehmen in die Länge.

Am Montag Abend gab es erneut eine Alarmierung für die Ortsgruppe, da ein Verkehrsunfall auf einer serpentinenreichen und schmalen Straße im Murgtal passiert war. Dieser Einsatz wurde allerdings noch während der Anfahrt abgebrochen, da der Verunfallte inzwischen gestorben war.

31.3.2017 - Hauptversammlung

Da alle zwei Jahre der Vorstand und der erweiterte Vorstand entlastet und neu gewählt werden müssen, fand eine Hauptversammlung im Goldenen Löwen in Lichtental statt. Neben diversen Berichten über vergangene Einsätze, die Naturschutzarbeit, die Finanzen und Aktuellem aus der Landesleitung, wurden auch langjährige Mitglieder geehrt. Dabei ist besonders ein Mitglied hervorzuheben, welcher seit 70 Jahren in der Bergwacht ist.
Im Vorstand gab es keine Veränderungen: Michael Kolb ist weiterhin erster Vorsitzender, Gerhard Lier dessen Stellvertreter, Rainer Maisch als Leiter Bergrettung, Hans-Olaf Müller als Kassierer und das Amt des Schriftführers hat Hendrik Besold inne. Nur im erweiterten Vorstand, zu dem unter anderem der Arzt, der Naturschutzwart, der Ausbilder Technik und der Ausbilder Notfallmedizin, der Pressereferent, der Internetreferent, der Fahrzeugwart, der Funkwart die Hüttenwarte und der Materialwart gehören, gab es einige kleine Veränderungen.

15. März 2017 - Erster Gleitschirmeinsatz des Jahres am Merkur

Am Mittwoch wurden die Bergretter der Ortsgruppe Baden-Baden zum erstem Mal in diesem Jahr zu einem verunfallten Gleitschirmflieger am Merkur alarmiert. Dieser war direkt beim Start unterhalb des Startbereichs in schwer zugängliches Gelände gestürzt.
Aufgrund der Steilheit des Geländes wurde der Rettungshubschrauber der Bundeswehr "SAR 63" aus Niederstetten zu einer Windenrettung alarmiert. Während der medizinischen Versorgung des Patienten im Gelände durch Bergretter und einen ebenfalls alarmierten Notarzt - unterstützt durch Kräfte der Feuerwehr - bereitete sich ein Luftretter der Bergwacht am Zwischenlandeplatz auf die Windenrettung vor.
Der Patient wurde schließlich mit der Seilwinde aus dem Gelände gerettet und in ein Krankenhaus geflogen.

27. bis 29. Januar 2017 - Gemeinsame Höhenrettungsausbildung von Bergwacht und Feuerwehr



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Vom 27.1. bis zum 29.1.2017 fand in Bühlertal eine gemeinsame Ausbildung der Höhenrettungsgruppen der Feuerwehren Baden-Baden, Bühlertal und der Bergwacht OG Baden-Baden statt.
Neben den Kolleginnen und Kollegen der jeweils anderen Gruppen konnten die Teilnehmer an den drei Tagen auch die unterschiedlichen Rettungstechniken der einzelnen Gruppen kennenlernen. An verschiedenen Ausbildungsstationen wurde der Umgang mit verschiedenen Rettungsmitteln - von der Bergwacht Bremsplatte über das CT Sparrow mit Petzl ASAP, der Gebirgstrage oder der Schleifkorbtrage und der Rollup Trage bis hin zu einer Motor-Rettungswinde(!) - vorgestellt und auch praktisch geübt. Daneben waren auch die verschiedenen Standplatz- und Absicherungstechniken sowohl in Theorie als auch Praxis Thema der Ausbildung. Am Sonntag konnte das Erlernte dann direkt im Gelände in praktischen Übungen gefestigt werden.
Dem Vorhaben die organisationsübergreifende Zusammenarbeit zu stärken und damit zukünftig für gemeinsame Einsätze gerüstet zu sein, wurde die Ausbildung vollstens gerecht.
An dieser Stelle auch nochmals herzlichen Dank an die beiden Ausbilder Axel und Sascha, die mit Ihrer Erfahrung auch den "alten Hasen" noch einige neue Aspekte in der Höhenrettung aufzeigen konnten. Des Weiteren möchten wir auch den Kollegen der Feuerwehr Bühlertal für die Bereitstellung der Räumlichkeiten und die super Organisation danken.

29. Januar 2017 - Einsatzreiche Wochenenden für die Ortsgruppe

Wie schon an den letzten Wochenenden und Feiertagen war die Dienstmannschaft der OG Baden-Baden auch in diesen Tagen stark gefordert. Trotz einer verkleinerten Besetzung der Station am Sand, aufgrund der parallel laufenden Höhenrettungsausbildung in Bühlertal, mussten dieses Wochenende wieder 7 Patienten versorgt werden. Damit steigen die Einsatzzahlen der OG allein im Januar schon auf über 20, von einfachen Hilfeleistungen bei Nasenbluten oder ausgeschlagenen Zähnen, über Abtransporte von teils schwer verletzten Skifahrern mittels Akia oder ATV, bis hin zu Ortsgruppen übergreifenden Suchaktionen nach verletzten Langläufern im Loipengebiet Herrenwies.