06. Januar 2012– Landesehrennadel für Werner Schnurr
Die politische Gemeinde und Kirchengemeinde Ottenhöfen hatten am vergangenen Donnerstag zu ihrem traditionellen Neujahrsempfang in das Pfarrheim eingeladen, da in diesem Jahr turnusgemäß die Kirchengemeinde Ottenhöfen Gastgeber war. Pfarrer Bernhard Benz konnte hierzu als Hausherr neben den zahlreichen Ehrengästen und Trägerinnen und Träger der Bürgerverdienstmedaille und Bürgerehrennadel auch die örtlichen Vertreter des kirchlichen, politischen und gesellschaftlichen Lebens begrüßen und ihnen die Glückwünsche für das neue Jahr übermitteln. Im Mittelpunkt dieses Empfanges stand in diesem Jahr die Verleihung der Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg an Werner Schnurr für seine Verdienste im Ehrenamt.
Das neue Jahr 2012, so Bürgermeister Hans-Jürgen Decker in seine Ansprache, steht vor uns wie ein mit Neuschnee bedecktes Grundstücke, keine Spuren sind darin zu sehen. Wir stehen davor und fragen uns, was wird uns das neue Jahr bringen, an neuen Erfahrungen, an freudigen und vielleicht auch weniger erfreulichen Ereignissen. Den Mitbürgerinnen und Mitbürgern wünschte er privates und berufliches Gelingen, sowie Gesundheit und Gottes Segen.
Anschließend hatte der Bürgermeister noch die ehrenvolle Aufgabe, im Auftrag des Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann an Werner Schnurr die Ehrennadel des Landes Baden-Württemberg zu verleihen. Die Ehrennadel zeigt das große Landeswappen Baden-Württemberg mit der Umschrift „Für Verdienste im Ehrenamt“ und wird Bürgerinnen und Bürgern verliehen, die sich durch mindestens 15-jährige ehrenamtliche Tätigkeit in verantwortlicher Funktion in Vereinen und Organisationen mit kulturellen, sportlichen oder sozialen Zielen um die Gemeinschaft besonders verdient gemacht haben. All diese Kriterien erfülle Werner Schnurr. Im Jahre 1970 trat er in die Bergwacht Achertal ein. Von 1973 bis 1979 war er als Schriftführer tätig und von 1979 bis 1983 zeichnete er als Technischer Leiter verantwortlich. 1991 übernahm er das Amt des 1. Vorsitzenden der Bergwacht Schwarzwald e.V, Ortsgruppe Achertal, das er nach 20 Jahren, in der Hauptversammlung im November des vergangenen Jahres, abgab. Gleichzeitig wurde er zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Neben seinen Engagement in der Bergwacht hat er auch sein musikalisches Können bei der Kurkapelle Ottenhöfen unter Beweis gestellt, der er seit 1968 als aktiver Musiker angehört. Der Bürgermeister lobte und würdigte das große Bürgerschaftliche Engagement von Werner Schnurr. Er dankte ihm im Namen des Gemeinderates und der ganzen Bürgerschaft. Der Dank galt aber auch der Ehefrau Rosa, die ihn unterstützte und Rückhalt bot.
Musikalisch umrahmt wurde der Neujahrsempfang vom Bläserquartett der Kurkapelle Ottenhöfen mit Michael Schnurr, Andreas Kiesel, Thomas Schnurr und Michael Kimmig, sowie von den Jungmusikern Leon Steimle und Matthias Vogt mit ihrem Ausbilder Michael Kimmig.
Hilmar Walter
05. Juli 2011– Gemeinsame Übung von Feuerwehr und Bergwacht
Die Feuerwehr Seebach übte in der vergangenen Woche gemeinsam mit der Bergwacht Achertal die Bergung eines Verletzten, der aus einer abgestürzten Forstmaschine geschleudert wurde, so die Annahme.
Es war keine leichte Aufgabe die die 15 herbeigeeilten Helfer der Feuerwehr sowie weitere sechs Bergwachtkameraden zu bewältigen hatten. Der Unfallort befand sich im Bereich der Quellfassung des Mummelseehotels unterhalb des Seibelseckle. Da es sich in diesem Bereich um ein steiles und schwer zugängliches Gelände handelt, musste die Bergwacht eine umfangreiche Sicherung aufbauen und Helfer von Feuerwehr und Bergwacht zu der verunfallten Person abseilen.
Nach der Erstversorgung durch die Ersthelferin der Bergwacht wurden weitere Helfer der Feuerwehr zur Unfallstelle nachgezogen. Anschließend stellte die Feuerwehr die Brandschutzsicherung, nahm mit einer Auffangwanne die auslaufenden Betriebsstoffe auf und unterstützte die Bergwacht bei der Bergung der verletzten Person.
Unter der Koordination von Bergwacht-Einsatzleiter Ralf Haas und Feuerwehr-Einsatzleiter Gerhard Knapp arbeiteten die Helfer Hand in Hand zur Rettung des Verunglückten. Rund eine Stunde waren die Retter mit der Übungsaufgabe beschäftigt, bevor bei einer Nachbesprechung Bilanz der gemeinsamen Übung von Feuerwehr zusammen mit den Kollegen der Bergwacht gezogen werden konnte. Kommandant René Schneider zog ein positives Fazit und bedankte sich am Ende bei seinen Feuerwehrkameraden sowie bei der Bergwacht für die gelungene Durchführung dieser Übung.
12. April 2011– "Etwas Schöneres gibt es nicht"
Im Achertal, im schönen Gottschlägtal am Falkenschrofen, unternahm Höhenbergsteiger Ralf Dujmovits als kleiner Bub mit seinem Vater seine ersten Kletterversuche. Am Dienstagabend war er mit seiner Frau Gerlinde Kaltenbrunner in der Mummelseehalle bei der Ortsgruppe der Bergwacht zu Gast. Beide begeisterten mit ihrem Vortrag "Leidenschaft Leben über 8000".
In einem kurzen Blick auf ihre Biographie erzählten die beiden den über 500 interessierten Gästen, wie sie in frühester Jugend von der Faszination Bergsteigen ergriffen wurden und wie sie diese Leidenschaft nie mehr losließ, so dass sie das Höhenbergsteigen schließlich zu ihrer Profession machten.
Gerlinde Kaltenbrunner machte ihre ersten Erfahrungen in den Bergen um den österreichischen Ort Spital, Ralf Dujmovits in den Felsen am Karlsruher Grat und im Klettergarten am Battert in Baden-Baden. Inzwischen stand er als erster Deutscher auf den Gipfeln aller vierzehn Achttausender und Gerlinde Kaltenbrunner hat von dreizehn Gipfeln der Achttausender herab geschaut. An der Eiger-Nordwand
Einer großen Öffentlichkeit bekannt wurde Ralf Dujmovits durch eine 33-stündige Live-Übertragung einer Durchsteigung der Eiger-Nordwand. Mit über 40 Expeditionen zählt er zu den erfahrensten Höhenbergsteigern und Bergführern der Welt. Ihre unschätzbare Erfahrung brachten die beiden auch auf ihrem Vortrag zum Ausdruck und es klang wie eine Lebensphilosophie, als sie in ihrem faszinierenden Vortrag mitteilten: "Wir sind seit Jahren schon unterwegs, haben schon oft umkehren müssen, aber haben das Ziel nie aus den Augen verloren." Zu großes Risiko
Ein solches Ziel ist derzeit für beide der auf der Grenze zwischen Pakistan und China 8611 Meter hoch ragende K2, beziehungsweise Lambha Pahar. Mehrfach haben die beiden in den vergangenen Jahren schon Versuche unternommen, ihn zusammen ohne Sauerstoff zu besteigen, aber jedes Mal war das Risiko, den Schlussaufstieg zu wagen, zu groß.
"Sie werden fragen, warum nimmt man solche Strapazen auf sich", wandte sich Gerlinde Kaltenbrunner an das Publikum, ihre Antwort war verblüffend einfach: "Der Augenblick, wenn man vom Gipfel dieser Bergriesen auf die umgebende Bergwelt herunter schaut, das ist ein wahnsinniges Erlebnis, etwas Schöneres und Erfüllenderes gibt es einfach nicht!"
Mit wunderbarem Bild- und Filmmaterial nahmen die beiden in ihrem Vortrag über die Besteigung des Lhotse (8516 m) ihr Publikum mit und ließen etwas von dieser Faszination spüren, als sie sich ohne Sauerstoff zur Besteigung aufmachten. Gewaltige Anspannung und große Gefühle wechselten ab, als es auf 6800 Metern nächtelang stürmte und mit minus 22 Grad eisig kalt war, dann sich wieder bei bestem Wetter ein grandioser Blick auf die Bergwelt öffnete.
Aber auch für die Menschen in Nepal, Pakistan und Tibet entwickelten sie Interesse, vermittelten Einblicke in deren Kultur und stifteten in mitmenschlicher Verbundenheit sogar eine Schule in Thulosirubari in Nepal für 650 Kinder. Mit den Dorfbewohnern wurde sie aufgebaut und 2009 eingeweiht. Goldene Erinnerung
Die Herzlichkeit, die den Vortrag und die Erzählungen der beiden prägte, kam aus dem Publikum am Ende der faszinierenden Bergerlebnisse mit Riesenbeifall zurück. Für die Bergwacht Achertal bedankte sich Vorsitzender Werner Schnurr mit einem Präsent für den erlebnisreichen Abend. Im Namen der Gemeinde Seebach dankte Bürgermeister Reinhard Schmälzle ebenfalls mit einem Präsent und lud Gerlinde Kaltenbrunner und Ralf Dujmovits dazu ein, sich in das Goldene Buch der Gemeinde einzutragen.
Berthold Gallinat
Vorbericht 12. April 2011– Leidenschaft Leben über 8000
Am Dienstag, 12. April, lädt die Bergwacht Achertal zu einem ganz besonderen Abend in die Mummelseehalle nach Seebach ein. Das weltbekannte Profibergsteigerehepaar Gerlinde Kaltenbrunner und Ralf Dujmovits wird seinen aktuellen Vortrag "Leidenschaft Leben über 8000" an diesem Abend präsentieren.
Gerlinde Kaltenbrunner, Profibergsteigerin aus Passion lebt gemeinsam mit ihrem Ehemann Ralf Dujmovits, Expeditionsveranstalter und staatlich geprüfter Berg- und Skiführer im Schwarzwald und ist - wann immer es die Zeit zulässt - beim Sportklettern, unterwegs in den Alpen oder beim Expeditionsbergsteigen. Gerlinde Kaltenbrunner war diplomierte Krankenschwester bis sie sich nach einer Zwischenstation im Sportbekleidungsvertrieb zur unsicheren Karriere als Berufsbergsteigerin entschied. Mit dreizehn bestiegenen 8000er- Hauptgipfeln ist sie eine der erfolgreichsten Höhenbergsteigerinnen weltweit.
Ihr Ehemann Ralf war zwischen Schule und Medizinstudium ein Jahr auf Weltreise, später bestieg er mit Kunden die höchsten Berge auf fünf Kontinenten und stand 15 mal auf einem über 8000 m hohen Gipfel. Der Öffentlichkeit wurde er durch die 33-stündige Live-Übertragung einer Durchsteigung der Eiger-Nordwand bekannt. Mit über 40 Expeditionen und Trekking in den Ländern des Himalaya und Karakorum, mit der Erfahrung aus insgesamt zwei Jahren in den südamerikanischen Anden, und mit vielen erfolgreichen Expeditionen in Alaska und in der Antarktis gehört er weltweit zu den erfahrensten Höhenbergsteigern und Bergführern.
19. November 2010– Der lange Winter machte die Dienstzeit lang
Einen intensiven Winterdienst hatte die Bergwacht, Ortsgruppe Achertal, in der Wintersaison 2009/2010 zu leisten. Dafür sorgte der lange und schneereiche Winter. Wie Schriftführer Johannes Baßler auf der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Kernhof berichtete, leistete die Bergwacht auf dem Seibelseckle vom 13. Dezember 2009 bis zum 21. März 2010 mit 17 Helferinnen und Helfern an 38 Tagen 773 Stunden Dienst. Es war der zweite lange Winter, der den Bergwachtleuten viel abforderte. Relativ konstant dagegen hielt sich der Sommerrettungsdienst mit 624 Stunden Dienst an 24 Tagen, 19 Helferinnen und Helfer leisteten ihn.
Über ihre Kerntätigkeit hinaus gestaltete die Bergwacht Achertal das Seilbahnfahren beim Tag der Offenen Tür eines Seebacher Unternehmens in der Heid in Achern, unterstützte die Offenburger Kameraden beim Worldclass Mountainbike Marathon Challenge, war beim Von-Draiss-Straßenfest in Achern und beim Ottenhöfener Dorfbrunnenfest aktiv und beteiligte sich am Seebacher Kinderferienprogramm.
Als geselligen Veranstaltungshöhepunkt stellte Johannes Baßler das traditionelle Bergfest am letzten Sonntag im August heraus und bezeichnete die Naturschutzwanderung mit Naturschutzwart Theo Blaich als ein sehr informatives Erlebnis.
Konkretes aus dem Rettungsdienst im vergangenen Jahr berichtete Rettungsdienstleiter Ralf Haas. Seinem Bericht zufolge hatte die Bergwacht Achertal 2009 fünf Einsätze und 2010 neun Einsätze. Die Hilfeleistungen im Winter erstreckten sich von der ersten Hilfe und dem Abtransport bei einer Beckenfraktur bis zu Knie- und Gelenkverletzungen. Im Sommer war einem Downhillfahrer und einem gestürzten Motorradfahrer Hilfe zu leisten. Ralf Haas dankte allen Dienstleistenden, im Besonderen auch den Kameraden der Ortsgruppe Obertal, mit denen zusammen am Ruhestein Dienst geleistet wurde. Von der Jugendbergwacht berichtete Johannes Oster, dass sie 14-tägig zu ihren Gruppenstunden zusammengekommen sei. Darüber hinaus habe man Wanderungen wie zum Beispiel über das Karlsruher Grat unternommen, eine Erlebnistour entlang der Acher und durch die Acher durchgeführt und man habe die Dienstmannschaft bei ihrem Dienst besucht. Zehn Jugendliche gehörten derzeit zum Nachwuchs der Bergwacht Ortsgruppe Achertal, drei seien Anwärter.
Aus dem Naturschutz berichtete Theo Blaich über einen Unterrichtsblock für Mitglieder und Anwärter, über einen Lehrgang für Naturschutzwarte, über eine sehr gut angenommene Naturschutzwanderung und über die Teilnahme der Bergwacht-Jugend am Naturpflegetag auf der Hornisgrinde. Die Naturschutzstreifen, so Blaich, seien im üblichen Umfang durchgeführt worden. Kassiererin Carola Lauber konnte ein positives Kassenjahr mitteilen. Von den Kassenprüfern Rupert Horn und Horst Wieland gab es Lob für die einwandfreie Kassenführung. Vorsitzender Werner Schnurr dankte allen für ihr vielfältiges Engagement und für die fachkundigen Berichte. Sorgen machte ihm, dass man mit einem recht geringen Bestand den Winterdienst bestreiten müsse, er bat daher eindringlich darum, dass sich aus den insgesamt 39 Mitgliedern weitere fänden, wenigstens ein paar Mal Dienst zu leisten.
Bürgermeister Reinhard Schmälzle dankte im Namen der Bürgermeister des Achertales der Bergwacht für ihren hilfreichen und ehrenamtlichen Einsatz, seinem Antrag auf Entlastung der Kassiererin und des weiteren Vorstands folgte die Versammlung einstimmig. Zum Ende der Versammlung wurden noch verdiente Bergwachtkameradinnen und -kameraden geehrt. Diese Ehrungen nahm der stellvertretende Landesvorsitzende Dieter Burkhardt vor. Er sprach den Bergwachtkameraden hohe Anerkennung und Dank für jahrelangen hilfreichen Dienst und ehrenamtliches Engagement aus. Geehrt wurden für 40 Jahre: Rupert Horn, Werner Schnurr und Horst Wieland; für 30 Jahre: Martin Bohnert; für 25 Jahre: Nicole Bäuerle, Diane Basler, Ralf Haas und Helmut Knapp.
Berthold Gallinat
09. Oktober 2010– Bergwacht unterstützt Naturpflegetag auf der Hornisgrinde
Wunderbares Wetter war der Lohn für rund 70 Helfer, die am Samstag am Naturpflegetag auf der Hornisgrinde teilnahmen. Zur Pflege des Hochmoores wurde unter anderem der Wasserstand angehoben.
Das Hochmoor auf der Hornisgrinde ist nicht nur eine einzigartige Naturlandschaft, sondern generell sind Moore auch Kohlenstofflager und nehmen Kohlendioxid auf, so lange sie wachsen. Somit ist ihr Schutz vor Bewaldung, Verbuschung und Austrocknung ein echter Beitrag zum Klimaschutz Ganz abgesehen davon erfreuen sich auf der Hornisgrinde jedes Jahr unzählige Ausflügler und Wanderer Jahr für Jahr an der einzigartigen Hochmoorlandschaft.
Um diese zu erhalten, fanden sich am Samstag viele freiwillige Helfer zum Naturpflegetag auf der Hornisgrinde ein, bewaffnet mit Astscheren und Sägen, mit Hacken, Spaten, Schaufeln und weiterem Arbeitsgerät. Ein strahlend blauer Himmel und warmes Frühherbstwetter belohnte die rund 70 Aktivisten des Schwarzwaldvereins und der Kappelrodecker Waldjugend, der Bergwacht Achertal und der Ortsgruppe Karlsruhe, vom Verein Bühler Sterngucker und von den Amateurfunkern Karlsruhe sowie von der Ignaz-Heim-Schule Renchen.
Revierförster Günter Weissinger koordinierte den Arbeitseinsatz für die Naturpflege, Charly Ebel vom Naturschutzzentrum am Ruhestein unterstützte ihn dabei. Rund um den Hornisgrindeturm waren so erwachsene und zahlreiche jugendliche Naturpfleger unterwegs, um Fichten und andere unerwünschte Eindringlinge aus dem Hochmoor herauszuschneiden, Unrat und Müll zu entfernen und die Fläche um die Hütte der Bergwacht wieder zu öffnen.
Einer besonderen Maßnahme widmete sich die Bergwachtjugend der Ortsgruppe Achertal mit dem Biologen Pascal von Sengbusch. Die Jugendlichen und ihre erwachsenen Begleiter halfen dem Wissenschaftler, einen Entwässerungsgraben mit einer Sperre zu versehen, um den Wasserstand im Ökosystem Hochmoor wieder anzuheben.
Mit einer solchen Anhebung und Vernässung des Moores sollen, wie der Biologe im Verlauf der Arbeiten erklärte, wieder anaerobe Bedingungen im Torf des Moores hergestellt werden. Sie sind unabdingbare Voraussetzung dafür, dass das Moor weiter wachsen kann, dass sich Torfmoose bilden und nicht die Rasenbinse die Fläche überwuchert. Auch die für das Hochmoor typische Rosmarinheide kann sich durch solche Renaturierungsmaßnahmen vitaler entwickeln. Die Nut- und Feder-Bretter für die Sperre hatte von Sengbusch alle vorbereitet. Stück für Stück wurden sie, nachdem der Boden mit der Motorsäge für die Sperre geöffnet war, in den Boden getrieben und am Ende des Naturpflegetages stand die Sperre.
Rund fünf Stunden dauerte der Arbeitseinsatz der fleißigen Helfer, wofür Seebachs Bürgermeister Reinhard Schmälzle im Namen der Anliegergemeinden Sasbachwalden, Sasbach, Seebach und Baiersbronn dankte. Mit einem zünftigen Mittagessen beim Hornisgrindeturm wurde der Naturpflegetag abgeschlossen.
29. August 2010– Bergwachtfest lockte mit Aktionen auch für Kinder
Wie beliebt das Bergfest der Bergwacht Achertal ist, zeigte sich am Sonntag, denn trotz unsicherem Wetter strömten wiederum zahlreiche Ausflügler zum traditionellen Bergfest der Bergwacht im idyllisch gelegenen Gottschlägtal, wo die Organisatoren einiges an Attraktionen vorbereitet hatten.
Zum Festbeginn war der Zuspruch zwar noch verhalten, aber ab der Mittagszeit trafen die Interessierten - und großteils auch hungrigen - Gäste dann in Scharen auf dem Festplatz ein. Sie kamen vielfach von der Gottschläg her, über den Bosenstein und das Karlsruher Grat oder von unten über die Edelfrauengrabwasserfälle und das Hubersloch. Die meisten waren zu Fuß in ganzen Wandergruppen unterwegs oder im Familienverband. Manche machten aber auch auf ihrer Mountainbiketour bei der Bergwacht Station.
Wer nicht so gut auf den Beinen war, konnte den Fahrdienst der Bergwacht vom Parkplatz auf der Gottschläg hinunter zum Fest nutzen. Immer wieder gab es ein freudiges "Hallo" zur Begrüßung und bis in die Nachmittagsstunden hinein, als es zu regnen anfing, herrschte ein reges Kommen und Gehen. Die Ortsgruppe der Bergwacht hatte alle Hände voll zu tun, die zahlreichen Gäste zu bewirten.
Diese wiederum war auf den Besuch ihrer Festgäste bestens eingestellt und stillte nicht nur Durst und Hunger, sondern hatte auch für die Kaffee- und Kuchengenießer Leckeres bereit. Für die Kinder war ab 13 Uhr eine Bergseilbahn eingerichtet, mit der die Kinder über den Festplatz hinweg einige Meter zu Tal fahren konnten. Darüber hinaus gab es einen Sinnesparcours, den die Kinder barfuß passieren konnten und an dem sie ihre Freude hatten. Mit den Füßen geprüft, wie sich der Untergrund anfühlt, wenn man beispielsweise Tannenzapfen, Holzstücke, Kieselsteine oder auch frisches Stroh unter den Sohlen hat.
Und da das Bergfest der Bergwacht Achertal völlig abseits des Straßenverkehrs liegt, nutzte der Nachwuchs auch nach Herzenslust die Gelegenheit zum Herumstreunen und ging auf Entdeckungstour, während ihre Eltern beim gemütlichen Hock plauderten. So entfaltete sich bei der Bergwacht ein ausgelassenes Festgeschehen, das erst am späten Nachmittag nachließ, als dann doch Dauerregen einsetzte. Die Bilanz vom Vorsitzenden Werner Schnurr konnte dies nicht mehr trüben. Er unterstrich, dass der Erlös des Fests ganz dem Rettungsdienst der Bergwacht zugute komme.
20. August 2010– Mädchen in der Überzahl beim Kletterabenteuer
Mut, Gewandtheit und sportliche Fitness waren für das Kinderferienprogramm der Bergwacht Achertal am Freitagnachmittag gefragt, denn es ging ums Klettern und Abseilen. Übungsobjekt war der Eichhaldenfirst im Karlsruher Grat, wo es galt, eine rund zwölf Meter hohe Steilwand zu erklettern. Mit den Bergwachtleuten Johannes Baßler und Klaus Dreiß ging es von Seebach per Bus nach Ottenhöfen und dann über den Bromberg hoch zum Rettungsweg der Bergwacht, dem Alois-Pfad. Bis hinauf zum Eichhaldenfirst ging es zu Fuß und dort trafen die beiden Bergwachtleute alle Vorbereitungen für das Kletterabenteuer.
Während Klaus Dreiß den mutigen Mädchen und einem Jungen Klettertipps gab und alles erklärte, was die Sicherheit gewährleistet, installierte Johannes Baßler am Fels das Top-Rope, mit dem die Kletterer gesichert wurden. Die Erste wurde mit dem Seil am Klettergurt eingebunden und bevor es ans Klettern ging, bat Johannes Baßler sie, sich einmal kräftig ins Seil hineinzulegen, um ihr die Sicherheit zu geben, dass sie festen Halt hatte und dass nichts zu befürchten war. "Geh immer Schritt für Schritt. Es ist, wie wenn du eine Treppe hinauf steigen müsstest, nur die Stufen musst du dir selber suchen", gab er mit auf den Weg. Es klappte gut und oben am First wartete als Belohnung der herrliche Blick hinunter ins Tal unter dem Licht der vollen Abendsonne.
Das Hinaufklettern packten alle Kinder gut, ein wenig ungewohnt war das Abseilen, denn dazu sollten sie ganz auf das Seil vertrauen und sich nach hinten in das Seil fallen lassen, um dann mit beiden Beinen breit gestreckt quasi rückwärts hinunterzulaufen. Da zogen manche es doch vor, langsam und gesichert wieder hinunterzuklettern. Am Ende aber waren alle wieder heil unten angekommen und stolz, dass sie sich auf dieses Abenteuer eingelassen hatten.
23. August 2009– Einsatz am Karlsruher Grat
Einen Einsatz am Karlsruher Grat hatte am Sonntagmittag die Bergwacht-Ortsgruppe Achertal zusammen mit der Ortsgruppe Obertal. Eine 57-jährige Wanderin hatte sich bei einem Sturz auf dem Pfad neben dem Grat eine Oberschenkel- und Beckenfraktur zugezogen. Bis zum Eintreffen des Notarztes wurde die verletzte Frau von den Mitgliedern der Bergwacht versorgt und für den Abtransport vorbereitet.
Aufgrund der schweren Verletzung wurde von der Integrierten Leitstelle Mittelbaden in Rastatt der SAR-Hubschrauber angefordert.
Am Bosensteiner Eck fand das "Rendezvous" zwischen der Besatzung des SAR-Hubschraubers und dem Einsatzleiter statt. Für die geplante Windenbergung musste der Hubschrauber entsprechend vorbereitet werden. Unterdessen wurde die Verletzte nach erfolgter Erstversorgung mit Hilfe der Gebirgstrage an einem Seil gesichert und auf den Grat gezogen. Anschließend schwebte der SAR-Hubschrauber direkt über dem Grat und ließ den Windenhacken zur Patientin und den Bergwachthelfern ab. Nach erfolgter Aufnahme flog der Hubschrauber die Verunglückte nach Offenburg ins Ortenau Klinikum. An der Aktion waren neben den acht Bergwachtmitgliedern das DRK sowie die Helfer vor Ort beteiligt.
24. Mai 2009– Zur Fahrzeugeinweihung gab´s alle guten Wünsche
Große Freude herrschte am Sonntag bei der Bergwacht Achertal, denn nach längerer Planungs- und Wartezeit konnte sie in einem Festakt beim Feuerwehrhaus ihr neues Einsatzfahrzeug einweihen und der Öffentlichkeit vorstellen. In einem kurzen Rückblick teilte Vorsitzender Werner Schnurr zu Beginn der Einweihungsfeier mit, dass der Entschluss zur Anschaffung eines neuen Einsatzfahrzeuges bereits 2006 gefasst wurde, weil das bisherige Fahrzeug bereits über zwanzig im Dienst stand und die Möglichkeit seines Ausfalls näher und näher rückte.
Als neues Fahrzeug hatte die Bergwacht zunächst den Land Cruiser eines japanischen Autoherstellers im Blick, da der aber 2007 nach der europaweiten Verschärfung der Abgasnormen nicht mehr in Frage kam, fiel Mitte 2008 die Entscheidung für das jetzige Fahrzeug, einen Land Rover, Typ „Defender LD 110 SW Landy“. Dieses Fahrzeug, so Vorsitzender Werner Schnurr, wurde den Einsatzanforderungen der Bergwacht Achertal entsprechend umgebaut, steht seit April der Bergwacht Achertal zur Verfügung und hat sich nach ersten Testfahrten und Einsatzübungen als genau das richtige Fahrzeug erwiesen.
Es ist ein Fahrzeug mit Allradantrieb und einer Reihe von Sonderausstattungen, angefangen von einer Seilwinde und Zusatzscheinwerfern bis zur Möglichkeit im Inneren eine Trage zu installieren. Der Großteil der Kosten von 65000 Euro konnte über den Bergwachtetat des Landes finanziert werden, aber 20000 Euro hat die Bergwacht Achertal selbst zu tragen. Vorsitzende Werner Schnurr drückte daher den Gemeinden des Achertales sowie Achern, Sasbach, Sasbachwalden und Lauf den Dank dafür aus, dass sie Unterstützung zugesagt haben. Auch der Bevölkerung dankte er für ihre bisherige Unterstützung der Bergwacht und hoffte auf weitere Unterstützung, da im gerade zurück liegenden Winter für 3000 Euro noch Digitalmelder angeschafft werden mussten.
Der stellvertretende Landesvorsitzende der Bergwacht Dieter Burkhardt übergab offiziell die Schlüssel und gratulierte der Ortsgruppe Achertal zum neuen Fahrzeug. Er sah den Land Rover für das oftmals unwegsame Einsatzgebiet der Ortsgruppe Achertal als beste Lösung an. Er dankte den Mitgliedern der Ortsgruppe für ihr außerordentliches Engagement in der Bergwacht und wünschte den Bergwachtkameraden stets eine gute Fahrt und eine gesunde Heimkehr vom Einsatz.
Pfarrer Bernhard Benz und Pfarrer i.R. Willy Schneider gaben dem Fahrzeug die Weihe und baten um den Segen Gottes sowohl für die, die in einen Unfall verwickelt werden, als auch für ihre Retter und das Fahrzeug beim Einsatz. Mit dem Gleichnis vom barmherzigen Samariter stellten sie die vorbildliche Hilfeleistung der Bergwachtleute heraus und wünschten ihnen, dass sie bei der Erfüllung ihres Dienstes für andere auch eigene Erfüllung erfahren, denn in der Bereitschaft, für andere da zu sein, liege tiefer Lebenssinn.
Bürgermeister Reinhard Schmälzle würdigte im Namen seiner anwesenden Kollegen Dieter Klotz und Klaus-Peter Mungenast wie auch im Namen der entschuldigten Bürgermeister die unschätzbaren Dienste der Bergwacht und wünschte der Ortsgruppe bei ihren Einsätzen alles Gute. Eine kleine Fahrzeugschau auf dem Hof vor dem Feuerwehrgerätehaus vermittelte den Festgästen im Anschluss an den Festakt einen Eindruck von den unterschiedlichen Einsatzanforderungen der Bergwacht. Für die musikalische Unterhaltung der Festgäste sorgten die Seebacher Musikanten unter Leitung von Stefan Probst, sie hatten auch den musikalischen Rahmen für die Fahrzeugeinweihung gesetzt.
Berthold Gallinat
01. April 2009– Das neue Bergwachtfahrzeug steht einsatzbereit im Achertal
Seit wenigen Tagen steht im Depot in Seebach das neue Einsatzfahrzeug der Ortsgruppe Achertal, ein Geländewagen Typ "Defender" des englischen Herstellers Land Rover.
Während die Ortsgruppe in den vergangenen Wintermonaten an jedem Wochenende den Rettungsdienst im Höhengebiet durchführte, wurde in dieser Zeit das Einsatzfahrzeug für die zukünftige Verwendung entsprechend umgebaut. So haben wir mit dem neuen Einsatzfahrzeug - wie auch bisher mit dem VW Synchro - die Möglichkeit Patienten liegend zu transportieren. Ferner verfügt das Fahrzeug über einen permanenten Allradantrieb mit zuschaltbarer Differenzialsperre. Dies ermöglicht uns im unwegsamen Gelände kontrolliert zu einer mitunter schwer erreichbaren Einsatzstelle vorzudringen. Des Weiteren besitzt der Defender eine Stahlseilwinde und natürlich das gängige Zubehör eines Rettungsfahrzeuges wie Blaulicht, Martinshorn, LED-Blitzer und Beschriftung.
19. Januar 2009– Der Innenausbau des Einsatzfahrzeuges geht voran
Am Montag wurde bei der Firma Thoma in Herbolzheim der bisherige Innenausbau des neuen Einsatzfahrzeuges begutachtet. Bei der zweiten Besprechung waren wieder von der Landesleitung Uwe Männel und von unserer Ortsgruppe Werner Schnurr sowie Ralf Haas vor Ort.
Auf den Bildern ist sehr gut zu erkennen, wie in Zukunft die Patienten bestmöglich transportiert werden können. In den nächsten Wochen nimmt die Firma Thoma den elektrischen Ausbau in Angriff. Anschließend wird das Fahrzeug beschriftet und dem TÜV vorgeführt, sodass wir im März mit der Auslieferung rechnen können.
07. Januar 2009– Der Winter hat die Ortsgruppe Achertal fest im Griff
Seit Ende November hat der Winter die Ortsgruppe Achertal in den Höhenlagen fest im Griff. Der Winterdienst nimmt die eingeteilten Personen in vollen Beschlag. Ebenso die SEG-Mannschaft, also alle Mitglieder, die mit einem Alarmmelder ausgerüstet sind.
An diesem Mittwoch hatten wir im laufenden Winter den 21. Einsatz als Hilfeleistung und Abtransport. Eine Zahl, die jetzt schon die letztjährigen Einsatzzahlen überschritten hat. Zusammen mit der OG Obertal wurde am Mehliskopf eine bewusstlose Person versorgt, die anschließend an das Rote Kreuz übergeben wurde.
17. Dezember 2008– Sparkasse unterstützt den Rettungsdienst der Bergwacht Achertal
„PS - Sparen und Gewinnen". Getreu diesem Motto sorgte die Sparkasse Offenburg/Ortenau bei sieben Schulen und Einrichtungen für eine schöne Vorweihnachtsfreude im Gesamtwert von 10000 Euro. So war es für den Sparkassendirektor Helmut Kienzle eine besondere Freude, zusammen mit den Direktoren Gerhard Federle und Klaus Stroh die Spenden aus dem Reinertrag des PS-Sparens für den Bereich Achern zu überreichen. Mit dem stolzen Betrag von 4000 Euro wurde die Stiftung Regenboden des Dekanates Acher-Renchtal bedacht, jeweils 1000 Euro erhielten für besondere Projekte folgende Schulen und Einrichtungen: Erwin-Schweizer-Schule Ottenhöfen, Grimmelshausenschule Renchen Grundschule Waldulm, Gymnasium Achern, Förderverein der Robert-Schumann-Realschule Achern und die Ortsgruppe Achertal der Bergwacht Schwarzwald.
Das Geld wird verwendet für Projekte wie eine kindgerechte Gestaltung des Pausenhofes, Integration von behinderten Kindern, Erweiterung der Bibliothek, Bau eines Beachvolleyballfeldes oder die Unterstützung des ehrenamtlichen Rettungsdienstes der Bergwacht. Die Sparkasse habe es sich zur Aufgabe gemacht, gemeinnützige, kulturelle, soziale und kirchliche Zwecke zu unterstützen, so Helmut Kienzle. Weiter erinnerte er daran, dass die Sparkasse einst zur Daseinsfürsorge und zur Hilfe für arme Menschen ins Leben gerufen wurde, aber auch um die soziale und wirtschaftliche Entwicklung zu fördern. Diesem Auftrag blieb die Sparkasse treu, in dem soziale, kirchliche, kulturelle oder ehrenamtliche Aufgaben und Projekte finanziell unterstützt werden. Mit diesem „Dienst an den Bürgern” soll das soziale Klima in den Gemeinden verbessert und gestärkt werden, so Helmut Kienzle, der hierzu den Schulen und Einrichtungen bei der Umsetzung der sinnvollen Projekte alles Gute wünschte. Wie Gerhard Federle mitteilte, wurden in diesem Jahr 570000 Lose verkauft und 340000 Euro an Gewinnen ausgeschüttet. Dieser Reinertrag der Sparform „PS - Sparen und Gewinnen" muss nach den Bestimmungen des Lotteriegesetzes und gemäß den vorgeschrieben Zwecken an gemeinnützige Einrichtungen, Vereinen und Projekte abgeführt werden.
Roland Spether
21. November 2008– Neues Fahrzeug für die Bergwacht Achertal
Auf einen durchschnittlichen Winter mit 21 Diensttagen und auf einen Sommerdienst mit 28 Diensttagen blickte unsere Ortsgruppe Achertal bei der Jahreshauptversammlung im Gasthaus Kernhof zurück. Freude gab es darüber, dass wir im kommenden Jahr unser neues Einsatzfahrzeug erhalten werden. Zunächst aber gedachten wir unserem verstorbenen Kameraden Dieter Oster, der im zurück liegenden Sommer völlig unerwartet verstarb. Dieter Oster gehörte mehr als 40 Jahre der Bergwacht an und trug von 1981 bis 1991 Verantwortung als Vorsitzender der Ortsgruppe Achertal.
Gemäß dem Tätigkeitsbericht von Schriftführer Rupert Horn leisteten 20 Bergwachthelfer am Seibelseckle im Winterrettungsdienst vom 18. November 2007 bis zum 20. Februar 2008 insgesamt 376 Dienststunden. Im Sommerdienst 2008 kamen zehn Bergwachthelfer auf 678 Stunden Dienst.
Auch Einsätze wie bei den Weltcup-Läufen der Profi-Mountainbiker Ende April in Rammersweier oder bei der Worldclass Mountainbike Marathon Challenge (www.womc.de) am 1. Juni in Offenburg gehörten dazu. Der Leiter Bergrettungsdienst Ralf Haas nannte als konkrete Hilfeleistungen die Hilfe bei Brüchen, Knie- und Sprunggelenkverletzungen, außerdem musste ein Toter geborgen werden. Im selben Zeitraum beschäftigten 27 Übungen, acht Sanitätskurse, 16 Übungsabende und drei Rettungsabende unsere Ortsgruppe Achertal. Als Erfolg bezeichnete Schriftführer Rupert Horn das Bergfest der Bergwacht im Gottschlägtal. Derzeit gehören unserer Ortsgruppe 41 Mitglieder an. Die Jugendbergwacht zählt zehn Teilnehmer, zwei davon sind Anwärter. Der Kassenbericht von Horst Wieland bilanzierte ein positives Kassenjahr.
Zum Naturschutz berichteten Vorsitzender Werner Schnurr und Theo Blaich, den wir anschließend auch zum Naturschutzwart wählten. Werner Schnurr informierte über Naturschutzstreifen im Höhengebiet, Theo Blaich berichtete von der Naturschutztagung und von der Beteiligung am Naturpflegetag auf der Hornisgrinde. Ein Kompliment machte Jugendleiter Hannes Oster der engagierten Jugend, die bei den vierzehntägigen Treffen an die Aufgaben eines Bergwachthelfers herangeführt wird. Die Pflege der Jugendarbeit und die Forcierung der Nachwuchswerbung nannte Vorsitzender Werner Schnurr eine der vordringlichsten Aufgaben, um unserer Ortsgruppe eine Perspektive in die Zukunft zu geben.
Erfreut teilte der Vorsitzende mit, dass das neue Fahrzeug "Land Rover Defender 110" derzeit für den Dienst in der Bergwacht Achertal ausgebaut werde und im Februar oder März des nächsten Jahres das alte ablösen könnte. Der Zuschuss dafür sei im Haushalt der Landesleitung eingestellt, 18000 bis 20000 Euro muss die Ortsgruppe zusteuern.
Mit Ehrungen endete die Versammlung. Für zehn Jahre wurde Roger Cornitzius geehrt, Carola Lauber erhielt für zwanzig Jahre Engagement Ehrennadel und Urkunde. Für 25 Jahre ehrte Vorsitzender Werner Schnurr Klaus Karsten und Michael Schneider. Klaus Karsten trug einige Jahre als stellvertretender Vorsitzender Verantwortung mit, Michael Schneider als Technischer Leiter. Für das außergewöhnliche Engagement von 40 Jahren wurden Adolf Schmälzle und Wolfgang Joerger geehrt. Adolf Schmälzle gehörte zu den Mitgliedern, die unsere Ortsgruppe vor vierzig Jahren neu aufbauten, Wolfgang Joerger war 20 Jahre Bergwacht-Arzt und erteilte in seiner Praxis ärztlichen Unterricht für den Rettungsdienst.
10. November 2008– Erste Besprechung für den Ausbau des Einsatzfahrzeuges
Am Montag war eine erste Besprechung wegen des Ausbaues unseres neuen Einsatzfahrzeuges bei der Firma Thoma in Herbolzheim.
Von der Landesleitung war Uwe Männel und von unserer Ortsgruppe Werner Schnurr, Hans Kern und Ralf Haas vor Ort.
Für die Bergwacht Schwarzwald e.V. ist der Land Rover Defender das erste Rettungsfahrzeug. Deshalbwurden mit Herrn Bernd von der Firma Thoma erste Festlegungen über den Ausbau getroffen. Nach einigen technischen Klärungen wird man sich wieder zu einer weiteren Besprechung treffen.
19. Oktober 2008 – Einsatz in den Edelfrauengrab-Wasserfällen
Am Sonntag wurde die Bergwacht Achertal um 14:41 Uhr zu einer Suchaktion in das Edelfrauengrab in Ottenhöfen gerufen.
Ein 47 Jahre alter Mann benötigte die Hilfe des DRK und der Bergwacht, nachdem er einen epileptischen Anfall oberhalb der Wasserfälle erlitten hatte. Zuvor war noch unklar, wo sich der Patient genau befand. Deshalb ging das DRK aus Richtung Einstieg der Wasserfälle und die Bergwacht von oben aus Richtung Gottschläg auf die Suche nach dem Patienten. Das DRK übernahm die anschließende medizinische Versorgung. Der Mann wurde im Einsatzfahrzeug der Bergwacht zur Übergabe an das DRK an den Einstieg der Wasserfälle im Edelfrauengrab befördert.
Zur weiteren Untersuchung wurde der Patient vorsorglich ins Krankenhaus nach Achern gebracht.
03. Oktober 2008 – Traktorfahrer nahe Sasbachwalden tödlich verunglück
Am Freitag wurde die Bergwacht Achertal gegen 21:30 Uhr zu einem schweren Unfall an der Unterstmatt alarmiert.
Ein 52 Jahre alter Mann war mit seinem Fahrzeug von einem Waldweg abgekommen und stürzte mit dem Traktor eine Böschung hinab und überschlug sich. Dabei wurde er aus dem Traktor herausgeschleudert und unter seinem Fahrzeug eingeklemmt.
Beim Eintreffen der Bergwacht wurden zwei weitere Mitfahrer bereits vom Notarzt und DRK medizinisch versorgt. Nachdem der Traktor mit einem Kran angehoben wurde, konnte der Verunglückte von drei Bergwachthelfern mit der Schleiftrage der Feuerwehr und deren Unterstützung geborgen werden. Neben der Bergwacht, der Feuerwehr und dem DRK, waren die Polizei, ein Notarzt sowie ein Notfallseelsorger am Einsatz beteiligt.
Der 52-Jährige starb noch an der Unfallstelle. Die beiden Mitfahrer wurden leicht verletzt.
31. August 2008 – Bergfest zog Gäste in Scharen an
Herrliches Spätsommerwetter lockte am Sonntag Festgäste in Scharen zum traditionellen Bergfest der Bergwacht Achertal im idyllisch gelegenen Gottschlägtal am Fuße des Karlsruher Grats. Bei der Bergwacht herrschte große Freude über den sehr guten Besuch, dient doch der Reinerlös ihres Festes dem schon seit längerem angestrebten neuen Einsatzfahrzeug. Denn trotz Bezuschussung durch das Land muss die Ortsgruppe der Bergwacht für mehrere Zehntausend Euro selbst aufkommen und das ist für eine Ortsgruppe kein Pappenstiel. Bis zum Ende des Jahres soll der neue Landrover Defender angeschafft werden. Mit viel Engagement bewirten daher die Mitglieder der Bergwacht Achertal ihre Gäste und diese ließen es sich bei der Bergwacht gut gehen. Wie schon seit Jahren ist das Bergfest der Bergwacht ein beliebter Zielpunkt von Ausflüglern und Wanderern und insbesondere auch Familien suchen das Bergfest gerne auf. Die Kinder zog es zur beliebten Stahlseilbahn, mit der sie, gut gesichert im KONG-Sitz und über doppelte Anseilung, eine Strecke zu Tal gondeln konnten. Am Ende war es für Jung und Alt wieder ein gelungenes Bergfest.
24. August 2008 – Bergwacht rettet Verletzte am Karlsruher Grat
Am Sonntagnachmittag wurde die Ortsgruppe Achertal der Bergwacht zusammen mit der Ortsgruppe Obertal zu einem Einsatz am Karlsruher Grat gerufen.
Eine 45-jährige Wanderin hatte sich bei einem Sturz eine Knieverletzung zugezogen und sollte von der Bergwacht versorgt und abtransportiert werden.
Da zunächst unklar war, wo sich die Verletzte genau befand, suchten die Einsatzkräfte das Gelände um den Karlsruher Grat von verschiedenen Seiten ab. Außerdem wurde von der Rettungsleitstelle in Bühl der SAR-Hubschrauber angefordert (SAR: Search and Rescue – deutsch: Suchen und Retten). Nachdem die Verletzte gefunden und erstmalig versorgt worden war, transportierten sie die Mitarbeiter der Bergwacht mit Hilfe der Gebirgstrage durch steiles Waldgelände zum Einsatzfahrzeug. Mit diesem wurde sie über einen steilen, nur mit geländegängigem Fahrzeug zu befahrenden Waldweg zum Hubschrauber befördert. Die Übergabe der Patientin an die Hubschrauber-Besatzung erfolgte dann am Kleineck. An der gesamten Aktion war außerdem eine Mannschaft des Deutschen Roten Kreuzes beteiligt.