Bergwacht Schwarzwald e.V.
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Rettung eines Patienten im Fels
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Freiburg, den 07.06.2008
Über den Dächern von Freiburg
Rettungsübung am Freiburger Münster.
Am Samstag, den 07.06.2008 fand eine Rettungsübung am Freiburger Münster statt. Zwei
"Patienten" mussten nacheinander medizinisch versorgt und unter schwierigen Bedingungen nach unten
transportiert werden.
Nach Marktende, kurz nach 15 Uhr, wurden der Rettungsdienst und die Bergwacht alarmiert. Ein
Arbeiter im oberen Teil des Baugerüstes war von einer Wespe gestochen worden - so die Übungsannahme
- und hatte allergisch reagiert. Nach fünf Minuten trafen Rettungswagen (RTW) und Notarzt ein und
fuhren mit dem Bauaufzug bis auf über 100 Meter Höhe. Die zweite Transportfahrt brachte die
Bergwachtmannschaft mit Rettungsmaterial nach oben. Der Patient wurde nach medizinischer Versorgung
außen über das Gerüst - von einer Bergretterin begleitet - abgeseilt und die restliche Strecke mit
dem Bauaufzug nach unten transportiert und an den RTW übergeben.
Die zweite "Patientin" war auf der Wendeltreppe zwischen Türmerstube und Besucherplattform
mit einem kleinen Schlaganfall zusammengebrochen. Notarzt und Rettungsassistenten konnten die Frau
in der Türmerstube versorgen. Unter schwierigen Bedingungen (eine Luke hatte aufgrund von
Bauarbeiten nur noch eine Öffnung von 80 x 80 cm) wurde sie zusammen mit einem Bergretter und unter
Sauerstoffgabe in einem Rettungsdreieck sitzend nach unten bis zur Michaelskapelle
abgelassen. Von dort ging es liegend mit Schaufeltrage in einem Bergesack nach außen auf den
Galerieumgang, wo die Feuerwehr (Abteilung Rieselfeld) die Drehleiter in Position gebracht hatte.
Bergretter und Patientin wurden wie an einem Kran hängend schonend auf den Münsterplatz gebracht.
Die Nachbesprechung in der Kooperatur zeigte noch Verbesserungsmöglichkeiten in
Einzelpunkten, brachte aber auch die Bestätigung, dass die Rettungsverfahren am "schönsten Turm der
Christenheit" gut erprobt sind und die Beteiligten gut zusammenarbeiten. Da die Notfallsituationen
je nach Ort, Bautätigkeiten und Patientenzustand sehr unterschiedlich sein können, muss bei der
Rettung unter Einhaltung von Sicherheitsprinzipien flexibel und vorausschauend gearbeitet werden.
Die in der Regel alle zwei Jahre stattfindenden Übungen geben Sicherheit, dass das Rettungskonzept
funktioniert und laufend ergänzt wird.
Die Südbadische Interessengemeinschaft Rettungswesen (SIGR e.V.) als Initiatorin und die
beteiligten Rettungsorganisationen (Bergwacht Schwarzwald, DRK, Feuerwehr, Malteser) freuen sich,
so die Sicherheit am Wahrzeichen Freiburgs gewährleisten zu können. Dies kommt Besuchern und
Arbeitern am Münster zugute.
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