Absturz endet tödlich
Freiburg, den 6. Mai 2007
Am vergangen Wochenende wurde die Bergwacht Freiburg zu einem Einsatz im Bereich des St.-
Wilhelmer Tales gerufen. Am Sonntagnachmittag gegen 13:00 Uhr ereignete sich ein schwerer
Bergunfall. Ein 68 jähriger Mann, der mit seinem langjährigen Bergkameraden auf dem alpinen Pfad im
Bereich des Hüttenwasens unterwegs war, stürzte im extrem steilen Gelände des Tales 150 m tief ab.
Das Gelände ist in diesem Teil des Schwarzwaldes überaus alpin. Beim Sturz über Felsabrisse und auf
der steinigen Geröllhalde zog sich der Wanderer schwerste Verletzungen am ganzen Körper zu. Sein
Freund, der den Absturz nicht direkt beobachtet hatte, da er auf dem schmalen Pfad voraus
ging, alarmierte sofort über Mobiltelefon die Rettungskräfte.
Der sofort eingesetzte Rettungshubschrauber aus Freiburg konnte zwar nach kurzer Zeit die
Unfallstelle aus der Luft finden, aber keinen Retter an der Unfallstelle absetzen. Die Bergwacht
Freiburg, zuständig für die Bergrettung in diesem Bereich, wurde ebenfalls alarmiert. Ein
Rettungsspezialist der Bergwacht für Luftrettung konnte dann kurze Zeit später gemeinsam mit dem
Notarzt durch den parallel alarmierten Rettungshubschrauber der Schweizer Rettungsflugwacht REGA,
der über eine 90m-Winde verfügt, direkt an der Unfallstelle abgesetzt werden. Notarzt und
Bergwachthelfer flogen sofort den Abgestürzten liegend im Horizontalnetz hinunter ins Wilhelmer
Tal, konnten aber letztendlich nicht mehr helfen. Der Wanderer erlag seinen schweren Verletzungen.
Der zu seinem abgestürzten Kameraden abgestiegene zweite Wanderer stand unter Schock und musste
ebenfalls durch die Bergwacht per Winde ausgeflogen werden.
Die Polizei hat die Unfallermittlung aufgenommen. Warum es zu dem Absturz kam, wird sich
vermutlich nicht mehr ganz klären lassen. Das Gelände ist hochalpin. Die kleinste Unachtsamkeit
kann zur Katastrophe führen.
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Windenbergung des unverletzten Wanderers |
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