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Nachdem Not und Elend als Folgen des Ersten Weltkrieges langsam überwunden waren, drängte es die Menschen zunehmend hinaus in die Natur, besonders in die Weite der Berge. Die Folge war die zunehmende Bedrohung und Zerstörung empfindlicher Naturbereiche.

1920 erkannten naturbegeisterte Männer die Gefahren und gründeten in München die Deutsche Bergwacht e.V. mit dem Ziel, die Natur aktiv zu schützen.

Nach dieser Initialzündung entstanden in den Folgejahren in den deutschen Mittelgebirgen sogenannte Abteilungen als Untergliederung der Deutschen Bergwacht e.V. Am 19. März 1922 wurde aus Mitgliedern des Schwarzwaldvereines in Freiburg die Abteilung Schwarzwald der Deutschen Bergwacht e. V. gegründet.

 
Die Arbeit der Bergwacht blieb nicht lange auf den Naturschutz beschränkt. Der Skisport nahm schon bald nach dem Ersten Weltkrieg einen raschen Aufschwung. Die Bergwachtmänner übernahmen im Rahmen ihres Streifendienstes die Versorgung und den Abtransport der Verletzten. In den Zentren des Skisports entstanden Rettungsstationen. 1926 entstand am Rinken / Feldberg die erste derartige Bergwacht-Hilfsstelle. Weitere folgten sehr rasch. Der Bergrettungsdienst war geboren.

 

Nach Ende des Zweiten Weltkriegs wurde durch die damalige amerikanische Besatzung die Auflösung der Deutschen Bergwacht e.V. als Dachorganisation verfügt. Während sich in den anderen Bundesländern die ehemaligen Abteilungen dem jeweiligen Landesverband des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) anschlossen, verlief die Entwicklung im Schwarzwald anders. Mit Genehmigung der französischen Besatzungsmacht wurde die jetzt rechtlich selbständige Bergwacht Schwarzwald e.V. gegründet.

 

Zur Förderung der Zusammenarbeit der einzelnen Bergwacht–Landesverbände schlossen diese sich 1955 auf Bundesebene zur Arbeitsgemeinschaft der Bergwacht-Landesverbände zusammen. Diese ist zwischenzeitlich zum satzungsmäßigen Bundesausschuss Bergwacht des Deutschen Roten Kreuzes e.V. (DRK) geworden. Die Bergwacht Schwarzwald e.V. ist als korporatives Mitglied des DRK im Bundesausschuss Bergwacht vertreten und ist damit in die bundesweite Koordination der Bergwachtarbeit eingebunden.

 

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Der Hochakja Transport mit dem Holzschlitten