Bauen für die Zukunft

Um auch in den kommenden Jahren mit zunehmenden Einsatzzahlen einen qualitativ hochwertigen Bergrettungsdienst im unwegsamen Geländen des Schwarzwaldes sicherstellen zu können, stellt sich  die Bergwacht großen Herausforderungen: Die baulichen Gegebenheiten müssen den Anforderungen des modernen Bergrettungsdienstes angepasst werden und das Ehrenamt muss mit einer gut ausgestatteten Landesgeschäftsstelle im Sinne eines Dienstleistungs- und Ausbildungszentrums  unterstützt werden.

 

BRW_Hinterzarten_Flachdach Entwurf Neubau Bergrettungswache Hinterzarten mit Flachdach

 

 

Investitionsstau

Der mit den Jahren aufgelaufene Investitionsstau an Bau- und Bauerhaltungsmaßnahmen beträgt bei vorsichtiger Schätzung inklusive dem Neubau der Landesgeschäftsstelle rund 5 Mio. Euro. Die Landesregierung hat die grundsätzliche Notwendigkeit der Stärkung des Bergrettungsdienstes in den touristisch stark genutzten Regionen von Baden-Württemberg erkannt und im Nachtragshaushalt für das Jahr 2017 bereits erste Finanzmittel für einen Neubau und eine Renovierung zur Verfügung gestellt.  Aktuell wird die Bergrettungswache der Ortsgruppe Waldkirch auf dem Kandel grundlegend saniert. Auch der Neubau der Bergrettungswache in Muggenbrunn, der zusammen mit dem Neubau eines Feuerwehrgerätehauses entstehen soll, steht kurz vor der Umsetzung.

In den Haushaltsjahren 2018 und 2019 stehen weitere Landesfördermittel zur Verfügung. So können  die Neubauten der Bergrettungswachen Menzenschwand und Wieden in diesem Jahr starten. Für 2019 sind der Neubau der Bergrettungswachen in Hinterzarten und Istein sowie die Renovierung der Bergrettungswache Ruhestein beantragt.

Weitere Bau- und Bauerhaltungsmaßnahmen von unterschiedlichem Umfang stehen – neben dem Neubau der Landesgeschäftsstelle – bei den Ortsgruppen Furtwangen, Sulzburg, Todtnau, Freiburg, Pforzheim, Karlsruhe, Todtnauberg, Schönau, Bernau und Achertal an und sollen im Staatshaushaltsplan des Landes für die Jahre 2020 und 2021 Berücksichtigung finden.

 

Finanzierung

Die Finanzierung der umfangreichen Bauvorhaben stellt die Bergwacht Schwarzwald aktuell vor große Herausforderungen. Es ist für die Ortsgruppen nicht nur der gesetzlich geforderte Eigenanteil in Höhe von 10 % an allen Maßnahmen zu tragen. Gemäß den aktuell gültigen, jedoch veralteten Förderrichtlinien werden z.B. beim Neubau einer Bergrettungswache maximal 60 % der notwendigen Kosten als förderfähig anerkannt. Der verbleibende Restbetrag muss über Drittmittel finanziert werden. Hier sind zuvorderst die entsprechenden Gemeinden gefragt, die nicht nur die Grundstücke (zumeist in Erbpacht) zur Verfügung stellen,  sondern auch beträchtliche Zuschüsse zur Förderung des Ehrenamtes im Rettungsdienst leisten. Bei vorsichtigen Schätzungen müssen die Ortsgruppen trotzdem je nach Umfang und Art der Baumaßnahme mit einem finanziellen Eigenanteil in Höhe von 100.000 € und auch deutlich mehr rechnen. Dabei sind die Ortsgruppen dringend auf finanzielle Unterstützung (Spenden, Förderbeiträge) angewiesen.

 

Architektur

Die Bergrettungswachen stehen überwiegend an landschaftlich besonders reizvollen Orten oder in typischen Schwarzwalddörfern. Für die Bergwacht Schwarzwald ist es deshalb eine Selbstverständlichkeit, beim Bau der Bergrettungswachen auf regionale, naturnahe Baustoffe zurückzugreifen und sich auch architektonisch an der Schwarzwälder Baukultur zu orientieren. Holz spielt hierbei eine zentrale Rolle, weshalb die Holzbauinitiative des Landes wichtige Unterstützung bietet. Die Naturparke im Schwarzwald bemühen sich mit verschiedenen Initiativen ebenfalls um eine nachhaltige und zukunftsweisende Baukultur. Diese Bemühungen möchte die Bergwacht aufgreifen und mit den Bergrettungswachen das Bauen im Schwarzwald mal klassisch, mal modern interpretieren. Namhafte Holzbaubetriebe und fachkundige Architekten begleiten die Bauprojekte und sorgen so für eine entsprechende Qualität.
  

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