Archiv 2007

Frostige Temperaturen zur Abschlussübung, Bergwacht Wieden bereitet sich auf den Winter vor

Reger Umtrieb herrschte am vergangenen Samstag rund um die Bergstation des Rollspitz Skiliftes in Wieden, obwohl dieser noch gar nicht in Betrieb war. Die Bergwacht Wieden führte dort eine Jahresabschlussübung durch.

Die geschlossene Schneedecke bot hervorragende Übungsbedingungen. „Es ist seit langem Mal wieder ein Jahr, in dem wir bei Schnee diese Übung durchführen können“, berichtet Martin Corona, Leiter Bergrettungsdienst der Ortsgruppe Wieden. Gemeinsam mit Peter Walleser und Michael Corona hatte er den Nachmittag vorbereitet.

Während am Wiedener Eck Lift die Skifahrer und Snowboarder bei idealen Wintersportbedingungen ihre Schwünge zogen wurden die aktiven Bergwachtmitglieder richtig gefordert. Gleich vier verschiedene Einsatzstellen wurden vorbereitet. Bei Andreas Jäger liefen alle Informationen zusammen. Er koordinierte von der Bergwachthütte aus die einzelnen Einsätze und gab die Informationen der Teams vor Ort weiter, forderte Material und Einsatzkräfte sofern benötigt nach.

Der Weg für die Retter aus der ersten Gruppe ist nicht weit. Im Obergeschoß der Hütte gab es einen simulierten Unfall. Ein Elektriker erlitt einen Stromschlag und war nicht mehr ansprechbar. Zunächst mag dies nicht als typischer Bergwachteinsatz erscheinen. Jedoch werden die Mitglieder der Ortsgruppe auch immer wieder zu Ersthelfereinsätzen alarmiert. Dadurch wird die Zeit zwischen der Alarmierung und dem Eintreffen des Rettungsdienstes überbrückt, zumal die Bergwacht in der Regel wesentlich schneller vor Ort ist als ein Rettungswagen aus dem Tal. Laut dem Vorsitzenden Mathias Wiesler sind dies zwischen fünf und zehn Einsätze pro Jahr. Aus Spenden der Bevölkerung wurde unter anderem für solche Ersthelfereinsätze ein Defibrillator finanziert. Dieser kommt nun auch zum Einsatz, da die Helfer bei dem Elektriker keinen Puls mehr feststellen können. Auf den Stromstoß wird aber zum Wohl des ja nur simulierenden Patienten verzichtet. Das Gerät würde dies auch schon von sich aus nicht zulassen, wenn kein wirklicher Herzstillstand detektiert wird. Die weiteren Schritte der Reanimation werden an einer Übungspuppe durchgeführt.

station1_groß

Währenddessen trafen die weiteren Gruppen an ihren verschiedenen Einsatzstellen ein. Die zwölfjährige Caroline Walleser war bei der Skiabfahrt durch den Wald gefahren, stürzte und prallte gegen einen Baum, so die Annahme. Helm und Rückprotektor schützten sie vor lebensbedrohlichen Verletzungen an Kopf und Rücken, jedoch ging die Bergwachtmannschaft trotzdem behutsam vor. Johannes Klingele und sein Team versorgten die Unterschenkelfraktur sowie eine Schürfwunde am Kopf. Michael Corona hatte zuvor alle Verletzten täuschend echt geschminkt.

Im Bereich der Abfahrt zur Rheinfelder Hütte versorgte eine Gruppe einen gestürzten Langläufer. Nach einer ersten Untersuchung durch Kathrin Behringer zeigte sich neben einer Knöchelverletzung auch eine Unterzuckerung, welche die Ursache des Sturzes darstellte. Das Übungsdrehbuch sah auch ein Kältezittern bedingt durch eine Unterkühlung vor. Benedikt Behringer wie auch die anderen Medien hatten keine Probleme damit, dies zu simulieren. Bei sieben Grad unter Null froren sowohl Helfer als auch Retter.

station4_groß

Nach kurzer Zeit waren alle Patienten versorgt und abtransportiert. In der gut beheizten Sankt Christophorus Hütte der Bergwacht Wieden fand anschließend die Nachbesprechung statt. Beobachter achteten bei jeder Gruppe auf die Durchführung der Rettung. So konnte jedes Fallbeispiel nochmals besprochen werden. Bergwachtarzt Dr. Farnung verfolgte die Übung ebenfalls und gab bei der Abschlussbesprechung nochmals weitere Informationen zu den einzelnen Verletzungsmustern und zur Vorgehensweise für die Ersthelfer.

Martin Corona zeigte sich zufrieden mit dem Übungsverlauf. Seine Mannschaft zeigte sich gut vorbereitet. Kein Wunder, bei den zwölf Dienstabenden dieses Jahres lag die Anwesenheit bei rund 85 Prozent, ein sehr guter Wert wie Corona bemerkte und sich dafür bei allen bedankte.

Für die Bergwacht Wieden startet nun auch der Winterdienst. Werktags werden die Helfer über Meldeempfänger alarmiert. An den Wochenenden stellen die 45 aktiven Mitglieder, darunter 9 Anwärter, eine Dienstmannschaft, welche für Unfälle auf und abseits der Skipisten und Langlaufloipen bereitsteht, um schnelle und professionelle Hilfe sicherzustellen.

 Bericht von Thomas Frank

Altpapiersammlung in Wieden

Seit Jahren führen wir in unserer Gemeinde 3 x jährlich eine Altpapiersammlung durch. Diese Sammlungen sind mittlerweile ein wichtiger Bestandsteil unserer jährlichen Vereinsarbeit geworden, nicht zuletzt auch wegen der Einnahmen, die wir mit dieser Arbeit erzielen. Die Einnahmen helfen uns einen Großteil unserer Kosten zu decken, die für die notwendigen jährlichen Anschaffungen und die Ausbildung der Bergwachtjugend entstehen.

Aufgrund der Preisentwicklung auf dem Entsorgungsmarkt, treten nun mehrere professionelle Entsorgungsfirmen auf, die kostenlose Papiertonnen verteilen um diese dann alle 4 Wochen zu entleeren, dies ist auch in unserem Landkreis der Fall.

Deshalb unsere Bitte an Sie, unterstützen Sie uns auch weiterhin mit der Bereitstellung Ihres Altpapiers und nehmen sie die Angebote der diversen Firmen nicht an. Nur so können wir auch weiterhin die Erstversorgung bei Unfällen und häuslichen Notfällen in unserer Gemeinde gewährleisten!

Die Papiersammlungen in 2008 werden wir wie jedes Jahr wieder durchführen!

Ihre Bergwacht Wieden


  IMG_4266_altpapier_groß

 

Anwärterwochenende am 06./07.10.2007 in Wieden

Am Wochenende des 6. und 7. Oktobers 2007 veranstalteten die Bergwacht Ortsgruppen Wieden und Todtnauberg zusammen ein Anwärterausbildungswochenende.

Man traf sich am Samstagmorgen in Todtnau am Klettersteig. Dort wurden wir in zwei Gruppen eingeteilt. Die eine ging denn Klettersteig, die andere übte mit Knoten und Abseilen Fächer die für die Prüfung relevant sind. Nach einer Stunde kam Gruppe zwei zurück und die andere Gruppe ging nun den Klettersteig. Nachdem auch die zweite Gruppe den Klettersteig überquert hatte machten wir uns über die Mahlzeit her die Eva und Cristine für uns gerichtet hatten. Es gab Kaffee, Kuchen und Apfelschorle. Nach dieser kleinen Rast ging es weiter. Wir wurden in drei Gruppen aufgeteilt. Unsere Aufgabe war nach Koordinaten ein Ziel so schnell wie möglich zu finden. Jede Gruppe bekam zwei Ausbilder zugeteilt damit sie sich nicht verläuft. Außerdem bekam jede Gruppen Karte, Planzeiger, Kompass und Funkgerät zur Hand. Diese sollten wir später noch sehr gut gebrauchen können. Wir wurden an drei verschiedenen Orten ausgesetzt und mussten von dort einen unbekannten Punkt anhand von Koordinaten anlaufen. Dazu sollten wir denn Planzeiger benutzen. Immer wenn wir ein Zwischenziel erreicht hatten mussten wir zur Hütte funken die uns die nächsten Koordinaten gab. Es gab verschiedene Aufgaben, manchmal brauchten wir den Planzeiger, manchmal den Kompass. Nach einem Fußmarsch von circa 11/2 Stunden erreichten wir heil die Hütte. Dort konnten wir uns erst einmal etwas ausruhen und unser Zeug in der Hütte verstauen bis dann Eva und Cristine mit dem Abendessen kamen. Es gab Fleischkäse und Salat. Nach dem Essen teilten wir uns noch mal auf und lernten von den Ausbildern etwas über Spritzen und Infusionen. In dieser Stunde mussten wir Spritzen aufziehen und Infusionen richten. Es war ein sehr Lehrreicher Samstag der uns für die Prüfungen sich sehr viel bringen wird. Aber natürlich war der Tag noch nicht vorbei und wie es so schön heißt erst die Arbeit dann das Vergnügen.

Nach viel zu frühen Frühstück nämlich schon um 8:30 ging es wieder ans Werk. Wir machten einen Lernzirkel mit drei Stationen. Eine an der wir mit Vakuummatratzen und Schaufeltrage arbeiteten, eine für die Arbeit mit der Vakuumschiene und eine Reanimationsübung. Am Sonntagmorgen stießen auch Philipp, Stefan und Tobias zu uns die am Tag zuvor noch mit den Ministranten unterwegs waren. Bei der Gruppe Vakuummatratze mussten wir ein Fallbeispiel durchspielen. Bei der Vakuumschiene lernten wir wie man diese bei Unter- und Oberschenkelverletzungen gebrauchen kann. Bei der Reanimationsübung erzählte uns Michael eine Geschichte zu der wir 12 Minuten reanimieren mussten. Nach einem gemeinsamen Mittagessen gab es noch eine kleine Besprechung der zwei Tage mit Lob und Kritik. Danach gingen die Todtnauberger ihres Weges und wir mussten noch die Hütte sauber machen. Nachdem auch diese letzte Arbeit getan war, war das Ausbildungswochenende zu Ende. Alles in allem war es ein schönes, lustiges und vor allem Lehrreiches Wochenende dass gerne wiederholt werden kann. Wir Anwärter danken noch mal den ganzen Ausbildern aus Todtnauberg und Wieden die dieses Wochenende überhaupt erst möglich gemacht haben, vor allem wollen wir Eva und Cristine für die Verpflegung und Martin für die Geduld die er mit uns hatte danken. 

Seilbahnausbildung der OG Wieden am Zweiersessel Seebuck Feldberg

Am 14.7.07 fand eine Seilbahnausbildung an der Sesselbahn am Seebuck Feldberg statt.
Nachdem die Ausbilder Jakob Behringer und Martin Corona zuvor an einem Ausbilderlehrgang auf Landesebene teilgenommen hatten, konnte nun eine Abteilung der OG Wieden auch in diesem Gebiet ausgebildet werden.
Die Bergwacht wird in Notfällen zur Bergung der Personen alarmiert, wenn die Anlage nicht mehr selbstständig die Passagiere zur Tal- bzw. Bergstation befördern kann.
An diesem schönen Samstagmorgen versammelten sich 15 Freiwillige aus unserer OG um an dieser Ausbildung teil zu nehmen.
Wir besetzten einige Sessel mit eigenen Leuten und konnten diese dann bergen.

stütze_groß
Zwei Retter kletterten auf eine Stütze um an einem Seilstrang die Sessel zu räumen.
Ein Helfer fährt von der Stütze aus an einem Seilfahrgerät hängend zu dem ersten Sessel, wobei der 2. Helfer von der Stütze aus den Ersten bremst und sichert.
Am Sessel angekommen baut der (die) Ersthelfer(in) die Selbstsicherung um, damit  die Passagiere aus dem Sessel zum Boden abgelassen werden können. Am Boden nimmt ein dritter Helfer die Passagiere in Empfang und hilft diesen beim Ausstieg aus dem Rettungssitz.
Die Seilbahnbergung gehört nicht zu der Grundausbildung der Bergwacht, sondern ist eine Zusatzausbildung.
Die OG Wieden hat nach dieser anstrengenden Ausbildungseinheit nun 15 Seilbahnretter, welche auch in einem hoffentlich nie eintretenden Ernstfall ausgebildet sind, eine Sessel- oder Kabinenbahn mit anderen Ortsgruppen zu räumen.

  sessel_groß