Rettungsübung Carolinengrube

Sexau, Carolinengrupe (23. März 2013).

Einsatzübung der Bergwacht Waldkirch mit der BRH Rettungshundestaffel Oberrhein im Besucherbergwerk Carolinengrube in Sexau
 
Bei schlechten Wetterverhältnissen verbunden durch kalte Temperaturen und Nieselregen trafen sich die Bergwacht Waldkirch und die BRH Rettungshundestaffel Oberrhein an der Carolinengrube im Eberbächle bei Sexau um gemeinsam für den Ernstfall zu üben.
Dabei wurde folgendes Einsatz Szenario angenommen und geübt: „Ein Besucher verunfallt in einer Tiefe von 30 Meter auf der 6. Sohle des Besucherbergwerks und kann aufgrund seiner Verletzungen nicht mehr eigenständig nach oben kommen. Die Kommunikation ist aufgrund defekter Grubentelefonen eingeschränkt“
 
Übung Carolinengrube 1Nach einer kurzen Einsatzbesprechung durch den Einsatzleiter der Bergwacht Waldkirch war klar das zuerst die Hundeführer des BRH mit einem Bergretter die Erzgänge erkunden um den Patienten zu lokalisieren. Dazu musste „Duke“, ein ausgebildeter Rettungshund des BRH durch den Förderschacht auf die tiefste Grubensohle abgeseilt werden. Diese Aufgabe löste der 5 jährige Rottweiler mit seinem Hundeführer ohne Probleme.
 
Nachdem der Verunfallte ausfindig gemacht wurde, begann die Bergwacht Waldkirch mit der medizinischen Erstversorgung und den Vorbereitungen für die technisch anspruchsvolle Rettung. Um eine reibungslose Kommunikation gewährleisten zu können wurden Funkmelder in den verschiedenen Grubenebenen durch die Bergwacht positioniert, damit eine reibungslose Kommunikation der Rettungskräfte sichergestellt ist.
 
Die Bergwacht Waldkirch gewährleistete während des gesamten Einsatzes die medizinische Versorgung des Verunfallten und sorgte zudem für dessen Bergung. Der Verunfallte wurde dabei aus 30 m Tiefe durch einen schmalen Förderschacht über Tage aufgeseilt. Die gesamte Übung dauerte ca. 1,5 Std.
 
Die Bergmänner des Fördervereins Carolinengrube stellten für die Einsatzübung das mittelalterliche Erzbergwerk als Übungsziel zur Verfügung sowie ihre warme Bergmannhütte für die Nachbesprechung des Einsatzes.
 
Hier freuten sich die Einsatzkräfte des BRH und der Bergwacht über warme Getränke und feines Essen nach dem Kräfte raubenden Einsatzszenario.
 
Ein herzliches Dankeschön gilt den Betreibern des Besucherbergwerkes Carolinengrube, für die Bereitstellung des Übungsziels und die hervorragenden Bewirtung.
 
Dieser Tag zeigte allen welche große Leistungen durch ehrenamtliches Engagement vollbracht werden kann. Der Förderverein Carolinengrube ermöglicht dem Besucher einen Einblick in vergangene Zeiten des mittelalterlichen Bergbaus, die BRH Rettungshundestaffel Oberrhein und die Bergwacht Waldkirch repräsentieren die gute und professionelle Zusammenarbeit im ehrenamtlichen Rettungsdienst.
Übung Carolinengrube 2