Verletzte Wanderin am Zwerisberg

Waldkirch, Zwerisberg (18. Mai 2012).

Einsatzmeldung: Einsatz Totenbergung Zweribach
Alarmierte Einsatzkräfte: RTW, NA, Polizei, Bw OG Waldkirch

Gegen 13.25 Uhr wurden wir von der RLS Emmendingen über Rufmeldeempfänger alarmiert. Auf Grund der Einsatzmeldung "Totenbergung" wurde gewartet, bis weitere Bergwachtler am Treffpunkt Einsatzfahrzeug eingetroffen waren und ohne Sondersignal ausgerückt. Während der Fahrt durchs Glottertal erfuhren wir, dass unser Ziel nicht der Zweribach, sondern Oberibental- Zwerisberg war. Die Einsatzstelle war dann auf einer abschüssigen Matte, ca. 150m oberhalb der Straße.
Wir staunten nicht schlecht, als die vermeintliche Leiche noch von Notarzt und Rettungsassistent betreut wurde, wach und ansprechbar war. Bei der 67jährigen Patientin handelte es sich um eine Wanderin, die alleine unterwegs war. Sie wollte eine Abkürzung über die Matte nehmen, war ausgerutscht und gefallen. Hierbei brach ihr künstliches Kniegelenk, so dass die nicht mehr aufstehen, bzw. sich fortbewegen konnte. Nachdem die Patientin nicht zu ihrem Ehemann erwartungsgemäß zurückkehrt war, hatte dieser eine Vermisstenanzeige aufgegeben. Die Frau war dann per Helikopter gefunden worden.
Bei unserem Eintreffen (ca. 14.30 Uhr!) war die Patientin bereits medizinisch versorgt. Per Schaufeltrage legten wir diese auf die Vakuummatratze in der Gebirgstrage, schienten das verletzte Bein und konnten ohne Radsatz die Gebirgstrage über die Matte zur Straße ziehen. Dort wurde die Patientin dem RTW übergeben und ins KH Neustadt gefahren. Um 14.45 Uhr waren wir wieder auf der Rückfahrt.

Bei richtiger Einsatzmeldung wären wir natütlich wesentlich schneller am Einsatzort gewesen und hätten nicht den NA eine Stunde gebunden. Allerdings hatten wir auf der Fahrt durchs Glottertal auch keinen Funkkontakt zur RLS Freiburg und zum 7/83/2.

Einsatzende: ca. 15.30 Uhr