Auch Todtnauberg war mit dabei

Stütze schauinslandDie Ortsgruppe Todtnauberg stellte am Samstag zur groß angelegten Bergeübung an der Schauinslandbahn ein 4 Mann starkes Einsatzteam, welches eigenständig eine Kabine zwischen Stütze 6 und 7 räumen mußte. 3 Passagiere konnten erfolgreich von Bernd Schneider, welcher als Retter auf dem Tragseil von Pirmin Huber und Christian Rotzinger abgelassen wurde, zu Dominik Zipfel auf den sicheren Boden verbracht werden.  

Großübung an Freiburgs Hausberg 

Schauinslandbahn "steht still"

Am Samstag, den 26.04.2008, fand eine groß angelegte Rettungsübung an der Schauinslandbahn in Freiburg statt. Die Bergwacht Schwarzwald rettete knapp 30 Passagiere aus 16 Kabinen.

Um 8.00 Uhr wurde die Alarmierung von der Leitung der Schauinslandbahn ausgelöst. Die laut Bergeplan zu aktivierenden Ortsgruppen aus vier Landkreisen standen schon in den Bereitstellungsräumen im Bereich der Tal- und Bergstation. Deren Alarmierung war schon gegen 7.00 Uhr ausgelöst worden, um eine ruhige Anfahrt ohne Sicherheitsrisiken zu gewährleisten und trotzdem die Alarmierungswege zu überprüfen.

Die Bergwacht Schwarzwald hat die Übung mit insgesamt 48 Bergrettern aus 9 Ortsgruppen durchgeführt. Die Seilbahnrettung ist wie die Höhenrettung eine Zusatzqualifikation für Bergretterinnen und Bergretter, die in Lehrgängen auf Landesebene vermittelt wird.

Unter Leitung von Einsatzleiter Uwe Männel wurden die Rettungsteams auf die verschiedenen Stützenfelder aufgeteilt, kletterten auf die Stützen und seilten die Retter an speziellen Fahrgeräten bis zu den Kabinen ab. Der jeweilige Retter sichert sich nach Ankunft auf dem Kabinendach gegen Absturz, öffnet die Dachluke und klettert in die Kabine. Danach werden die Passagiere über eine Ablassvorrichtung abgeseilt und von der Bodenmannschaft empfangen, registriert und nötigenfalls medizinisch versorgt.

Die Bergwacht Schwarzwald stellt in ihrem Zuständigkeitsbereich die Rettung aus unwegsamem Gelände sicher. Dazu gehören auch diverse Lifte und Seilbahnen. Mit den Betreibern bestehen Vereinbarungen zur Rettung im Falle eines Stillstandes. Übungen werden regelmäßig durchgeführt. Die Bergwacht Schwarzwald hat ein übergreifendes Rettungskonzept für solche Einrichtungen, das an die jeweiligen Standorte angepasst wird. Die ehrenamtliche Struktur der Bergwacht kann im Falle eines Bahnstillstandes in relativ kurzer Zeit eine ausreichende Zahl an qualifizierten Rettern sicherstellen. Im Ernstfall wirken unsere Partner wie Polizei, Feuerwehren, Hilfsorganisationen nach Notwendigkeit an einem Evakuierungseinsatz mit.

Festzustellen bleibt, dass die Wahrscheinlichkeit für einen Bahnstillstand relativ niedrig ist, da Lifte und Bahnen über verschiedene Ausfallebenen wie Notantriebe etc. verfügen, die bei einem Stillstand aktiviert werden können. Dennoch ist gut zu wissen, dass für den "Fall des Falles" vorgesorgt ist.

Bericht in der Badischen Zeitung (BZ online) von Constance Frey