Doppelter Einsatz für die Ortsgruppe Todtnauberg

Am Donnerstag, den 21.07.2005 wurde die Bergwacht Ortsgruppe Todtnauberg zu einem Einsatz im „ Alpinen Pfad“ zwischen Stübenwasen und St. Willhelm gerufen. Gemeldet wurde ein Absturz aus ca. zwei Metern Höhe. Auch ein Hubschrauber der REGA, der gerade auf dem Rückflug nach Basel war, wurde zur Unterstützung mit eingesetzt. Noch während der Anfahrt der Bergretter suchte die REGA das besagte Gebiet ab und wunderte sich über den ebenfalls im Zastler Tal  kreisenden Heli der DRF  Freiburg.

Nach kurzer Zwischenlandung beider Maschinen an der St. Willhelmer Hütte und Rücksprache mit den Leitstellen stellte sich heraus, dass auch bei der Leitstelle Freiburg ein Absturz im Bereich Zastler Hütte Richtung Rinken gemeldet worden war. Erst dachte man, der Unfall sei doppelt gemeldet worden, entschloss sich aber dann doch, die Suche etwas auszuweiten.
Aus diesem Grund flog die Rega zurück nach Todtnau um den RSH der OG Todtnauberg  Bernd Schneider aufzunehmen. Mit Hilfe des ortskundigen Luftretters konnte man die Unfallstelle inmitten des Alpinen Pfades ausfindig machen und Luftretter sowie Notarzt mit der Rettungswinde zur Verletzten ablassen. Vorgefunden wurde ein junges Mädchen, die über einen Felsen fünf Meter tief abgestürzt war und sich dabei Verletzungen im Beckenbereich sowie am Kopf (SHT) zugezogen hatte.

Auch die Crew von  Christof 54  wurde im Bereich Zastler Hütte / Rinken fündig. Auch dort war eine Frau abgestürzt, die Verletzungen im Wirbelsäulenbereich sowie am Kopf aufwies.  Nach der Versorgung durch die Notärztin der DRF, wurde die Frau auf die Vakuummatratze gelagert und mit dem Einsatzfahrzeug der Bergwacht zum Rinken gefahren, wo sie in den Heli umgelagert und in die Klinik geflogen wurde.

Trotz der Duplizität der Ereignisse konnten beide Einsätze kompetent und schnell durchgeführt werden.

Christian Rotzinger, Leiter Bergrettungsdienst
Ortsgruppe Todtnauberg