Mitwirkung im Katastrophenschutz

 

Zusammensetzung Bergrettungszug

 

Aufbau des Katastrophenschutzes

katastrophenschutzlogo

Die Katastrophenschutzbehörden greifen auf die geschulten Einsatzkräfte im Katastrophenschutzdienst zurück. Er ist innerhalb der Fachbereiche "Brandschutz und Technische Hilfe", "ABC-Schutz", "Sanitäts- und Betreuungsdienst" sowie "Veterinär-Dienst" jeweils nach Spezialaufgaben gegliedert und steht mit speziellen Fahrzeugen und Geräten rund um die Uhr bereit (siehe Rubrik "Zahlen, Daten, Fakten"). Träger sind die Gemeinden mit ihren Feuerwehren und folgende Hilforganisationen im Land:

Der Arbeiter-Samariter-Bund, die Bergwacht Schwarzwald, das Deutsche Rote Kreuz, die Johanniter-Unfall-Hilfe, der Malteser-Hilfsdienst, die Deutsche Lebensrettungsgesellschaft, die Deutsche Rettungsflugwacht und der Bundesverband Rettungshunde. Die Adressen und Links zu den Internetangeboten dieser Organisationen finden Sie unter Infomaterial.

Ergänzt wird der Katastrophenschutzdienst durch Amtshilfe der Bundeswehr, des Bundesgrenzschutzes und der Bundesanstalt Technisches Hilfwerk (THW).

Der Katastrophenschutzdienst in Baden-Württemberg stützt sich auf rund 200.000 zumeist ehrenamtliche Helferinnen und Helfer. Ihre Rechte und Pflichten ergeben sich aus den internen Regelungen der Hilfsorganisation, der sie angehören, bei freiwilligen Feuerwehrleuten aus dem Landesfeuerwehrgesetz.

Katastrophen durch Naturgewalten nehmen weltweit zu. Auch menschliche oder technische Fehler können zu Katastrophen führen. Auf Terroranschläge in Deutschland gibt es zwar nach wie vor keine konkreten Hinweise, die Sicherheitsbehörden können sie aber auch nicht völlig ausschließen.

Ein Ausfall der Stromversorgung in großem Umfang - wie im Sommer 2003 in Nordamerika, Italien und Nordeuropa - kann auch uns treffen. In diesem Fall, aber auch bei einem nur kurzen und regional begrenzten Stromausfall, können sich die Menschen zunächst selbst behelfen: Feuerzeug oder Streichhölzer, Kerzen und Taschenlampen mit Ersatzbatterien sollten griffbereit sein, dazu ein Vorrat an Getränken und haltbaren Lebensmitteln, die nicht gekocht, gebraten oder gebacken werden müssen. Ebenso, wo nötig, Kindernahrung beziehungsweise spezielle Nahrung für kranke Menschen. Und auch für Tiernahrung sollte gesorgt werden. In die Hausapotheke gehören neben dem Verbandskasten die wichtigsten Medikamente.

Ohne Strom funktionieren Herde und Heizungen nicht, sofern sie nicht mit Holz betrieben werden können. Auch die Öl- und Gasversorgung ist vom Strom abhängig. Warme Kleidung und Decken sind daher nicht nur in der kalten Jahreszeit wichtig.

In solchen Ausnahmesituationen werden Sie unter anderem über den Rundfunk auf dem Laufenden gehalten. Aus diesem Grund sollte auch ein batteriebetriebenes Radiogerät mit Ersatzbatterien vorhanden sein.

Mit dem Strom fallen unter anderem auch Wasserpumpen und Infrastruktureinrichtungen aus. So auch morderne Telefone und Datenleitungen von Computern

 

Zahlen / Daten / Fakten

Die Einheiten des Katastrophenschutzes werden nach Fachdiensten gegliedert. Auf diese Weise kann die ständige Verfügbarkeit eines Teils der im Katastrophenschutz mitwirkenden Kräfte für Katastropheneinsätze gewährleistet werden. Das Innenministerium bestimmt nach der Vorgabe des Landeskatastrophenschutzgesetzes die Stärke und Gliederung des Katastrophenschutzdienstes in den Stadt- und Landkreisen sowie die Gliederung der Einheiten. Die Einheiten sind personell grundsätzlich in Doppelbesetzung aufgestellt. Die Fahrzeuge des Brandschutzdienstes, der Technischen Hilfe und des ABC-Dienstes sowie die Fahrzeugbesatzungen werden in den einzelnen Kreisen teilweise alternativ in den verschiedenen Einheiten eingesetzt. Dafür stehen in Baden-Württemberg bereit:

Brandschutz und Technische Hilfe:

  • Brandbekämpfung: 132 Züge Löschangriff mit 3300 Helfern, 93 Züge zur Löschwasserversorgung mit 2325 Helfern
  • Technische Hilfe:131 Züge mit 2882 Helfern

Hochwasserschutz:

  • 109 Züge Hochwasserschutz, -rettung/-beseitigung mit 2725 Helfern

ABC-Schutz:

  • Gefahrguteinsätze: 44 Züge mit 1232 Helfern
  • Strahlen- und Messeinsätze: 31 Züge mit 465 Helfern
  • Strahlenspüren: 47 Strahlenspürtrupps mit 188 Helfern
  • Dekontamination: 20 Züge mit 400 Helfern

Sanitäts- und Betreuungsdienst:

  • Sanität und Betreuung: 152 Einsatzeinheiten mit 8080 Helfern
  • Bergrettung: 5 Züge mit 336 Helfern
  • Wasserrettung: 8 Züge mit 264 Helfern
  • Luftkrankentransport: 7 Gruppen mit 21 Helfern
  • Retten mit Hunden: 5 Staffeln mit 30 Helfern

Veterinärdienst:

  • Retten von Tieren: 3 Züge mit 120 Helfern

Technische Ausstattung

Die Hilfsorganisationen und Feuerwehren wirken mit ihren Fahrzeugen und Ausstattungen beim Katastrophenschutz des Landes Baden-Württemberg mit. Von Bund und Land werden darüber hinaus folgende Fahrzeuge (Sollbestand) finanziert und den Hilfsorganisationen und Feuerwehren zur Verfügung gestellt:

Brandschutz: 108 Löschfahrzeuge (LF 16 TS), 108 Schlauchwagen (SW 2000)

ABC-Schutz: 162 Erkundungskraftwagen, 81 Dekontaminations-Lastkraftwagen

Sanitäts- und Betreuungsdienst: 152 Arzttruppkraftwagen/Arztwagen, 304 Krankentransportwagen, 304 Kombis, 152 Betreuungs-Lastkraftwagen, 152 Feldkochherde

Bergrettung: 5 Geländewagen

Wasserrettung: 8 Kombis

Veterinärdienst:3 Lastkraftwagen mit Anhänger