Berichte 2008

 Jahreshauptversammlung 2008 der Bergwacht Pforzheim

2008-12-03
Die diesjährige Jahreshauptversammlung der Bergwacht Schwarzwald, Ortsgruppe Pforzheim mit seinen 38 aktiven Mitgliedern und drei Nachwuchskräften in Ausbildung zum Bergwachthelfer stand im Zeichen eines Rückblicks durch den Vorsitzenden Gerhard Deißler auf die ehrenamtliche Tätigkeit im Sommer- und Winterrettungsdienst im Jahr 2007.
Die Bergwacht Pforzheim wurde im Jahr 2007 insgesamt 25 Mal zu Hilfeleistungen auf den Loipen (Besenfeld bis Bad Wildbad, Enzklösterle bis Teufelsmühle), auf Skipisten (Skilifte Enzklösterle und Kaltenbronn) und Wanderwegen im Bereich der Bergrettungswache Kaltenbronn gerufen.

Im Sommer wurden die Pforzheimer Bergwachthelfer vor allem bei Großveranstaltungen im und um den Bikepark in Bad Wildbad gefordert, die sie in Zusammenarbeit mit benachbarten Bergwacht-Ortsgruppen und dem Roten Kreuz Oberes Enztal sanitätsdienstlich betreuten. Daneben wurde die Schnelleinsatzgruppe zu verschiedenen Einsätzen gerufen.

Im Naturschutzdienst wurden im Berichtszeitraum vier Exkursionen und 22 Streifendienste durchgeführt. Die Schwerpunkte der Streifendienste lagen in den Landschafts- und Naturschutzgebieten der Region.

Nach der einstimmigen Entlastung des Vorstandes erfolgte die Neuwahl des geschäftsführenden Vorstandes der Ortsgruppe. Als Wahlleiter fungierte dabei Frank Kühnel, der Landesvorsitzende der Bergwacht Schwarzwald, der sich dafür auf den langen Weg von Freiburg zu den „Nordlichtern“ der Organisation gemacht hatte.

Von den anwesenden Wahlberichtigten wurde Gerhard Deißler für weitere zwei Jahre in seinem Amt als Vorsitzender bestätigt.
Als weitere Funktionsträger wurden in ihren Ämtern bestätigt:
     
Micha Mayer Leiter Bergrettungsdienst
Michael Czarnetzki Schriftführer
Angelika Gießler Kassierer
 
Neu gewählt als stellvertretender Vorsitzender wurde Daniel Schöninger.

 
Nach der Wahl erfolgte die Ehrung langjähriger Mitglieder durch den Landesvorsitzenden Frank Kühnel.
Ehrennadeln und –urkunden als Anerkennung für ihr ehrenamtliches Engagement erhielten:
   
für 50 Jahre Karl Letsche
für 40 Jahre Franz Weber und Klaus Anders
für 10 Jahre Michael Czarnetzki
Jubilare Ortsgruppe Pforzheim mit Ortsgruppenvorsitzenden und Landesvorsitzenden
             
Auf dem angefügten Bild zu sehen: Michael Czarnetzki, der Vorsitzende der Ortsgruppe Pforzheim, Gerhard Deißler, Karl Letsche, Klaus Anders und der Landesvorsitze Frank Kühnel (v. l .n .r.)      



 

Naturschutzpflege und Ausbildung am Eisinger Loch

2008-05-28

Eine gemeinsame Ausbildung mit den DRK Bereitschaften aus Stein und Neulingen nutze die Bergwacht Pforzheim und führte ein Naturpflegemassnahme am Eisinger Loch durch.

Schon vor einigen Jahren seilten sich Helfer der Bergwacht Pforzheim in das Eisinger Loch ab um den darin befindlichen Müll wieder ans Tageslicht zu befördern. Wurde damals sogar ein Motorrad heraus geholt, füllte diesemal allerei Haushaltsmüll einen kompletten Anhänger.  Im Anschluss ging es an "Alte" Eisinger Loch wo gemeinsam mit den DRK Helfern verschiede Rettungsübungen durchgeführt wurden. 

  

Siehe auch Bericht der Pforzheimer Zeitung vom 30.05.2008



 

 

Rotary Club Mühlacker-Enzkreis zu Besuch bei der Bergwacht Pforzheim

2008-02-19

Mitte Februar war der Rotary Club Mühlacker-Enzkreis, dessen rotarisches Jahr das Thema Naturschutz zum Inhalt hat, bei der Bergwacht Pforzheim in deren Bergrettungswache Kaltenbronn zu Gast. Die Bergwacht stellte dabei ihre beiden Aufgabengebiete Rettungsdienst im unwegsamen Gelände und Naturschutz vor.

Am Vormittag stand eine Naturschutzwanderung durch das verschneite Naturschutzgebiet am Hohlohsee und zum Kaiser-Wilhelm-Turm auf dem Programm, in deren Verlauf unsere Gäste Informationen zu unseren Naturschutzaktivitäten und zu Gebiet rund um den Kaltenbronn erhielten.


 

Nachmittags stand eine Schauübung zur Versorgung eines verletzten Skifahrers und dessen Abtransport mit dem SkiDoo (Motorschlitten) vom Skihang Kaltenbronn auf dem Programm. Unsere Gäste hatten danach die Möglichkeit, sich über eine Seilbahn einen Teil des Skihangs abseilen zu lassen. Außerdem wurde ihnen die umfangreiche Ausrüstung zur Versorgung und Bergung von Patienten aus unwegsamen Gelände erläutert. Außerdem konnten unser Dienstfahrzeug, ein allradgetriebener VW Transporter T5 und die Bergrettungswache besichtigt werden.


 

Zum Abschluss des Tages erhielt der Vorsitzende der Bergwacht Pforzheim, Gerhard Deißler vom Präsidenten des Rotary Clubs Mühlacker Enz, Siegfried Gerst, einen Spendenscheck. Mit seiner großzügigen Spende unterstützt der Rotary Club Mühlacker-Enzkreis die Anschaffung eines neuen, modular aufgebauten Notfallrucksacksystems bei der Bergwacht Pforzheim. Das neue System ersetzt die bisher genutzten, rund 30 kg schweren Notfallrucksäcke und erleichtert den Bergwachthelfern ihren ehrenamtlichen Rettungsdienst im Sommer und Winter.

(Bilder vom Besuch des Rotary Clubs .....) 
 


 

Nächtlicher Sucheinsatz entpuppt sich als Fehleinsatz

2008-02-02


 

Am Fastnachtsamstag wurde gegen 23.30 Uhr die Bergwacht Pforzheim zu einem Sucheinsatz alarmiert. Ein Outdoorsportler der mit seinem Mountainbike im winterlichen Nordschwarzwald unterwegs war, hatte sich verirrt und setzte sich über Handy mit der Polizei in Verbindung. Er konnte keine genauen Angaben machen wo er sich befand, der Akku seines Mobiltelefons war fast leer und er konnte deshalb nicht mehr erreicht werden. Seinen Schilderungen nach war er am Wildsee vorbei gekommen und befand sich nun bei einer Hütte.

Ein Polizeihubschrauber begann mit der Suche nach ihm.  Die Helfer der Bergwacht wurden angefordert um in Kaltenbronn die Suche mit Hilfe ihres SkiDoos (Motorschlitten) zu unterstützen. Auf der Bergrettungswache in Kaltenbronn wurde kurzer Hand die Einsatzleitung der Polizei eingerichtet. Zusammen mit den örtlichen Förstern und den Bergwacht Helfern wurden mit Hilfe von Landkarten und den Einsatzunterlagen der Bergwacht nach der Hütte gesucht,  an der sich der Vermisste befinden sollte.  Weder in den Unterlagen der Bergwacht noch in denen der Förster befand sich eine Hütte mit dem Namen den der Vermisste angegeben hatte.

Die weitere Recherche hat dann ergeben, dass sich der Biker möglicherweise nicht beim Wildsee in Kaltenbronn, sondern beim Wildsee im Bereich Ruhestein / Schwarzwaldhochstraße befinden könnte. Da es in diesem Bereich auch eine Hütte gibt die der beschriebenen entspricht, wurde das Suchgebiet verlegt und der Polizeihubschrauber fand nach kurzer Suche den Vermissten.

Den Helfern der Bergwacht Pforzheim blieb somit die Suche bei klirrender Kälte erspart und sie konnten wieder nach Pforzheim zurück kehren.

Damit Ihnen im Notfall schnell geholfen werden kann, können sie ihr Mobiltelefon bei der Björn Steiger Stiftung kostenlos registrieren lassen.
Danach besteht die Möglichkeit, sofern Sie die bundesweit kostenlose Notrufnummer 112 gewählt haben daß, die Rettungsleitstelle eine Ortung Ihres Mobiltelefons durchführen kann. Wenn Sie ein GPS fähiges Mobiltelefon registriert haben, wird Ihr Standort  metergenau per Satelit geortet.
Wenn Ihr Handy vom technischen Standard her kein GPS unterstützt, werden Sie nicht metergenau per Satellit geortet, sondern es wird nur die Funkzelle ( GPRS ) aus welcher der Notruf abgesetzt wurde geortet. Die Größe einer Funkzelle variiert je nach Abstand der Sendemasten zwischen ca. hundert Metern Durchmesser in Ballungsräumen und einigen Kilometern Durchmesser in ländlichen Gebieten.
Weitere Informationen finden sie auf den Seiten der Björn Steiger Stiftung.