Technische Ausrüstung

Akia:

DSC07076Der Akia dient dazu einen  Patienten von der Piste oder auch mitten aus verschneitem Gelände, also aus Steilhängen, Wäldern oder schwer zugänglichen Gebieten zu transportieren. Er besteht aus einer Wanne aus Aluminium in die der Patient, auf einer Vakuummatratze und in einem Bergesack, vor Kälte und Schnee geschützt, gelegt und fixiert wird. Vorne und hinten befinden sich Holme, mit denen die Bergretter den Akia steuern und bremsen können und somit fast jedes Gelände befahren können. Zusätzlich ist vorne unter dem Akia, für steile Passagen, eine Bremskette angebracht, die den Akia bremst wenn der vordere Bergretter seine Holme nach unten drückt. Ebenso ist der Akia mit einer Fangleine am hinteren Bergretter gesichert. Doch die Möglichkeiten eines Akias sind nicht nur auf den Winter begrenzt, auch im Sommer kann er mit kurzen Holmen als Rettungstrage, die man durch unwegsames Gelände schleifen kann, benutzt werden. Zusätzlich kann hier noch ein Rad in der Mitte unter dem Akia befestigt werden, mit dem man das Gewicht des Patienten auf den Boden übertragen kann und ihn somit nicht tragen muss, was besonders für längere Strecken sehr erleichternd ist.

 

Gebirgstragen:

BW Ausrüstung (32)Die Gebirgstrage erfüllt praktisch denselben Zweck wie ein Akia nur ist sie speziell für den Sommer gedacht.  Wir besitzen 2 Gebirgstragen, eine von der Firma Rhodia und eine zweite von der Firma Tyromont. Sie sind wesentlich leichter als ein Akia und damit flexibler einsetzbar. Die Kurzholme sind in jedem Winkel fixierbar und ermöglichen so die Einstellung der optimale Trageposition sowie das Einklappen. Zusätzlich können die Gebirgstragen unter Seilsicherung waagerecht mit einem Bergretter an einer senkrechten Wand abgelassen werden. Ebenso in sehr steilem Gelände von einem Bergretter den Hang hinunter geschliffen werden. Dazu wird die Gebirgstrage oben an die retundante Seilsicherung eingehängt, der Bergretter hängt sich mit seinem Klettergurt am anderen Ende ein und hält die beiden unteren Holme zur Steuerung. Beide Tragen sind, wie ein Akja, mit einem Radsatz ausrüstbar.

 

Absturzsicherungsausrüstung:

BW Ausrüstung (23)Die Absturzsicherungsausrüstung wird immer dann benötigt wenn die Bergretter einen Patienten aus steilem oder sogar senkrechtem Gelände retten müssen. Dazu gehört erstmal die persönliche Schutzausrüstung (PSA) eines jeden Bergretters, die aus langer wetterfester Kleidung, Bergschuhen, Klettergurt, Brustgurt, Helm, Stirnlampe, Karabinern, Achter und Selbstsicherungsschlinge besteht. Des weiteren gehören 100m Statikseile, 70m Dynamikseile, Flaschenzug, Umlenkrollen, Oppererplatte, ID-Sicherungsgerät, Grillon, verschiedene Karabiner, 240 cm, 120cm und 60cm Bandschlingen zum Standplatzbau, Reepschnüre und der Kong-Sitz, in dem ein Patient gesichert abgeseilt werden kann, zur Ausrüstung.

 

Baumbergeset:BW Ausrüstung (27)

Im Baumbergeset ist jegliche Ausrüstung zur Rettung eines abgestürzten Gleitschirm- oder Drachenfliegers aus Bäumen. Dazu gehört ein spezieller Baumpflegegurt, zwei Anseilstücke mit Stahlkern, die um den Baum gelegt werden um dann in Baumklettertechnik aufsteigen zu können, Baumsteigeisen, Säge, Seitenschneider zum durchtrennen der Leinen wenn der Pilot verletzt ist und es schnell gehen muss sowie Kombizange um die Schäkel, mit denen die Leinen des Schirms am Gurtzeug des Piloten befestigt sind, öffnen zu können und somit nichts zu beschädigen.

 

Luftrettungssack:

Der Luftrettungssack wird im Hubschraubereinsatz oder auch, um einen Patienten senkrecht an einer Wand ablassen zu können, benötigt. Er ist wesentlich kompakter und leichter als die Gebirgstrage jedoch muss der Patient frei hängen weil er im Luftrettungssack nicht weiter von unten geschützt ist. Innen mit einer Vakuummatratze ausgestattet und mit Bändern fixiert kann der Patient so abgelassen werden. Im Hubschraubereinsatz muss zusätzlich die so genannte Antirotationsleine an einer Seite befestigt werden. Sie verhindert ein Drehen um die eigene Achse durch den Downwash des Helikopters.

 

Funkgeräte und Digitalmelder:BW Ausrüstung (39)

Funkgeräte im 4m Band dienen zur Kommunikation mit der Leitstelle oder anderen Rettungskräften wie Rettungswagen oder Notarzteinsatzfahrzeug. Funkgeräte im 2m Band sind meist nur für unsere eigene Kommunikation bestimmt, das heißt die einzelnen Einsatzgruppen können so Kontakt zum Einsatzleiter oder zum Fahrzeug halten. Wir verfügen über ICOM, Rexon und AEG Teleport FuG 10a und AEG Teleport FuG 10b. Unter der Woche werden wir Zuhause über Meldeempfänger alarmiert. Dazu besitzen die Bergretter der Schnelleinsatzgruppe (SEG)  Meldeempfänger(Oelmann LX4 oder Boss 910V).

 

 

© L. Hering