Einsätze im Jan. und Feb.

Am 27. Januar wurden wir zu einem Snowbordunfall an den Winkellift gerufen. Eine jugendliche Snowbordfahrerin war gestürzt. Da ein Verdacht auf eine Beckenfraktur bestand, wurde von uns ein Rettungshubschrauber angefordert. Dieser setzte den Notarzt im Schebeflug in der Nähe der Unfallstelle ab. Zusammen mit dem NA haben wir die Verletzte auf der Vakuummatratze gelagert. Sie wurde dann mit dem Ackia zum Hubschrauberlandeplatz transportiert. Wir wünschen Ihr gute Besserung.RTH_Winkel
An den von uns betreuten 10 Skiliften in Aftersteg, Muggenbrunn und am Notschrei hatten wir noch weitere Einsätze in dieser Zeit. Unter anderem auch ein Einsatz am Haldenköpfle. Passieren bei Flutlichtbetrieb an den Skiliften Haldenköpfle oder an den Skiliften in Hofsgrund Unfälle, so werden wir zur Versorgung dieser angefordert.
 

Loipeneinsatz

Am 23.1.2013 wurden wir zu einem Einsatz (Einsatz- stichwort Reanimation) auf die Stübenwasenspur der Notschreiloipen gerufen. Nur 10 Minuten nach der  Alarmierung waren 2 Bergwachthelfer von uns beim Patienten und haben die von Ersthelfern begonnene Reanimation unter Verwendung des Defis weitergeführt. Fast zeitgleich trafen auch 2 Kamerden der Skiwacht Todtnauberg ein und unterstüzten unser Helfer. Trotz der von Ersthelfern eingeleiteten und von BW-Helfern fortgeführten Reanimation konnte der ca. 30 min. später eintreffende Notarzt mit weiteren Massnahmen, leider das Leben des Langläufers nicht mehr retten. Den Angehörigen gehört unser tiefstes Mitgefühl.

Verirrte Schneeschuhgänger im Bereich Trubelsmattkopf.

Am Freitag, den 8.Feb. um 20.34Uhr wurden wir alarmiert. Stichwort: Person verirrt Bereich Muggenbrunn.
 
Zunächst bestand Handykontakt zu einem der Verirrten. Er berichtete sich Bereich des Trubelsmattkopf zu befinden.
Die Gruppe wollte, ausgerüstet mit Schneeschuhen und extremen Gepäck ( 60l Rucksäcke & daran befestigten Langlaufskiern, so wie einem auf einem Rutschteller befestigtem Seesack ) zur Hubertushütte laufen.
Sie starteten um 15.00 Uhr auf dem Notschrei, liefen durch das Langenbachtal und querten die Loipe.
Im Bereich Trubelsmattkopf verloren sie trotz guter Ortskenntnisse eines der Läufer die Orientierung.
 
Wir haben den Schneeschuhgängern empfohlen in den Spuren zurück zur Loipe zu gehen, so dass wir sie dort mit dem Skidoo aufnehmen könnten.
Bei erreichen des verabredeten Treffpunkts um 21.40, waren die Schneeschuhgeher nicht da und auch kein Handy-Kontakt konnte hergestellt werden.
Durch Abfahren der restlichen Loipe wurde versucht den Weg der Gruppe zu rekonstruieren.
 
Um 22.35Uhr meldete sich die Gruppe, sie hätte jetzt die Loipe erreicht. 15min später trafen wir bei der Gruppe ein und besprachen das weitere Vorgehen.
Allein war es ihnen nicht mehr möglich den Weg fortzusetzen. Da keine gesundheitlichen Probleme außer eine gewisse Erschöpfung vorlagen, beschlossen wir, die Gruppe zur Hubertushütte zu bringen.
Dies gelang in zwei Fahrten.
 
Um 23.45Uhr waren die Männer dann am Ziel. Der Einsatz endete um 0.30Uhr.
 
Besonders Problematisch waren die enormen Neuschnee Mengen der letzten Tage wie auch der heftige Dauerschneefall und leichter Nebel während des gesamten Einsatzes.
Der Motorschlitten war trotz der am Vortag präparierten Loipe an der Grenze des Möglichen.
 
Die Schneeschuhläufer hatten die Belastungen durch das Spuren und das Gepäck unterschätzt. Die Schneeschuh waren für den Einsatzzweck ( schwere Rucksäcke ) unterdimensioniert.
Siehe auch die Berichte in der Presse usw.

 http://www.badische-zeitung.de/lokales/loerrach-und-dreiland/bergwacht-rettet-verirrte-schneeschuhlaeufer--print

https://www.facebook.com/Bergwacht.Schwarzwald

http://www.rettungsdienst.de/nachrichten/drei-verirrte-schneeschuhlaufer-gerettet-35153

http://www.retter.tv/de/weitere-organisationen.html?ereig=-Starkschneefall-bei-Nacht-Drei-verirrte-Schneeschuhlaeufer-gerettet-&ereignis=17025

Nur einen Tag später wurden wir zu einer weiteren Suchaktion auf der Notschreiloipe (Schauinslandspur) alarmiert. Einer Langläuferin war die Bindung gebrochen (im Bereich Böden). Sie musste von dort dann zu Fuß zurück laufen. Da ihre Begleiterin ihre Langlaufskier geliehen hatte und diese wieder rechtzeitig am Notschrei abgeben musste, hatte sie die Vermisste allein weiterlaufen lassen. Die Begleiterin ist dann zügig an den Notschrei gelaufen. Als bei Anbruch der Dunkelheit die Vermisste noch nicht am vereinbarten Treffpunkt eingetroffen war, hat die Begleiterin die Bergwacht alarmiert. Gerade als wir mit dem Skidoo am Notschrei los fahren wollten, kam die Nachricht, die Vermisste wäre auf dem Campingplatz Muggenbrunn. Wir sind dann mit dem Einsatzfahrzeug dort hin gefahren, konnten sie aber dort nicht antreffen. Darauf hin sind wir ans Haldenköpfle gefahren, wo die Begleiterin wartete. Als wir dort eintrafen, war auch die Vermisste in der Zwischenzeit wohlbehalten eingetroffen.