Chronik

Anstoß zur Gründung der Bergwacht Muggenbrunn gab die Hauptversammlung vom Skiclub Muggenbrunn im Herbst 1952. Man erkannte damals schon völlig richtig, dass bei Skirennen ein Rettungsdienst unabdingbar war. Hauptinitiator war der damalige Skiclubvorsitzende Erich Hilscher, der nach der Gründung der Bergwacht Muggenbrunn im Januar 1953 noch einige Jahre im Vorstand der Bergwacht tätig war.

Zum 1. Vorsitzenden wurde Johann Mühl gewählt. Er begleitete das Amt von 1953 bis 1960 und war von 1960 bis 1971 als stellvertretender Vorsitzender tätig. In dieser Zeit erwarb sich Johann Mühl große Verdienste für die Bergwacht und prägte mit seiner Persönlichkeit das Werden der Ortsgruppe Muggenbrunn.

Das Zustandekommen der Bergwacht Muggenbrunn wurde in erster Linie ermöglicht durch die Unterstützung der Landesleitung der Bergwacht Schwarzwald e.V. und vor allem durch die Ortsgruppe Todtnau. Sie trug durch die Ausbildung unserer Kameraden und durch das Zurverfügungstellen von Verbandsmaterial und Schienen ganz entscheidend dazu bei, dass sich die Ortsgruppe Muggenbrunn bald auf eigene Beine stellen konnte. Als dann die Gemeinde Muggenbrunn 1954 einen Rettungsschlitten mit Trage finanzierte, konnten die ersten Abtransporte durchgeführt werden.

Mit der Inbetriebnahme des Franzosenbergliftes im Winter 1954 (als einer der ersten im Schwarzwald) war die Entwicklung von Muggenbrunn zum Wintersportort nicht mehr aufzuhalten. Dementsprechend  nahm auch die Arbeit der Bergwacht Muggenbrunn zu. Zusätzlich wurde das  Notschreigebiet von der Bergwacht Muggenbrunn betreut.

Im Februar 1958 konnte die Bergwacht Muggenbrunn den ersten Akja aus Holz in Betrieb nehmen. Im Dezember 1959 bekam man den ersten Akja aus Aluminium (so wie er heute noch verwendet wird) und eine Bergwacht- Streckschiene ausgeliefert.

Mit dem Köpflelift 1961, dem Wasenlift 1965 und dem Winkellift 1969 wurden weitere Skilifte in Betrieb genommen. Heute betreut die Bergwacht Muggenbrunn neben den Skiliften in Muggenbrunn noch den Lift in Aftersteg und die Lifte und Loipen am Notschrei, insgesamt sind dies 10 Skilifte. Zusätzlich werden Veranstaltungen wie Biathlon-Wettkämpfe, Kreisjugendskitage oder Skirennen betreut.
Seit 1988 beteiligen wir uns im Wechsel mit anderen Ortsgruppen am Wochenende am Sommerrettungsdienst auf dem Feldberg. Hierfür stellte uns die Landesleitung der Bergwacht Schwarzwald e.V. die ersten Jahre ein Einsatzfahrzeug zur Verfügung, wodurch unsere Arbeit erheblich erleichtert wurde.
Ebenfalls seit 1988 beteiligen wir uns an den Rettungsübungen an der Schauinslandbahn und in den folgenden Jahren auch an weiteren Sesselbahnen der Umgebung.
So leisten die Muggenbrunner Bergwachthelferinnen und -helfer jedes Jahr über 1.000 Stunden freiwilligen Dienst für den Rettungsdienst im unwegsamen Gelände.
Mit der Verbesserung der Skiausrüstung nahm zwar die Zahl der verletzten Skifahrer ab, aber dafür werden die Verletzungen der Skifahrer immer schwerer. Das erfordert von den Bergwachtkameradinnen und -kameraden eine entsprechend umfangreiche und intensive Ausbildung. Deshalb werden jedes Jahr zwischen 30 und 40 Ausbildungsstunden abgehalten.

Probleme gab es auch immer wieder bei der Unterbringung von Rettungsgerät und Mannschaft. So stand uns viele Jahre nur ein ca. 5 m2 großer fensterloser Raum zur Verfügung. Die Platzverhältnisse waren dort so eng, dass das Umbetten der Verletzten vom Akja auf die Trage des Krankenwagens meistens im Freien geschehen musste. Nach zwei Umzügen steht uns jetzt im Haus des Gastes ein größerer Raum zur Verfügung, aber auch hier wird es langsam aber sicher wieder zu eng.
Schwierigkeiten hatten wir auch in den Anfangsjahren des Wasenskiliftes: wurde dort ein Krankenwagen für den Transport eines Verletzten in das Krankenhaus benötigt, so musste ein Kamerad zu Fuß ca. 700 m weit zum Haus Kiefer gehen, um von da zu telefonieren. Nachdem wir im Winter 1978/79 unsere ersten Funkgeräte in Betrieb nehmen konnten, wurde dieses Problem nach 15 Jahren gelöst.

Über die Baumaßnahmen der letzten Jahre informieren wir Sie hier...

Und hier erhalten Sie Informationen zu unseren beiden großen Jubiläen in den Jahren 1993 und 2003...

 

Mit dem folgenden Abschnitt wollen wir an verschiedene Aktivitäten der Ortsgruppe Muggenbrunn erinnern:  

1978 wurde das 25 - jährige Jubiläum mit einem tollen dreitägigen Fest im Festzelt beim Campingplatz gefeiert. Als Dank an die Mitglieder für die bei diesem Jubiläumsfest geleistete Arbeit, unternahmen wir 1979 einen wunderschönen zweitägigen Ausflug, der uns über Bingen am Rhein, Koblenz, durch das Moseltal nach Schweich b. Trier führte.

Seit 1980 werden im Wechsel mit den anderen Muggenbrunner Vereinen im Sommer Grillabende für die Gäste durchgeführt.

1983 feierten wir mit einem Jubiläumsabend in der Turnhalle das 30 - jährige Jubiläum. 1984 wurde ein zweitägiger Ausflug durch die Schweiz, den Bregenzer Wald nach Lech am Arlberg unternommen.

Ebenso unvergessen sind die Wanderungen im Donautal, am Säntis, in der Wutachschlucht, sowie weitere Wanderungen in der Schweiz.

Seit 1971 nehmen Kameraden der Bergwacht Muggenbrunn an der Luftretterausbildung der Bergwacht Schwarzwald teil.

Außerdem sind Kameraden von uns für den Katastrophenschutz freigestellt. Für die Skiwacht, die den Rettungsdienst im Winter unter der Woche in drei größten Skigebieten des Südschwarzwalds sicherstellt, sind seit nunmehr 22 Jahren jeden Winter 2 – 3 Kameraden (von 11 im Schwarzwald tätigen Skiwachtlern) aus unserer Ortsgruppe tätig. Dies ist für unsere Ortsgruppe eine nicht unerwähnenswerte Leistung.

Enthursten Für den Naturschutz wurden seit 1989 mehrere Enthurstungsaktionen im Trubelsbachtal durchgeführt. Hierdurch soll verhindert werden, dass ein idyllisches Tal mit vielen geschützten Pflanzen vom Wald vereinnahmt wird. Außerdem führt unser Naturschutzobmann Emil Kunz seit 1989 jeden Sommer für die Kurgäste mehrere Biotop-Wanderungen durch.
Seit 1992 werden von unseren Kameraden/innen im Sommer auch wieder Naturschutzstreifen durchgeführt. 1995 wurden das Langenbachtal und das Trubelsbachtal als Naturschutzgebiete ausgewiesen.
In den letzten Jahren wurden im Ortsbereich am Franzosenberg mehrere Enthurstungsaktionen durchgeführt.