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Bericht des fünften Landesjugendzeltlagers
der Bergwacht Schwarzwald in Menzenschwand
(AG) Vom 18.07. bis 20.07.2008 fand im Menzenschwander Tal das fünfte
Landesjugendzeltlager der Bergwacht Schwarzwald statt. Elf Ortsgruppen fanden den Weg an den Fuß
des Feldbergs, um an diesem Ereignis teilzunehmen. So entstand im Lauf des Freitag Nachmittag auf
dem Sportplatz bei der Menzenburg die in der Geschichte der Jugendbergwacht bisher größte
Zeltstadt. Am frühen Abend waren alle Achertaler, Altglashüttener, Freiburger, Furtwangener,
Menzenschwander, Münstertaler, Offenburger, Schönauer, Todtnauer, Todtnauberger und Waldkircher
eingetroffen, eingerichtet und hatten das Revier in Besitz genommen. Der erste Programmpunkt konnte
beginnen: Abendessen! Die logistische Herausforderung, hundert hungrige Münder mit
Putengeschnetzeltem, Spätzle und Mischgemüse („Für mich bitte kein Gemüse…“) zu stopfen, wurde vom
Küchenteam mit Bravour und zur Zufriedenheit aller gemeistert. Nach einer angemessenen
Verdauungspause, die von Fußballspielen bis Faulenzen jeweils individuell gestaltet wurde, startete
der lange Marsch zu den Wasserfällen. Der Lindwurm, der sich zum Schluß durch das halbe Tal zog,
wurde mit beleuchteten Katarakten belohnt, die sogar einigen Todtnaubergern ein anerkennendes
Nicken abnötigten. Der Heimweg führte auf kürzestem Weg durchs Dorf in die Schlafsäcke (so schnell
war noch nie Ruhe im Lager). Dass die am Nachmittag gehisste Bergwachtfahne (schon traditionell)
wieder fehlte, wurde nur noch am Rand zur Kenntnis genommen.
Der Samstag sollte der anstrengendste Teil des Wochenendes werden. Nach ausgiebigem Frühstück
begann die Suche nach dem „Neh-Cuk“. Aus einem riesigen Schuhhaufen wurden acht Gruppen bunt
zusammengewürfelt, die auf unterschiedlichen Routen verschiedene Aufgaben lösen und die im Tal
verteilten 300 Wäscheklammern ins Lager zurückbringen mussten. In teilweise schwierigstem Gelände,
durch dichtes Unterholz und entlang reißender Bäche und Flüsse kämpften sie sich voran. Erschwert
wurde das Vorwärtskommen durch unvollständiges und schwer zu lesendes Kartenmaterial, so dass sich
das eingeplante Zeitfenster als deutlich zu klein erwies. Am frühen Nachmittag wurde die Aktion
abgebrochen. Nachdem alle Teilnehmer wieder glücklich, unverletzt und vor allem vollständig im
Lager angekommen waren hielten sich die erleichterten Organisatoren nicht mehr lange mit
Klammerzählen auf, werteten die Gemeinschaftsaufgabe als gelöst und gaben den Sturm auf das
reichhaltige Kuchenbuffet frei (dass „Neh-Cuk“ rückwärts gelesen „Kuchen“ heißt, hatte sich
zwischenzeitlich auch herumgesprochen). Der Appetit beim anschließenden Grillen hielt sich
dann auch in Grenzen. Der Abend klang aus mit Zeltdisco und Lagerfeuer.
Am Sonntag ging es dann um den Wanderpokal, der die Zeltlager von Anfang an begleitet. Die
gleichen Gruppen, die am Vortag an einem gemeinsamen Ziel gearbeitet hatten, traten nun bei den
Highlandgames gegeneinander an. An acht Stationen warteten die verschiedensten Aufgaben auf die
Teilnehmer: beim Hufeisenwerfen war Treffsicherheit gefragt, beim Baumstammwerfen und Steinstoßen
kam es auf Kraft und Technik an, der Holzturmbau forderte Kreativität und eine ruhige Hand,
die Wasserstafette mit der Gebirgstrage verlangte Teamarbeit, der Eierlauf wurde durch den böigen
Wind erschwert, beim Teamskilauf zeigte sich die Koordinationsfähigkeit und der Baumstammtransport
führte zu den unterschiedlichsten Lösungsansätzen. Nach einem halben Tag Einsatz bis zum letzten
Schweißtropfen und bangem Warten auf die Auswertung stand der Sieger fest: Gruppe 4, bestehend aus
Wichteln aus Altglashütten, Freiburg, Menzenschwand, Schönau und Waldkirch durfte den Pokal mit
nach Hause nehmen. Bis zum nächsten Zeltlager kann er jetzt durch den Schwarzwald wandern.
Die Zelte waren bereits nach dem Frühstück abgebaut worden, so dass der Regenschauer zum
Abschluß lediglich dazu führte, dass sich alle ins neue Mannschaftszelt flüchteten. Nachdem sich
die Schleusen des Himmels wieder geschlossen hatten (der Rest des Lagerwochenendes war trocken
gewesen) ging es ans Abschiednehmen. Schnell verstreuten sich die Teilnehmer in alle Winde und im
Tal kehrte wieder die altgewohnte Ruhe ein.
Ein herzliches Dankeschön an alle, die zum Gelingen des Lagers beigetragen haben und bis zum
nächsten Jahr in Todtnauberg.
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