Aktuelles / Neuigkeiten Archiv 2012

Besuch beim DRF Rettungshubschrauber Christoph 43
13.12.2012

Probesitzen im Rettungshubschrauber

Die heutige Unterrichtseinheit fand im Hangar des in Karlsruhe stationierten DRF Rettungshubschraubers "Christoph 43" statt.

Wir wurden klasse von den Mitarbeitern des DRF und der Vincentiusklinik empfangen. Anwesend waren der Leitende Notarzt Thomas Müller und unsere Bergwachtnotärztin Dr. med. Carina Ernst, die derzeit auch Dienst auf Christoph 43 leistet.
Auch der anwesende Rettungsassistent der uns als ausgebildeter HEMS (Helicopter Emergency Medical Service) Crew Member nicht nur die medizinische Ausstattung sondern auch die vorhandene Technik erklärte nahm sich richtig viel Zeit für unsere Fragen. 


Christoph 43       DANKE - die Ausbilder Alex Dobler & Alex Gastann.

      

  

Neuer Ofen in der Hornisgrindehütte
26.11.2012

Ein Schmuckstück wird mit einem weiteren Edelstein besetzt

Samstagabend Ende Oktober in der lauschigen Bergwachthütte auf der Hornisgrinde. Den Tag über hört man das Kreischen der Motorsägen und die Spaltgeräusche von Axt und Beil. Anwärter, Bergretter und Förderer der Ortsgruppe fällen vom Forst zugewiesene Bäume und verarbeiten diese zu handlichen Holzstücken für Brennholz. Nun sitzen sie rechtschaffen erschöpft um den großen Tisch im zentralen Aufenthaltsraum und genießen die Wärme des Feuers im Kachelofen. Der bullernde Ofen mit Sichtscheibe ist heute das erste Mal in Betrieb, erlebt sozusagen seine Feuertaufe.

„Die Karl-Speck-Hütte brauchte aus bautechnischen Gründen einen neuen Kachelofen“ erklärt Hüttenwart Rolf Hofmann, der gleichzeitig Kassierer der Ortsgruppe ist. Doch so ein Ofen ist weit teurer, als der Verein aus seinem beschränkten Budget finanzieren kann. „Uns drohte entweder eine Hüttenschließung wegen Gesundheitsgefährdung oder ein großes Loch in der schlecht bestückten Kasse“ , erinnert sich Rolf Hofmann. „Wir mussten Menschen finden, die ein Herz für unsere 1940 erbaute Hütte haben und bereit sind, für einen neuen Ofen ihre Geldkasse zu öffnen.“

Mit viel Engagement wird die Suche nach Unterstützern betrieben. Spender sind unerwartet schnell und großzügig zur Stelle. Mit dem Ofenbaubetrieb Himpelmann aus Eggenstein-Leopoldshafen ist man rasch einig. Der alte Ofen wird abgerissen, Rolf Hofmann transportiert mit eifrigen Helfern den Schutt schubkarrenweise zur Fahrstraße, so dass die Arbeiten zügig beginnen können. Die Fachleute setzen den neuen Kachelofen. Die wertvolle alte Metalltür des alten Ofens mit dem Bild eines Auerhahns bekommt einen Ehrenplatz neben der neuen Installation, durch deren Sichtfenster das Feuer heimelig lodert.

Aufbau Hornisgrinde002 Aufbau Hornisgrinde026   


 

 


      

  Aufbau Hornisgrinde052

                     

Wir bedanken uns auf das Herzlichste bei den großzügigen Spendern:

Gewinnsparverein Südwest (Volksbank Karlsruhe)

BB Bank Karlsruhe

  

   

   
Großübung am Turmberg in Karlsruhe 05.11.2012

Katastrophenübung am Turmberg in Karlsruhe

Angenommenener Wirbelsturm richtet schwere Schäden an

   In den vergangenen 20 Jahren gab es vermehrt schwere Winterstürme, die auch Baden-Württemberg trafen: Daria, Vivian und Wibke (1990), Lothar (1999), Kyrill (2007) und Xynthia (2010). Ebenfalls gestiegen sind Häufigkeit und Intensität von Hagelstürmen.

„Szenarien können schnell Realität werden“ so Markus Stahl vom THW.

   Um auf Unwetterschäden vorbereitet zu sein, werden die Einsatzkräfte – darunter THW, Feuerwehr, verschiedene Rettungsdienste und auch die Bergwacht Ortsgruppe Karlsruhe – zu einer Großübung gerufen. Bis zum Alarm am Morgen des 3. November laufen die Vorbereitungen im Geheimen. Die alarmierten Hilfskräfte wissen nicht, was sie erwartet. Sie werden zu Bereitstellungsräumen beordert, um dort bis zum eventuellen Einsatz zu warten. Andere müssen einen Unglücksort sofort anfahren, in der Ungewissheit, was genau vorliegt.

An rund zehn Stationen entlang der Jean-Ritzert-Straße am Durlacher Turmberg gilt es, Unfallopfer mit Spezial-Rettungsgerät zu befreien, Brände zu bekämpfen und Verletzte medizinisch zu betreuen.

IMG_3860 THW Übung

               

   Die Bergwachthelfer werden zu schwerverletzten Opfern gerufen, die in einem steilen Waldgelände liegen. Ziel der Übung ist unter anderem, die verschiedenen Organisationen zu vernetzen und eine Zusammenarbeit anzustreben. Dementsprechend nutzen die Bergwachthelfer ein Feuerwehrfahrzeug als Verankerungspunkt von Gebirgstrage und Flaschenzug. Der Rettungsdienst mit Notarzt wird über Funk und eingerichtete Leitstelle angefordert. Die Besatzung des Feuerwehrfahrzeugs hilft mit, die Patienten den Steilhang hinaufzuziehen, die in der Gebirgstrage auf einer festen Vakuummatratze liegen.

 

IMG_3866 THW Übung

   Dass in der Praxis oft große zusätzliche Herausforderungen durch Nässe und Erdreich entstehen, wird dem Beobachter schnell bewusst, wenn er nach oben in den Regenhimmel oder nach unten in den steilen, aufgewühlten Matsch-Laubhang blickt, wo die Verletzten liegen. Die Arbeiten erfordern einen hohen körperlichen Einsatz und vom Bergwacht-Einsatzleiter viel Koordination im Einsatzablauf.

„Gerade bei größeren Schadenslagen stehen die Hilfsorganisationen vor der Herausforderung, mit begrenzten Ressourcen Einsätze bewältigen zu müssen“, sagt Dr. Markus Pulm von der Karlsruher Feuerwehr. „Hier ist es notwendig, sich in kurzer Zeit einen schnellen Überblick über die Schadenslage zu verschaffen.“

Der Schutz der Bevölkerung in Deutschland basiert zum großen Teil auf ehrenamtlichem Engagement und stellt damit weltweit ein einzigartiges und funktionierendes Beispiel für ein aktives Bürger-Staat-Verhältnis dar. Interessierte haben unter www.helfenkannjeder.de dieMöglichkeit, mit wenigen Mausklicks eine zu ihren Wünschen und Präferenzen passende Mitmachmöglichkeit zu finden.

 
Sommer-Bergfahrt ins Ötztal 17.09.2012
 

Bergfahrt vom 14. bis 16. September

Früh morgens machen wir acht Bergwachtler uns auf den Weg ins hintere Ötztal, das Ziel ist die Langtalereckhütte. Die Hütte der DAV-Sektion Karlsruhe liegt günstig für unsere geplanten Unternehmungen und wird von der Familie Gufler hervorragend bewirtschaftet. Die Wetterprognosen sind nicht zu übertreffen, was will das Bergsteigerherz mehr?

IMG_2532 - Internet

                

Die Gruppe erreicht gemütlich mittags die Hütte, so dass die Zeit noch für einen Erkundungsspaziergang vor dem Abendessen reicht. Die Marathoni unter uns schlagen den langen Weg am Ramolhaus vorbei zur Hütte ein – dort wartet zum Glück schon das warmgehaltene Essen und kühles Weißbier zum Auffüllen der Energiereserven.

Am nächsten Tag – bei Kaiserwetter – steht der hervorragend ausgebaute Klettersteig auf dem Plan. Für einige bedeutet das die erste Begegnung mit unerwarteten Tiefblicken und Ausgesetztheit. Für andere ist es die erste Klettersteigbegehung mit dem Vergnügen, über Stahlanker am Fels zu gehen und zu klettern, dabei immer am Stahlseil super gesichert. Wir lassen es sehr entspannt angehen, da die Bergerfahrung der Einzelnen doch sehr unterschiedlich ist. Außerdem wollen wir an jedem Notausstieg, der stets einen schönen Rastplatz mit toller Aussicht darstellt, ausgiebig Pause machen. Nach dem kompletten Durchstieg des Klettersteigs werden wir von einigen überraschten Gemsen erwartet und die Bergsteigerseele ist komplett zufrieden. Zum Abschluss wandern wir zur Hochwildehütte. Die in der Sonne liegende Terrasse lädt zu einem Kaiserschmarren (sehr empfehlenswert) ein. Die Aussicht auf die umliegenden Berge und Gletscher motiviert schon wieder, über neue Ziele zu spekulieren.

IMG_2545 - Internet IMG_2553 - Internet

         

    Am Sonntag vor der Heimfahrt besteigen wir von der   Schönwieshütte aus noch den Hangerer. Nach dem Frühstück machen wir uns auf den Weg und verabschieden uns von der Karlsruher DAV-Hütte. Die Sonne zeigt sich wieder von ihrer besten Seite. In der Schönwieshütte dürfen wir die Rucksäcke deponieren, so steht dem Hangerer (3.020 m) nichts mehr im Weg. Auf dem gut markierten Steig geht es ständig bergauf, dem Gipfel entgegen. Oben hat sich erstmal Matthias einen Glückwunsch für den ersten 3000er verdient. Alle genießen zur Belohnung für den Aufstieg eine gigantische Aussicht auf die Nachbarberge Ramolkogel und Schalfkogel mit ihren Gletschern. Aber auch in die andere Richtung bietet sich ein wundervoller Blick ins Tal nach Obergurgl.

Bedauernd verlassen wir diese berauschend schöne Berglandschaft bei fantastischem Wetter, um uns auf die Heimfahrt zu begeben - aber nicht ohne Pläne für zukünftige Unternehmungen im Gepäck.

  

Sommerprüfung 08.07.2012

Die Ortsgruppe Karlsruhe gratuliert ganz herzlich allen Prüflingen und im Besonderen unseren Anwärtern Simone und Jochen zur bestandenen Sommerprüfung 2012 in Todtnauberg. Vielen Dank und Respekt vor der hervorragend geleisteten Arbeit an unsere Ausbilder.

Hier sind Links zu Pressereaktionen :

Badische Zeitung

Retter.tv

 
Bericht des Ausbildungswochenendes der Bergwacht-Anwärter der Ortsgruppe Karlsruhe vom 20.04. – 21.04.12 18.05.2012

anwaerterausb_bild1

          

Matthias Ries hat einen Bericht über das Ausbildungswochenende der Anwärter unserer Orstgruppe geschrieben.