Aktuelles / Neuigkeiten  Archiv 2011

Hornisgrindepflegetag 29.10.2011
Acher und Bühler Bote vom 31.10.2011     Viele Freiwillige beim Naturpflegetag   
Engagement für Erhalt der Hornisgrinde-Landschaft  

Seebach/Achern (gat). Herrliches Herbstwetter mit angenehmen Temperaturen belohnte die freiwilligen Helferinnen und Helfer beim Naturpflegetag am Samstag auf dem Plateau der Hornisgrinde. Der Schwarzwaldverein, Bezirk Hornis-grinde, die Bergwacht Achertal, die Gemeinde Seebach sowie das Naturschutzzentrum am Ruhestein hatten einge-laden, wieder etwas für die einzigartige Hochmoorlandschaft auf dem Grinderücken zu tun.
     Neben dem Schwarzwaldverein, der Bergwachtjugend und der Gemeinde Seebach waren die Werkrealschule aus Kappelrodeck/Ottenhöfen mit Erich Ketterer und die Deutsche Waldjugend vertreten. Selbst aus Karlsruhe waren mit der Bergwacht Karlsruhe und mit dem Akademischen Skiclub Karlsruhe Helfer angereist, um den Fichten am Rande des Hochmoors zu Leibe zu rücken und Biotoppflege, verschiedene Wegearbeiten und Müllbeseitigung zu leisten. Rund 40 Helferinnen und Helfer schritten, ausgerüstet mit Motor- und Handsägen, mit Scheren, Hacken und Schaufeln zur Tat,
auch Seebachs Bürgermeister Reinhard Schmälzle war mit dabei.
     Revierförster Günter Weißinger teilte wie auch in den vergangenen Jahren am Morgen die freiwilligen Helferinnen und Helfer ein und dann kreischten die Motorsägen los, schnappten die Baumscheren zu und es packten die fleißigen Hände überall an, wo der Einsatz gefordert war. Eine Gruppe machte sich daran, Kiefern und anderes Gewächs, dass auf den Bohlenweg ragte, zurückzuschneiden, andere Gruppen sägten am Rand des Hochmoores und auf anderen Flächen Fichten und anderes Gewächs weg und eine weitere Gruppe legte Wasserabflüsse frei und anderes mehr.
     Von 9 Uhr am Morgen bis Mittag gegen 13 Uhr dauerten die Aktionen der freiwilligen Helfer, mit einem gemeinsamen Mittagessen am Fuß des Hornisgrindeturms klang der Naturpflegetag aus. Sowohl Förster Günter Weißinger als auch
Charly Ebel vom Naturschutzzentrum dankten den Freiwilligen für ihren Einsatz und zeigten sich mit dem, was über die alljährlichen Naturpflegetage seit der Freigabe des Hornisgrinderückens nach 1990 erreicht wurde, sehr zufrieden.
     Die großen Aktionen zur Beseitigung von Müll und der Überreste aus der militärischen Besatzung auf der Hornis-grinde sind getätigt und die weiteren Naturpflegetage dienen seitdem der Erhaltung der einzigartigen Naturlandschaft auf dem Hornisgrinderücken
 

Übung-Nord in Pforzheim 22.10.2011

Die Ortsgruppe Pforzheim war in diesem Jahr Veranstalter der Rettungsübung-Nord.

An diesem Nachmittag sind Bergretter aus Karlsruhe, Baden-Baden, Achertal, Offenburg und Obertal in Pforzheim  angerückt, um an der jährlich stattfindenden Übung teilzunehmen. Die einzelnen Gruppen kommen an diesem sonnigen Samstagnachmittag nicht zur Ruhe. Ein junger Mountainbike-Fahrer liegt in der Nähe der Neuenbürger Ruine Waldenburg im Wald. Unweit davon entfernt hängt ein Gleitschirmflieger in einer Höhe von etwa drei Metern im Baumn. Dann haben sich zwei Waldarbeiter auf einem sehr steilen Hang verletzt und außerdem hängt ein Arbeiter hilflos in seinen Gurten an einem Silo. Die Ortsgruppe Karlsruhe bekam die Aufgabe eine Seilbahn zu bauen, um den Arbeiter vom Silo auf den sicheren Boden zu bringen.

Als Zuschauer waren unter anderem auch die Presse, inklusive ein Fernsehteam vom SWR eingeladen.
 

Pflegemaßnahme in einem Steinbruch 21.10.2011

Die Ortsgruppe Karlsruhe legte am 21. und 22. Oktober eine Felswand im Karlsruher Stadtteil Durlach frei. Untenstehender Artikel erschien in den Badischen Neuesten Nachrichten.

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Interessante Informationen zum Steinbruch auch unter:  

www.peter-hartleb.de/Exkursionen/Karlsruhe/Turmberg/Alte_Steinbrueche.html

 
Fortbildung Notfallmedizin 16.10.2011

Die Ortsgruppe Sulzburg richtete am Sonntag, den 16. Oktober eine Fortbildung im Bereich Notfallmedizin aus.

Wir Karlsruher waren zu viert vor Ort und erlebten einen hochinteressanten und perfekt gestalteten Tag. Die chirurgischen Notfälle dienten sowohl als theoretische, als auch als praktisch zu lösende Aufgaben. Es wurde am Vormittag das Vorgehen nach der Notfallampel bis ins Detail erläutert und geübt, am Nachmittag folgten im Gelände die praktischen Fallbeispiele.  

Vielen Dank an das Organisations- und Lehrteam. Die Karlsruher werden auf jeden Fall im nächsten Jahr wieder dabei sein.

 
Pflegemaßnahme Efeuwand 15.10.2011

Eine Efeuwand in der Südstadt benötigte, wie jedes Jahr wieder, einen Rückschnitt. Damit das Dach des Hinterhofgebäudes keinen Schaden erleidet, werden in 15 Meter Höhe, die jungen Triebe von einer Balustrade aus an der Dachkante gestutzt.    

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GPS - Lehrgang 10.10.2011

Am Samstag den 8.Oktober trafen sich Bergwachtler aus dem Süd- und Nordschwarzwald in Obertal bei Baiersbronn zur GPS-Schulung. Vormittags führte Michael Reinhard in die Theorie der Sateliten-Navigation ein, so dass am Nachmittag, nach dem Mittagessen in der Hochkopfstube, die Schnitzeljagd im Wald fortgesetzt werden konnte. Rund um die Rettungsstation Unterstmatt peilten Zweier-Teams mit ihren GPS-Geräten, den zuvor mitgeteilten geografischen Koordinaten entgegen. Dort angelangt gab es, wie beim Geocaching, neue Aufgaben. 

Vielen Dank an Michael für den tollen Lehrgang.

 
Spende der BBBank eG 08.10.2011

Die Bergwacht Ortsgruppe Karlsruhe bedankt sich recht herzlich bei den Mitarbeitern der BBBank. Durch ihre großzügige Spende, die am 6. Oktober im Rahmen der Hauptversammlung vom Betriebsrat Matthias Fischer an den Vorsitzenden der Ortsgruppe Dietmar Gräbe überreicht wurde, kann die umfassende Modernisierung weitergeführt werden. 

                               

Seniorennachmittag der Ortsgruppe 19.09.2011

Der Seniorennachmittag fand am Samstag den 17. September auf der Staion Unterstmatt wieder unter reger Beteiligung statt. Eingeladen sind alle Mitglieder ab dem 65 Lebensjahr mit ihren Angehörigen. Vielen Dank an die Helfer. 

 
Onlineportal Helfen-kann-jeder gestartet 15.09.2011

Die Bergwacht Ortsgruppe Karlsruhe ist mit an Bord beim neuen Onlineportal Helfen-kann-jeder.


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11.09.11                Von: David Domjahn 

Innenminister Reinhold Gall wird den Startschuss der vom Land Baden-Württemberg geförderten Plattform HelfenKannJeder.de zur Gewinnung ehrenamtlicher Mitmacher aller Altersklassen in einer der für die Gefahrenabwehr tätigen Hilfsorganisationen am 15.09.2011 im Rahmen der Eröffnung der Messe Florian in Karlsruhe geben.

Mit dem Wegfall der Wehrpflicht wird auch der Wehrersatzdienst Geschichte sein, den junge Männer beim Rettungsdienst, der Feuerwehr und dem THW mit einer Verpflichtungszeit von zuletzt vier Jahren ableisten konnten. Die Aussetzung der Wehrpflicht wird daher nicht nur die Bundeswehr in ihrer Struktur und gesellschaftlichen Stellung verändern - auch humanitäre Hilfsorganisationen, in welchen sich deutschlandweit noch rund 1,8 Mio. Menschen engagieren und in denen Wehrersatzdienstleistende zum maßgeblichen Teil der Personaldecke beitragen, müssen sich auf die geänderte Situation einstellen. So auch die Karlsruher Hilfsorganisationen, welche sich der Herausforderung stellen müssen, im Beruf stehende Menschen im Umfeld einer schnelllebigen Gesellschaft, die immer mehr Flexibilität und Mobilität erfordert, zu begeistern, sich langfristig an eine Hilfsorganisation zu binden und ihr wertvolles Gut "Freizeit" für die Hilfe am Nächsten zu opfern.

Aus diesem Grund hat sich, initiiert durch das THW Karlsruhe und den Stadtfeuerwehrverband Karlsruhe, im Dezember 2010 eine Projektgruppe aus haupt- und ehrenamtlichen Mitgliedern von Feuerwehr, THW und Rettungsdiensten zusammengefunden, um innovative Wege zur gemeinsamen nachhaltigen Personalgewinnung gleichsam für die Jugendgruppen und den Aktivendienst der in der Gefahrenabwehr tätigen Hilfsorganisationen zu beschreiten.

„Baden-Württemberg ist stolz darauf, dass über 41 Prozent der Bürgerinnen und Bürger im Land sich für die Gemeinschaft einbringen. Menschen, die mehr tun als ihre Pflicht, die gerne Verantwortung übernehmen und sich für andere einsetzen, sind die Basis für eine harmonische Gesellschaft und ein lebendiges Zeichen unserer Demokratie. In einer Zeit, in der Unverbindlichkeit und eigenes Fortkommen für viele im Vordergrund stehen und das Helfen allzu gerne anderen überlassen wird, gewinnen die professionellen und die ehrenamtlich engagierten Helfer immer mehr an Bedeutung“, so Reinhold Gall, der die Schirmherrschaft über die Plattform übernommen hat, in seinem Grußwort an das Projektteam.

Ein Ziel des gemeinsamen unter HelfenKannJeder.de erreichbaren Portals aller teilnehmenden Hilfsorganisationen ist es, ihr Tätigkeitsspektrum transparent darzustellen und hoffen, dass der umfangreiche Katalog an Mitmachmöglichkeiten in der Gefahrenabwehr - das Spektrum reicht von der Abwehr atomarer Gefahren bis zur Trinkwasseraufbereitung in Flüchtlingslagern - zum Mitmachen einlädt. Menschen aus Familien mit Migrationshintergrund sollen gezielt angesprochen werden. Menschen mit einem Handicap sollen eingeladen werden, sich an den durch die Plattform genannten „Paten“ der jeweiligen Hilfsorganisation vertrauensvoll zu wenden, um die Mitmachmöglichkeiten herauszufinden.

Das Portal wurde bisher in rund 1 500 Stunden ehrenamtlicher Tätigkeit erstellt und ist technisch für einen landesweiten Einsatz vorbereitet. Für die Weiterentwicklung der Plattform und deren Bewerbung ist das Projektteam jedoch auf Spenden angewiesen.

Mehr hierzu: www.helfenkannjeder.de   www.retter.tv/florian-2011/florian-videos vid,1276.html                                        www.rettungsdienst.de/nachrichten/onlineportal-helfen-kann-jeder-gestartet-25302

                              

Naturschutzexkursion mit dem Umweltamt Karlsruhe 18.07.2011

Am Samstag den 9. Juli organisierte unsere Ortsgruppe, zusammen mit dem Umweltamt Karlsruhe, eine Exkursion durch das Naturschutzgebiet Hornisgrinde, welches in unserem Dienstgebiet liegt.

Nach einführenden Worten über Geschichte, Geologie und Botanik des Naturschutzgebietes durch unseren Pflanzenexperten Roland Berthel, machten wir uns vom Hornisgrindegipfel zur kurzen Besichtigung der Karl-Speck-Hütte auf. Über das Hochmoor mit seiner typischen Moorvegetation, wie Bocksergras, Wollgras oder extra für uns noch blühendes Knabenkraut, ging es über den Holzbohlenweg zum Dreifürstenstein. Die vielfältigen Aspekte von Besucherlenkung und Naturschutz wurden beim Blick hinab ins Kar vom Biberkessel diskutiert. Über das Kieneck, ging es entlang des alten Grenzweges zwischen Baden und Württemberg, durch interessante Totholzgebilde bis zum Rotweinfelsen, der zur Rast einlud. Den Rückweg gestalteten wir kurz und zackig, da von Westen dunkle Wolken aufzogen. Zum Abschluss der erfolgreichen Wanderung kehrten wir in der Hochkopfstuben ein.

Vielen Dank an unseren Wanderführer Roland Berthel.

                               

Weitere Bergretter in der Ortsgruppe Karlsruhe 04.07.2011

Drei Anwärter der Ortsgruppe Karlsruhe stellten sich am 2./3. Juli dem Sommerteil der Dienstprüfung. Mit großem Erfolg lösten Alexander Dobler, Alexander Gastann und Carsten Späthe die ihnen gestellten Aufgaben. Herzlichen Glückwunsch den Dreien und Respekt vor den hervorragenden Leistungen, auch recht herzlichen Dank an die Ausbilder.    

 

(cs)    Der Sommerteil der Dienstprüfung erstreckte sich über drei Tage und wurde in Todtnauberg/ Südschwarzwald durchgeführt. Die Versorgung von Notfallpatienten und die Rettung aus absturzgefährdetem Gelände werden in Theorie und Praxis über mehrere Themenblöcke geprüft. Auch Kentnisse im Naturschutz sind für die Arbeit der Bergwachtfrauen und -männer von großer Bedeutung und werden in der Prüfung behandelt.

Der Prüfung ging eine intensive Ausbildung und die Begleitung bei praktischen Einsätzen voraus. Schulungen in der Ortsgruppe, praxisnahe Übungen und zentrale Lehrgänge bilden eine fundierte, professionelle Grundlage für das breite Themenfeld der Bergwacht. Dieses deckt weite Bereiche des alpinen Wissens, der notfallmedizinischen Kenntnisse, der Versorgung und Rettung von Verletzten abseits der Straße, sowie Pisten- und Loipenrettung, Naturschutz und der Umgang mit modernen, aber auch bewährten Orientierungsmitteln ab.

Mit dem bestehen der Dienstprüfung ergänzen die drei "Neuen" als aktive Einsatzkräfte die bestehende Dienstmannschaft, die sich gemeinsam mit dem Vorstand über die Verstärkung und die sehr guten Prüfungsleistunen freut.

Wenn Sie in Ihrer Freizeit Interesse an einer naturverbundenen, abwechslungsreichen Tätigkeit haben, gerne mit Menschen zusammenarbeiten und eventuell sogar alpine oder medizinische Vorkenntnisse besitzen, die allerdings keine Voraussetzung sind, informieren wir Sie gerne persönlich über Ihre Möglichkeiten in der Bergwacht aktiv zu werden.   

 
Kat-S Tag der Stadt Karlsruhe 30.05.2011

Nach drei Vorbesprechungen zum kommenden Kat-S Tag bei der Berufsfeuerwehr Karlsruhe, fand am Samstag, dem 21.5.2011, die Ausstellung auf dem Marktplatz Karlsruhe statt.

Die Anfahrt erfolgte gegen 8.30 Uhr, so dass wir genügend Zeit hatten, um unsere Ausstellung aufzubauen. Pünktlich um 10 Uhr wurde die Ausstellung offiziell eröffnet. Vertreten waren alle Organisationen, die dem Katastrophenschutz verpflichtet sind. Dies waren das THW, der MHD, das DRK, der ASB, die DLRG, die Berufsfeuerwehr, die Polizei, wie die Notfallseelsorge und wir, die Bergwachtortsgruppe Karlsruhe. Wir stellten unsere Gerätschaften und den neuen Bus vor. Gegen 11 Uhr fand die Übergabe von zwei 2m Funkgeräten statt, die wir von der BBBank gestiftet bekamen (siehe Bericht unten).

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Die Ausstellung ging bis 15 Uhr. Danach erfolgte der Abbau und die Heimfahrt. Dadurch, dass wir diesmal keine Abseilaktion durchführen konnten war der Andrang an unserem Stand nicht ganz so groß wie bei der ersten Veranstaltung. Dennoch war es für uns Gelegenheit, sich mal wieder öffentlich zeigen zu können.

Weitere Bilder vom Kat-S Tag

 
Spendenübergabe durch die BBBank eG 22.05.2011

Die Bergwacht Schwarzwald e.V. Ortsgruppe Karlsruhe konnte sich in diesem Jahr über eine Spende von zwei neuen 2m-Funkgeräten von der BBBank freuen. Anlässlich des „Tag des Katastrophenschutzes“ am 21.5.2011 (siehe oben) auf dem Karlsruher Markplatz wurden diese Geräte vom Vertreter der BBBank Herrn Andreas Berthel an den Vorsitzenden der Bergwacht Ortsgruppe Karlsruhe Dietmar Gräbe im Beisein des Bürgermeisters der Stadt Karlsruhe Herrn Klaus Stapf übergeben. Herr Gräbe dankte dem Vertreter der BBBank ganz herzlich für die finanzielle Unterstützung und Herrn Bürgermeister Klaus Stapf für die Belange der Bergwacht jederzeit ein offenes Ohr zu haben.

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Verwendet werden die Funkgeräte bei Übungen und Rettungseinsätzen für den organisationsinternen Funk. Die neuen Funkgeräte zeichnen sich durch eine wesentlich bessere Rauschfreiheit bei der Sprachübermittelung sowie auch eine deutlich besseren Akkulaufzeit aus.

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Bei der Leistungsschau am Tag des Katastrophenschutzes in Karlsruhe informierten neben der Bergwacht auch alle anderen Katastrophenschutz-Organisation wie zum Beispiel das Technischen Hilfswerk, das Deutschen Roten Kreuz und die Berufsfeuerwehr über ihr spezifisches Einsatzspektrum.

 
Fahrertraining bei der Verkehrswacht Karlsruhe 19.05.2011

Zu unserem Fahrertraining bei der Verkehrswacht Karlsruhe am Samstag den 14. Mai 2010 erschien in der Karlsruher Ausgabe der BNN am folgenden Montag nachstehender Artikel. An dieser Stelle nochmals recht herzlichen Dank an Rolf Milles für den hervorragend gestalteten Kurs.

Risikobegrenzung für die Retter

Die Bergwacht Karlsruhe schult ihre Fahrer für ein angemessenes Bremsverhalten    

(von Ute Eppinger)

Ein Notruf geht ein: Motorradunfall auf der Schwarzwaldhochstraße, Höhe Hundseck. Jetzt zählt jede Sekunde. Schnell in den Rettungswagen, Blaulicht und Sirene an, los geht’s. „Weder die Retter noch der Fahrer wissen, was sie am Unfallort erwartet. Die Fahrt mit Blaulicht und Sirene kommen hinzu, das lässt den Adrenalinspiegel in die Höhe schnellen“ erklärt Uwe Benitz von der Bergwacht Karlsruhe.

    Weil Rettungsfahrten alles andere sind, hat der Ortsverband Karlsruhe der Bergwacht jetzt an einem Verkehrs- und Unfalltraining teilgenommen. Trainer Rolf Milles von der Verkehrswacht Karlsruhe brieft die elf Teilnehmer zunächst mit Theorie, dann aber geht’s auf dem Verkehrsübungsplatz Knielingen zur Sache. Dort muss auf verschiedenen Unter-gründen gebremst , Slalom gefahren und gegengelenkt werden. „Richtiges Fahren“, doziert Milles, „setzt richtiges sitzen voraus“. Also: Stimmt die Nähe zum Lenkrad, sind Kopfstütze und Spiegel richtig eingestellt?

    „Kommt ein Notruf an, muss alles schnell gehen, aber unsere Fahrer dürfen weder sich selbst noch die Retter an Bord in Gefahr bringen“, erklärt Willi Glötzl, stellvertretender Vorsitzender der Bergwacht. Stationiert ist die Ortsgruppe in Unterstmatt. Ihr Dienstgebiet erstreckt sich entlang der Schwarzwald-hochstraße. Mit drei Kleinbussen nehmen die Bergwachtfahrer am Verkehrstraining teil. Knifflig in der Handhabung sei vor allem das Fahrverhalten des alten T3, erklärt Willi Glötzl. Von wegen ABS- über ein automatisches Blockiersystem der Bremsen verfügt der 18 Jahre alte Kleinbus nicht. Bei älteren Autos wie diesem empfehle sich ein Aufwärmen der Reifen und Bremse, so Milles.

  bnn_artikel_fahrertraining   Foto: jodo

Mit Kleinbussen nahmen die Fahrer der Bergwacht Karlsruhe am Training auf dem Verkehrsübungsplatz  bei Maxau teil. 

Bei der Bremsübung auf unterschiedlichen Bodenbelägen zeigt sich dann, was die physikalischen Gesetze mit dem Auto ohne ABS veranstalten. „Wir haben jetzt die Situation, dass die Räder rechts auf der sehr glatten Fahrbahn fahren und links ein recht guter Grip herrscht“, erklärt Milles. Was passiert nun bei Vollbremsung? „Ganz klar, der Bus dreht nach links, das Heck bricht aus“, kündigt Milles an. Eine echte Vollbremsung kostet Überwindung, weiß Milles. Und Willi Glötzl bestätigt: „ Aus der eigenen Angst heraus bremst man oft zu zaghaft“. Fahrer Benjamin Benitz, der den ABS-losen Bus mit Tempo 40 durch die regennasse Gasse steuert und voll bremst, demonstriert dann auch, wie das Fahrzeug erst ausbricht und dann wegrutscht.

„In der Realität knallt ihr dann gegen die Leitplanke, oder die verbreiteten Beton-Gleitwände“, erklärt Milles. Was also tun? Intervallbremse oder Stotterbremse. „Ganz klar, wenn die Räder blockieren, ist man lenkunfähig“, erklärt Milles. „Um so also die Blockade zu lösen muss ich von der Bremse runter und wieder drauf und wieder runter, am besten im Takt“, erklärt Milles.

 

Hier weitere Fotos vom Fahrtraining

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Betreuung des 1. Sulzbacher MTB Berg-Zeit-Fahren 19.05.2011

Am 02. Juni 2011 findet das 1. Sulzbacher MTB Berg-Zeit-Fahren des RC Sulzbach 09 e.V.. Die Bergwacht der Ortsgruppe Karlsruhe betreuut dieses als Sponsor.

Weitere Infos finden sich im Flyer.  

 
Anwärter auf der Winterprüfung 07.04.2011

Bericht von Alex Dobler:

Am 26. bis 27. Februar 2011 fand die Bergwacht Winterprüfung in Todtnauberg statt. Alex Gastann, Carsten, Saverio und ich nahmen an der Prüfung teil. Da die Prüfung am Samstag bereits um 07:30 Uhr beginnen sollte, reisten Alex und ich von Karlsruhe aus bereits am Freitag Abend an. In Todtnauberg wurde unsere Vorhut dann noch von Carsten verstärkt. Gemeinsam nutzen wir die letzten Stunden vor der Prüfung noch zum lernen und besprechen von einigen Dingen. So führten wir zum Beispiel noch eine Generalprobe im Umgang mit Karte und Kompass durch. Doch irgendwann mussten wir uns dann der Tatsache stellen, dass wir für die Prüfung wohl so gut vorbereitet waren wie es möglich war. Am Samstag früh sind dann Saverio und Jonas mit unserem Bus noch zu uns gestoßen. Nun waren wir für die Prüfung komplett, da wir den Auftrag hatten, wie die anderen Ortsgruppen auch, mit eigenem Akia, Notfallrucksack und Funkgeräten zur Prüfung zu erscheinen.

Die Prüfung wurde in der Grundschule von Todtnauberg durchgeführt. Der erste Punkt der Tagesordnung war dann das Vorlegen der Testathefte und der Impfpässe zur Kontrolle. Im Gegenzug erhielten wir Startnummern um es den Prüfern zu erleichtern unsere Antworten der richtigen Person zuzuordnen. Aufgrund der hohen Anzahl von über 30 Prüflingen wurden wir in drei Gruppen eingeteilt. Jeder Gruppe wurde ein eigener Rotationsplan zugeteilt. Auf dem Programm standen vormittags die Grundlagenfächer Organisation, Orientierung und Alpine Gefahren. Nach der Mittagspause waren dann Reanimation, Pistenrettung und Funk an der Reihe.

Für Carsten und mich war Orientierung als erstes dran. Der uns bekannte Fragenkatalog wurde dann der Reihe nach abgefragt, so dass jeder im ersten, mündlichen Teil 2 bis 3 Fragen zu beantworten hatte. Danach wurden Karten ausgeteilt und der Umgang mit Kompass, Planzeiger und Karte abgeprüft. Es galt die UTM Koordinaten von Punkten auf der Karte zu bestimmen, durch Rückwärtseinschneiden die eigene Position festzustellen und das Gelände im Planquadrat zu beschreiben. Hier gab es keine Überraschungen. Den Betreuern wurde gestattet im Klassenzimmer während der Prüfung anwesend zu sein, was Jonas zu einem kleinen Schläfchen in der Sonne genutzt hat. Da haben wir ihn wohl alle beneidet.

Für meine Gruppe ging es dann zu Alpine Gefahren. Aufgrund unser gemeinsamen Vorbereitungsabende, wo wir auch Antworten für dieses Fach formuliert haben, war auch dies kein großes Problem. Die Prüfer haben oft nachgehakt wenn ein Prüfling nicht das richtige Stichwort genannt hat. Mir fiel es dann teilweise schwer das vom Prüfer gewünschte Fachwort nicht einfach laut auszusprechen, wenn einem anderen Prüfling das Schlüsselwort gerade nicht einfallen wollte.

Vor der nächsten Runde gab es eine kleine Kaffepause, eine Chance die anderen Gruppen zu treffen und nachzufragen wie es bisher gelaufen ist. Aufgrund der ortsgruppenübergreifenden Ausbildungswochenenden im Vorfeld der Prüfung waren auch die Anwärter der anderen Ortsgruppen größtenteils bekannt, so dass die Pause nicht vor lauter Anspannung still abgewartet wurde, sondern ein reger Austausch auch zwischen den Anwärtern stattfand und die Möglichkeit bot, Fragen zu dem jeweils noch nicht abgelegten Fach zu stellen. An dieser Stelle möchte ich den Mehrwert von gemeinsamen Ausbildungswochenenden für alle Ortsgruppen hervorheben und kann nur hoffen, dass auch für die Sommerprüfung solche Wochenenden stattfinden, vielleicht auch auf unserer Wache, damit auch der Süden mal zu uns zu Besuch kommt.

Das letzte Fach des Vormittags war für meine Gruppe dann Organisation. Diese Prüfung war dann eher ein lockeres Gespräch zwischen dem Prüfer, unserem Landesvorsitzenden Kühnel, und uns. Es wurden zwar Fragen gestellt und das auch der Reihe nach, diese dienten jedoch eher als Leitfaden für das Gespräch. Unser Prüfer kommentierte und komplettierte jede Antwort von sich aus, so dass das Ganze eher den Charakter einer Informationsveranstaltung annahm, in der es darum ging, die Anwärter darüber zu informieren welche Leistungen sie für ihren Dienst im Gegenzug erhalten und dass es äußerst wichtig ist, die Einsatzprotokolle und Dienstberichte richtig auszufüllen. Diese beiden Formulare wurden uns dann auch vorgelegt, gemeinsam mit einem Text eines Einsatzes, der dann im Einsatzbericht eingetragen werden musste. Der Dienstbericht sollte dann den Prüfungstag in den Punkten Schneehöhe und Wetter beschreiben.

Endlich war dann Mittagspause. Außer essen, trinken und kurz ausruhen hieß es dann auch schon bald umziehen und fertig machen für die Pistenrettung. Für den Nachmittag wurden die Anwärter dann wieder in zwei Gruppen aufgeteilt. Die einen fuhren direkt an den Stubenwasenlift um dort die Pistenrettung durchzuführen. Anschließend stand dann die Lawinenübung auf dem Programm. Derweil wurde die andere Hälfte in Reanimation und Funk abgeprüft.

Die Reanimationsprüfung hat dann gezeigt wie unterschiedlich die Ortsgruppen die Reanimation trainiert haben. Das Vorgehen im diagnostischen Block sowie die Verteilung der Zuständigkeiten wies deutliche Unterschiede auf. Da die Reanimation immer mit einem Anwärter einer anderen Ortsgruppe zusammen durchgeführt wurde hieß es hier für mich kurzfristig umlernen um mich mit meinem Partner besser koordinieren zu können. Er hat mir dann offenbart, dass er bereits einmal durch die Reanimation durchgefallen sei, was mich zugegebenermaßen nervös gemacht hat. Die Prüfung selbst war dann aber recht harmlos. Die größte Schwierigkeit bestand im C-Griff am Ambubeutel. Die neuen Einwegmasken sind leider an den Phantomen nur schwer dicht zu kriegen, so dass bei mir nur zwei Drittel aller Beatmungen erfolgreich waren. Auch die Kabel des Defibrilators hatten einen Wackelkontakt, so dass die Prüfer die Sprechrolle „Schock empfolen“ übernehmen mussten. Trotz der kurzfristigen Änderung der Abläufe verlief die Prüfung dann aber zufriedenstellend.

Die Funkprüfung hat Alex, Carsten, Saverio und mich dann etwas überrascht. Wir wussten nicht, dass diese Prüfung separat abgelegt werden musste, sondern gingen davon aus, dies würde im Rahmen der Pistenrettung abgeprüft. Dementsprechend hatten wir auch die Theorie nicht speziell gelernt. Die schriftliche Prüfung im multiple choice Verfahren hat mich dann also doch recht kalt erwischt. Zum Glück konnte ich mich aufgrund meiner Erfahrungen im Rettungsdienst und dem Ausbildungswochenende mit Thomas Meon noch an ein paar Punkte erinnern. Diese Prüfung habe ich aber dennoch mit dem Gefühl verlassen, dass es knapp werden würde genügend Punkte für ein bestehen erreicht zu haben.

Mittlerweile dann doch etwas geschlaucht von den vorherigen Prüfungen hieß die letzte Hürde für mich Pistenrettung. Erneut mit einem Anwärter einer anderen Ortsgruppe eingeteilt, ohne Zeit den Ablauf vorher einmal durchzusprechen war ich auch hier recht nervös. Nachdem Check des Akias auf Vollständigkeit und dem Melden der Einsatzbereitschaft über Funk erhielten die einzelnen Gruppen dann ihre „Einsätze“. Simuliert wurde ein gestürzter Skifahrer mit Schmerzen im Kniegelenk. Die Positionen am Akia wurden ausgelost und ich sollte vorne fahren. Das Sichern des Akia geschah dann wieder auf für mich neue Art und Weise. Nach dem Sichern der Unfallstelle mit Skikreuz und der Erstuntersuchung des „Patienten“ sollte ein RTW mit der Diagnose Fraktur im rechten Kniegelenk zur Talstation des Lifts nachgefordert werden. Nach Anlegen der Beinschiene und dem Sicherstellen des Wärmeerhalts musste der Patient möglichst schonend in den Akia verladen werden. Der Abtransport zur Talstation war dann, im Vergleich zu Unterstmatt, deutlich länger. Auf dem flachen Abschnitt haben mein Partner und ich den Akia samt Patient angehoben, im unteren, steilen Teil dann mit seitlichem Abrutschen unseren Patienten zur Talstation gebracht. Nach einer simulierten Übergabe an den RTW war auch diese Prüfung beendet. Die anschließende Lawinenübung konnte in diesem Jahr nur theoretisch durchgeführt werden, da nicht ausreichend Schnee vorhanden war um eine Puppe zu vergraben. Dennoch war es lehrreich einmal eine Sondierung eines Lawinenfeldes durchgeführt zu haben. So sind nun zumindest die Abläufe und die Kommandos nicht mehr neu.

Nach einem gemeinsamen Abendessen wurden dann die Ergebnisse bekannt gegeben, jedoch mit etwas Verspätung, da dieses Jahr wohl einige Unregelmäßigkeiten im Prüfungsablauf aufgetreten sind und ein höherer Anteil der Anwärter, im Vergleich zu den Vorjahren, Teile der Prüfung nicht bestanden hat. Mit unserem durchschnittlichen Ergebnis belegten Alex Gastann, Saverio, Carsten und ich als Ortsgruppe den dritten Platz. Zum Abschluss möchte ich all denjenigen danken, die uns in unserer Vorbereitung unterstützt haben.

  
Bericht Bergfahrt Hohe Tauern 2010 28.02.2011

 Willi Glötzl hat einen Bericht zur Bergfahrt 2010 geschrieben.

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