Aktuelles / Neuigkeiten - Archiv 2010

Skiwacht wird fortgesetzt  29.11.2010

Zum Winterstart erschien in der BNN am 28. November 2010 folgender Artikel, in dem auch die Bergwacht-Ortsgruppe Karlsruhe erwähnt wird. Jonas Buchholz und Dietmar Gräbe sind zum aktuellen Rettungsdienstgeschehen befragt worden.

Ausgebildete Helfer der Bergwacht kümmern sich um verletzte Wintersportler

Von unserem Redaktionsmitglied Bernd Kamleitner

Seebach/Forbach/Gernsbach. Mit Liftbetrieb und gespurten Loipen an diesem Wochenende im Nordschwarzwald beginnt auch für die ehrenamtlichen Helfer der Bergwacht die Wintersaison. Speziell ausgebildete Helfer der Ortsgruppen stehen mit Motorschlitten und Akjas (Aluwannen) in den Wintersportregionen bereit, um verletzte Skifahrer, Langläufer, Rodler und Snowboarder zu bergen.

Vor allem bei Rodlern sieht Jonas Buchholz ein hohes Verletzungsrisiko. „Da fehlt oft die Einschätzung für die Geschwindigkeit“, sagt der Leiter der Bergrettung von der Ortsgruppe Karlsruhe, die an der Schwarzwaldhochstraße die Rettungswache Unterstmatt unterhält. So mancher Snowboarder muss dagegen mit einer Handgelenks- oder Ellbogenverletzungen von der Piste. Bei den Skiläufern ist das verdrehte Knie der Verletzungsklassiker. Aber: „Bei viel Schnee passiert weniger“ , weiß Buchholz.

An der Schwarzwaldhochstraße (B 500) und am Kaltenbronn zwischen Murg- und Enztal melden die Liftbetreiber zum Saisonstart mit Schneehöhen zwischen 30 und 50 Zentimetern sehr gute Bedingungen. Das gilt auch für Langläufer. Entsprechend groß könnte heute und morgen der Andrang der Wintersportler auch ausfallen. Unterdessen organisieren die Experten der Bergwacht bereits den Einsatz der so genannten Skiwacht. Neben dem ehrenamtlichen Einsatz der Helfer an den Wochen Wochenenden sollen in diesem Winter wieder zwei Kräfte der Bergwacht auch an Werktagen vor Ort sein. Finanziert wird dieser Einsatz über die Stiftung Sicherheit im Skisport.

Zunächst war geplant, die Skiwacht ab Weihnachten einzusetzen. Sollten die guten Wintersportbedingungen anhalten, wäre sogar ein vorgezogener Start der Skiwacht denkbar, betont Dietmar Gräbe, Vorsitzender der Karlsruher Bergwacht. Die Entscheidung stehe noch aus. Die Skiwacht besteht im Südschwarzwald seit über zwei Jahrzehnten. Eine entsprechende Stelle im Nordschwarzwald war nach der Premiere in den 70er Jahren nach schlechten Wintern nicht fortgesetzt worden. Seit dem vergangenen Jahr ist die Skiwacht aber auch im Nordschwarzwald wieder präsent.

 
Ortsgruppe besucht Rettungsleitstelle Mittelbaden  21.10.2010

Für den Ausbildungsabend am 21. Oktober hatte unser Funkwart Thomas Meon etwas ganz Spezielles organisiert. Wir fuhren nach Rastatt zur Integrierten Leitstelle Mittelbaden, wo wir vom Leitstellenleiter Meik Hauss begrüßt und durch die Leitstelle geführt wurden.

Die 15 Disponenten der Leitstelle koordinieren die Notfallrettung, den Krankentransport und die Feuerwehreinsätze im Landkreis Rastatt, in Baden-Baden und im nördlichen Ortenaukreis. Die hoch professionelle technische Ausstattung der Leitstelle zu sehen und erklärt zu bekommen war äußerst interessant. Nur so können die ca. 60.000 Rettungsdienst- und Krankentransport- Einsätze sowie ca. 1.700 Feuerwehr-Erstalarmierungen im Jahr sichergestellt werden.

Meik Hauss beantwortete viele auftauchende Fragen zur praktischen Funkabwicklung und Alarmierung im Dienstbetrieb.

Nochmals recht herzlichen Dank an Meik Hauss für seine interessante Führung durch die Räume der Rettungsleitstelle.

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Seniorennachmittag der OG Karlsruhe  24.10.2010

Am 11. September 2010 lud unsere Ortsgruppe wieder die Senioren zum traditionellen Seniorennachmittag ein. Hier sind alle Mitglieder über 65 Jahre, egal ob sie noch Dienst machen oder nicht, eingeladen. Ebenso die Angehörigen der Mitglieder.

14:00 Uhr war Treffpunkt auf der Rettungswache Unterstmatt. Viele kamen geströmt, denn jeder freut sich darauf, die „alten Gesichter“ wieder zu sehen. Dieses Jahr hatten wir Glück mit dem Wetter. Die Sonne strahlte vom Himmel, als hätte sie geahnt, welches Treffen sie hier mit begleiten durfte.

seniorennachmittag

Zunächst gab es auf der Terrasse recht viel zu erzählen. Danach ging es zum Kaffee und Kuchen über. Nach ausgiebigem Genuss von Kaffee und Kuchen musste erst mal wieder die Terrasse aufgesucht werden.

Wer Lust hatte konnte mit Dietmar zu Hornisgrinde hochfahren. Einige blieben in der Rettungswache. Eine Gruppe lief auf den Hochkopf. Nach herrlicher Rundsicht und einem etwas längeren Aufenthalt ging es dann wieder zurück zur Unterstmatt. Dort angekommen, ging es dann zum geselligen Teil über.

Am Abend gab es dann noch die gewohnten „Wiener“, ohne die der Seniorennachmittag nicht ausklingen darf. Zufrieden und mit dem Wunsch auf nächstes Jahr, wiederzukommen, klang der Abend aus und man ging zufrieden nach Hause.

 
Firma Basislager spendet GPS-Gerät 20.09.2010

Die Firma Basislager in der Waldstraße hat der Ortsgruppe für ihre Einsatzarbeit im Dienstgebiet ein GPS-Gerät der Marke Garmin GPSmap 60 CSx gespendet.

Das Gerät ist ein robuster GPS-Empfänger für den Outdoor-Einsatz mit empfangsstarkem Empfänger. Ein großes, hoch auflösendes, tageslichttaugliches Farb-Display, integrierter barometrischer Höhenmesser, integrierter elektronischer Kompass, eine Anschluss- möglichkeit für eine externe Antenne sowie eine Autoroutingfunktion mit akustischen Abbiegehinweisen sind für die Bergwacht äußerst nützliche Eigenschaften des gespendeten Geräts.

Mit diesem GPS-Gerät wird die Arbeit der Ortsgruppe bei kniffligen Rettungsaktionen im unwegsamen Gelände, womöglich noch bei schlechten Lichtverhältnissen, sehr erleichtert. Die genaue Position kann nun einfacher ermittelt werden und auch an weitere Rettungskräfte, Rettungshubschrauber oder Rettungsleitstelle weitergegeben werden. Sehr erleichtert wird auch das Auffinden von Verletzten, die zwar ein GPS-Gerät besitzen, aber ortsunkundig sind und nur die Koordinaten bekannt geben können.

Die Ortsgruppe Karlsruhe der Bergwacht dankt der Firma Basislager in der Waldstraße sehr herzlich für die Spende dieses wichtigen Gerätes für unsere ehrenamtliche Rettungsarbeit an der Schwarzwaldhochstraße.

 
FIDUCIA IT AG stattet Computerarbeitsplatz aus 22.08.2010

Die Firma FIDUCIA IT AG, ein IT-Spezialist mit Sitz in Karlsruhe, hat der Ortsgruppe Karlsruhe für den neu eingerichteten Dienstraum in der Rettungsstation Unterstmatt einen Laptop und einen Bildschirm gespendet. Dadurch konnte die gesamte Verwaltungsarbeit in der Rettungsstation der Ortsgruppe auf den neuen PC-Arbeitsplatz umgestellt werden.

Trotz des geringen Budgets unserer Ortsgruppe können die Aktiven die administrativen Tätigkeiten nun optimal bewerkstelligen und die ehrenamtliche Arbeit im Rettungs- und Naturschutzdienst begleiten und dokumentieren. Insbesondere die Textverarbeitung, die Tabellenkalkulationen und der E-Mail-Verkehr können nun wesentlich effizienter erledigt werden. Außerdem ist nun auch der Materialbestand immer überprüfbar und kann einfacher auf dem Laufenden gehalten werden.

Die Ortsgruppe Karlsruhe der Bergwacht Schwarzwald e.V. bedankt sich auf diesem Weg nochmals herzlichst bei der Firma Fiducia IT AG.

 
Arbeitseinsatz im Felsengebiet Battert 10.04.2010

Die Ortsgruppe Karlsruhe beteiligte sich am 10. April bei einem Arbeitseinsatz im Felsengebiet Battert. Der Termin fand auch bei der Presse Beachtung, siehe untenstehenden Artikel, der in der BNN erschien.

Dienstag, 13. April 2010 AUS DER REGION Ausgabe Nr. 84 – Seite 17

Kletterer schwitzen fürs Hobby

Am Battert galt es aufzuräumen / Stämme blockierten Routen Baden-Baden (gk). Zum Auftakt der Freiluftklettersaison hat der Arbeitskreis Battert wieder zu einem Arbeitseinsatz aufgerufen: Knapp 30 Helfer von Alpenverein und Bergwacht waren bei Aufräumarbeiten im Einsatz, In diesem Jahr kamen auch Motorsägen zum Einsatz: Zwei umgestürzte Baumstämme blockierten Kletterrouten in den Felsen. Hauptaufgabe des Arbeitskreises Battert ist es, die Zugangswege zur Wand instandzusetzen. Illegale Abkürzungen werden verbarrikadiert, denn die Rettungsaktionen in 2009 führten dazu, dass Wege gespurt wurden, die sich nicht etablieren sollen. Die Felsen nord-östlich von Baden-Baden bestehen aus Porphyr und sind bis zu 55 Meter hoch. Der Battert ist Naturschutzgebiet, die Wände sind nur mit sehr wenigen Bohrhaken zur Sicherung versehen. Das Miteinander von Kletterern und Naturschutz hat sich am Battert eingespielt. Am Battert ist die Situation klar geregelt: Der westliche Teil der Wand ab Kanzelweg ist gesperrt, weil sich dort wieder der Falke in der Badener Wand eingesiedelt hat. "Die Sperrung wird akzeptiert", so Holger Borst. "Wir haben keine Probleme mit dem Vogelschutz, freuen uns, wenn wir Falken oder Kolkraben beobachten können." 

Aufräumarbeiten des Arbeitskreis Battert

Ihre gut ausgebildete Armmuskulatur konnten die Kletterer vom Arbeitskreis Battert und ihre Mitstreiter beim Beseitigen umgestürzter Baumstämme beweisen.  
Bericht über das Anwärterwochenende vom 20. bis 21. März 2010 21.03.2010

Am 20. und 21. März fand auf der Unterstmatt ein Anwärterausbildungswochenende statt. Hier ein Bericht:

Im März stand wieder einmal ein Anwärterwochenende auf dem Programm. Für viele Anwärter war dies nicht der erste Besuch auf der Unterstmatt, für mich jedoch schon. Da die Schneelage noch einigermaßen gut war reisten Miriam, Saverjo und ich bereits am Freitagabend an um die Chance diese Saison noch einmal Ski zu fahren zu nutzen. Da auch eine Schneeparty eines lokalen Radiosenders stattfand erlebten wir zusammen mit der Skiwacht, Benni und Lars, einen angenehmen Abend mit Ski fahren, Bratwurst und, im Falle der nicht Diensthabenden, Bier. Auch beim DRK neben an war Betrieb. Unsern Nachbarn ist es zu verdanken, dass unsere Nachtruhe um 06:00 früh durch lautstarkes Singen ein Ende fand.

Am nächsten Morgen kamen dann noch die restlichen Anwärter sowie die Aktiven Mitglieder dazu. Nach einem gemeinsamen Frühstück begann für uns der Unterricht. Als erstes stand eine Unterweisung im BOS-Funk auf dem Plan. Wir lernten über die physikalischen Grundlagen, speziell wieso beim BOS-Funk nicht Frequenzen sondern Kanäle gewählt werden. Wir hörten über die Unterschiede von 4 Meter und 2 Meter Funk und welche Einstellungen in unserem Einsatzgebiet benutzt werden. Außerdem wurden wir detailliert über die Funkdisziplin informiert, wie Funkgespräche begonnen und beendet werden sowie über unsere Pflicht zur Geheimhaltung der Informationen die über Funk mitgeteilt werden. Das Mittagessen wurde gemeinsamen eingenommen. Dank Saverjo gab es eine Auswahl von Dosenwurst, Gurken und Brot.

Anwärterausbildung auf der Unterstmatt

Nach der Stärkung ging es für die Anwärter auf die Piste. Wir verbanden die Übung mit den 2 Meter Geräten mit unserem ersten Akiatraining. Die Anwärter stellten dabei sowohl einen „ Patienten“ als auch die Rettungsmannschaften, überwacht und angeleitet von Benni. Thomas übernahm an der Talstation die Aufgabe einer Einsatzleitstelle. Das Fahren mit dem Akia stellte keine größere Herausforderung dar. Und wenn man bedenkt, dass es das erste Mal war, dass wir einen Patienten im Akia transportiert haben haben wir uns gut geschlagen, was heißen soll kein Akia ist umgekippt. Einen Akia im Lift ziehen ging ebenfalls fast ohne Probleme, lediglich einmal traf ein Bügel Saverjo als er beim Aussteigen behilflich war. Auch der Umgang mit den Funkgeräten lief zufriedenstellend. Wir konnten die Disziplin größtenteils einhalten, wenn man vom gelegentlichen Verwechseln der Nummern absieht.

Anwärterausbildung auf der Unterstmatt

Der Abend fand dann wieder mit allen in geselliger Runde statt. Nach dem wir über die Lasagne hergefallen waren, natürlich von niemand anderem als Saverjo, bei dem ich mich an dieser Stelle für sein Engagement bedanken will, konnten wir uns an Bier und Rotwein erfreuen. Bis weit nach Mitternacht hielten wir der Müdigkeit stand. Am Sonntag unterrichtete uns Benni dann in Seilkunde, Bau von Flaschenzügen und Materialkunde. Dies beinhaltete unter anderem die von der Bergwacht verwendeten Seile, die Verwendung der Obererplatte und einen Überblick über Techniken der Höhenrettung. Anschließend konnten wir das Abseilen vom Balkon üben. Nachdem diese Hürde geschafft war konnten wir mit der Obererplatte trainieren. Der Aufbau, das Ablassen eines Retters und das anschließende Hochziehen funktionierten recht gut, lediglich die Koordination untereinander ist noch verbesserungsfähig.

Nach Ende des Unterrichts hieß es aufräumen, packen und putzen. Gegen 17:00 Uhr wurde die Sauberkeit als okay deklariert, so dass wir die Heimreise antreten konnten.

 
Besuch im Kindergarten 12.03.2010

Die Ortsgruppe im Kindergarten

Am Freitag, 29.Januar, waren wir, Bernd Schaber und Uwe Benitz, in Langensteinbach, um der Einladung des Pestalozzi-Kindergartens zu folgen. Beim Thema Bergwelt hatten die Kinder die Idee, dass die Bergwacht ihnen einen Besuch abstatten könnte, um einiges vorzuführen und zu erzählen.

Der Dankesbrief der Leiterin Frau Gay, den wir nach dem Besuch zusammen mit vielen schönen Kinderzeichnungen erhalten haben, gibt die Begeisterung der Kinder am besten wieder:

„Vielen Dank für euren Besuch in unserem Kindergarten. Wir waren sehr aufgeregt und freuten uns, als ihr voll bepackt in unseren Gruppenraum kamt.

Die Ortsgruppe im Kindergarten

Gleich zu Beginn durfte Jan-Micha auf dem Boden liegen und einen Verletzten spielen. Voller Erwartung, was passieren würde, schauten wir zu, wie er auf die Schaufeltrage auf-geladen und damit auf die Vakuummatratze abgelegt wurde. Diese wurde hart und er konnte sich nicht mehr bewegen. Toll war auch, dass ein mutiges Kind den Bergsteigergurt umlegen durfte und Uwe ihn am Seil hoch gehoben hat. Interessant war, was sich alles in dem großen Rucksack befand. Spannend war es, als ihr mit dem Sam-Splint den Arm eines Kindes gestützt habt. Es war super, dass jeder, der wollte, von Bernd den Blutdruck gemessen bekam.

Das Beste aber war, als wir im Schneetreiben euer Auto anschauen durften. Toll war das Mikrofon, das so laut unsere Worte wiedergab. Überraschend war es für uns Kinder, die um das Auto standen, als plötzlich das Blaulicht blinkte.

Schade, dass ihr nach über einer Stunde wieder weg musstet. Wir haben noch viele Tage über euren Besuch gesprochen und allen erzählt, wie schön es war. Vielleicht sehen wir die Bergwacht in den Bergen wieder. Jetzt wissen wir ja Bescheid.

Viele liebe Grüße von der Wassergruppe des Pestalozzi-Kindergartens in Langensteinbach“

Die Ortsgruppe Karlsruhe bedankt sich auf diesem Weg nochmals für die Einladung der Kindergartengruppe, die engagierte Teilnahme der Kinder und die zahlreichen Bilder von der Bergwacht und den Bergen, die uns die Kinder nach dem Besuch gemalt und zugesandt haben.

 
Artikel über die Bergwacht in "Der Sonntag" 24.01.2010

In der Zeitung "Der Sonntag" erschien am 03. Januar 2010 auf Seite 2 ein Artikel über die Bergwacht.

Artikel über die Bergwacht Karlsruhe in Der Sonntag vom 03. Januar 2010