Aktuelles / Neuigkeiten - Archiv 2009

Weihnachtsfeier der Ortsgruppe Karlsruhe 12.12.2009
Am 4. Dezember trafen sich die Aktiven, die Förderer, die Senioren und nicht zuletzt die Anwärter der Ortsgruppe Karlsruhe zur jährlichen Weihnachtsfeier im Gemeindesaal der Sankt Franziskus Pfarrei in Dammerstock. Nach den einleitenden Worten unseres 1. Vorsitzenden Dietmar Gräbe spielte das Akkordeon Ensemble Hagsfeld um seine Leiterin Petra Dürr-Knittel eine erste Kostprobe. Mit besinnlichen bis peppigen Rhythmen gab das Orchester auch dem weiteren Abend den musikalischen Rahmen. Willi Glötzl übernahm die Rolle des Geschichtenerzählers und die Bergwachtgemeinde lauschte gespannt seinen Worten. Wolfgang Hübschmann überraschte mit einem spontanen und wohlgelungenen Vortrag.

Frank Kühnel, der Landesvorsitzende, übernahm die Aufgabe der Ehrungen. Hervorzuheben sind in diesem Jahr die Ehrungen der langjährigen Mitglieder Fritz Butterbrodt und Eugen Brenner für jeweils 60-jährige Zugehörigkeit. Beide nahmen die Ehrennadel und ein Präsent entgegen. Für 50-jährige Zugehörigkeit geehrt wurde Dieter Steinebronn, Rolf Hofmann wurde für 40 Jahre Bergwacht-Zugehörigkeit und Sascha Tropf für zehnjährige Zugehörigkeit geehrt. Herzlichen Glückwunsch auch an dieser Stelle.



Langjährige Bergwachtmitglieder wurden bei der Weihnachtsfeier der Ortsgruppe geehrt. Von links: Eugen Brenner, Dieter Steinebronn, Fritz Butterbrodt, Rolf Hofmann und Landesvorsitzender Frank Kühnel

Erst gegen Mitternacht, als auch die Büffetplatten geleert waren, löschten die üblichen Verdächtigen das Licht und machten sich als Letzte auf den Heimweg.

 

Tag der offenen Tür der Bergwacht Schwarzwald e.V. Ortsgruppe Karlsruhe am 24. Oktober 2009 11.11.2009

Der Tag der offenen Tür am 24. Oktober war für die Ortsgruppe ein voller Erfolg. Die Demonstrationen an der Kletterwand fanden unter großem Zuschauerinteresse statt.
Die Vorträge waren gut besucht, und an den qualifizierten Fragen, die anschließend gestellt wurden, konnte man bemerken, dass das Publikum aufmerksam und interessiert zuhörte.
Im Bereich der Kuchentheke mit den Cafetischen entspann sich manches anregende Gespräch.
Eine Wiederholung im kommenden Jahr ist geplant. Die Tageszeitung veröffentlichte einen Vorbericht und berichtete dann aktuell über den Tag der offenen Tür.
Beide Artikel (Badische Neueste Nachrichten vom 15. Oktober 2009 und 26. Oktober 2009) schließen sich hier zum Nachlesen an.

BNN Artikel 15. Oktober 2009: Vorbericht Tag der offenen Tür

BNN Artikel 26. Oktober 2009: Tag der offenen Tür

 

Einsatz im Steilgelände - gemeinsame Rettungsübung Nord am 12. September 2009 19.07.2009
mit den Bergwacht-Ortsgruppen Baden-Baden als Ausrichter, Achertal, Karlsruhe, Obertal, Offenburg und Pforzheim, sowie mit Beteiligung Feuerwehr, Rettungsdienst und Jugend des THW Baden-Baden, die die Opfer mimten.



In der Nähe von Geroldsau, am Zimmerplatz an der B 500, ist der Übungs- und Einsatzort. Das Szenario ist anspruchsvoll und realitätsnah: Ein mit fünf Personen besetzter Heißluftballon muss mangels Wind, so die Annahme, in dem steilen, verbuschten Gelände landen. Dabei verletzen sich die Ballonfahrer.

Um 14 Uhr wird die Leitstelle Mittelbaden benachrichtigt. Diese alarmiert die notwendigen Fahrzeuge der Bergwacht, des Rettungsdienstes und die Feuerwehrleitstelle Baden-Baden, die ihrerseits die notwendigen Einsatzkräfte der Feuerwehr Baden-Baden mobilisiert. Die Fahrzeuge fahren das Übungsgelände zeitlich gestaffelt an, um eine möglichst realistische Übungssituation zu schaffen.



Erste am Einsatzort sind die Aktiven der Bergwacht-Ortsgruppe Baden-Baden. Sie erkunden zunächst die Lage und verschaffen sich einen Überblick über die Unglückssituation. Gleichzeitig wird eine Einsatzleitung vor Ort gebildet und die notwendige Unterstützung weiterer Einsatzfahrzeuge angefordert. Die Feuerwehr übernimmt die Sicherung der Gasflaschen. Die Bergwacht richtet die Abseilstellen ein.

Schritt für Schritt versorgen die Helfer, begleitet von zwei Notärzten und einem Rettungsassistenten, vor Ort die Verletzten. Anschließend arrangieren die Helfer den schwierigen Transport der Opfer mit Gebirgstragen und mit Schleifkorbtragen der Feuerwehr 200 Meter aufwärts zu den Kräften des DRK am Forstweg. Von dort aus bringen Einsatzfahrzeuge der Bergwacht die Verletzten zur Übergabestelle der Übung am Zimmerplatz. Das Hochziehen der Tragen erfordert viel Kraft und geschieht durch vollen Teameinsatz von Feuerwehr und Bergwacht.


Ein Schwerpunkt der zweistündigen Übung bei recht hohen Temperaturen in praller Sonne ist das reibungslose Zusammenspiel der verschiedenen beteiligten Rettungsorganisationen. Bei der Nachbesprechung fiel das Fazit sehr gut aus. Die Zusammenarbeit funktionierte nach einer kurzen Findungsphase ausgezeichnet. Die Beteiligten waren sich darin einig, dass die Ortsgruppe Baden-Baden eine außerordentlich hochwertige Übung organisiert hatte, auch durch die Beteiligung der verschiedenen Hilfsorganisationen.

 

Tag der erneuerbaren Energien 07.07.2009
"Die Bergwacht ist Spitze. Hier oben weht ein laues Lüftchen, viel angenehmer als bei Euch da unten. Ich fühle mich sicher hier oben in den Händen der Bergwacht." So begeistert äußerte sich der Karlsruher Bürgermeister Klaus Stapf, als er beim Tag der erneuerbaren Energien am Müllberg im Kong-Rettungssitz zusammen mit Thomas Meon vom immerhin rund 65 Meter hohen Windrad abgeseilt wurde.



Nach einigen Jahren Beteiligung ist die Bergwacht Karlsruhe mittlerweile ein fester Posten bei der Veranstaltung. Wir Aktiven übernehmen die Erstversorgung, wenn ein Notfall auftritt, sind aber auch mit Pflästerchen an Ort und Stelle. Den Tag über präsentieren wir uns mit beeindruckenden Abseilaktionen und einem Stand, der zur Kontaktaufnahme mit Besuchern und Gesprächen mit den anwesenden Politikern dient. Vielen Dank an Ute und Thomas Müllerschön, Eberhard Fischer und die zwei "mutigen Opfer", Bürgermeister Klaus Stapf und den Obermeister der Innung Sanitär-, Heizung- und Klimatechnik Karlsruhe, Frank Zöller.



Ausbildung Luftrettung 15.06.2009
Es sind nur noch wenige Zentimeter zu dem bewusstlosen Opfer, das in der senkrechten Wand hängt. Von oben naht, an ein Stahlseil gehängt und vom Rettungshubschrauber abgelassen, der Retter – ein Bergwachtmann in seiner rot-blauen Kleidung. Jetzt muss alles schnell gehen – das Opfer kurz abchecken, dann in den Rettungssitz aufnehmen, sofort mit dem Kappmesser von der Wand lösen und Zeichen an den Windenmeister – Thomas hebt den Daumen. Das ist das Zeichen: Wir sind frei zum Abflug. Retter und Opfer werden zum Rettungshubschrauber aufgewinscht.

Dieses Szenario war nur Übung, aber es muss immer wieder geübt werden, bis alles passt. Es darf nicht unnötig Zeit verloren gehen, denn gefährlich sind zum einen der unberechenbare Wind und zum anderen die kritische Situation, wenn das zu rettende Opfer gleichzeitig an der Wand und am Retter festgebunden ist. Dadurch ist auch der Hubschrauber gefesselt, was ihn in seiner Manövrierfähigkeit einschränkt. Im äußersten Notfall müsste der Windenoperator das Windenseil mit Bergretter und Opfer absprengen. Handgriffe, Handzeichen und Kommandos müssen also unmissverständlich sitzen, denn im Ernstfall hängt das Leben davon ab.

Luftretterlehrgang 2009 in Bad Tölz

Jonas Buchholz, Monika Buchholz und Thomas Meon waren in diesem Jahr bei einer Luftretter-Fortbildungsveranstaltung der Bergwacht Bayern in Bad Tölz. In der weltweit einmaligen Hubschrauber-Simulationsanlage können verschiedenste Luftrettungssituationen umweltschonend und wetterunabhängig geübt werden. Eine Original-Hubschrauberkabine, Wind aus einer Turbine, Lärm aus Lautsprechern und dazu noch das realistische Schaukeln, wenn der Hubschrauber, an einer Laufkatze befestigt, durch die Halle fliegt – das fordert den Rettern auch in der Übungssituation alles ab. Luftrettung bedeutet Teamarbeit, bei dem sich jeder auf den anderen verlassen muss. Vom Pilot und Copilot über den Windenmeister bis zum Retter am Seil müssen alle absolut zuverlässige Arbeit leisten.

Vorwort im Heft 2 der Alpenvereinssektion Karlsruhe 01.06.2009

Andreas Henn 1. Vorsitzender der DAV-Sektion Karlsruhe   

„Bergwacht und Alpenverein – zwei Konkurrenzunternehmen? Mitnichten. Irgendwie haben wir doch alle die gleichen Ziele – wir suchen Entspannung und Erholung in der freien Natur, haben uns zur Aufgabe gemacht, die Bergwelt anderen sicher zugänglich zu machen und sie in ihrer Schönheit zu erhalten.

Die Bergwacht besteht nur aus ehrenamtlichen Mitarbeitern und setzt sich in ihrer Freizeit für Sicherheit von uns Kletterern, Bergsteigern und Wanderern ein. Das sollte unsere Anerkennung und unseren Respekt verdienen. Die Ortsgruppe Karlsruhe, deren Dienstgebiet den Bereich von Mummelsee bis Hundseck mit der Rettungsstation Unterstmatt umfasst, hat nun schon seit geraumer Zeit ihren Sitz zu uns ins Vereinszentrum verlegt. In den Wintermonaten findet jeden Donnerstag ab 19.30 Uhr im gelben Saal die Aus- und Fortbildung statt. Die Bergwacht unterstützt uns auch tatkräftig mit der Durchführung von Erste-Hilfe-Kursen für unsere Fachübungsleiter und Jugendleiter.

Im Gegensatz zu uns ist die Bergwacht von Nachwuchssorgen geplagt und freut sich über jeden, der bereit ist, die Ausbildung zum „ Bergwachtler“ zu machen. Schnuppert doch einfach mal rein. Ihr werdet mit Sicherheit erfreut empfangen.

Da zwischen uns und der Ortsgruppe Karlsruhe ein gutes Verhältnis besteht und wir in unserem eigenen Interesse auf eine gut funktionierende Bergrettung angewiesen sind, erklärt sich die Sektion Karlsruhe des DAV bereit, den Bergwachtlern und Anwärtern freien Eintritt in die Kletterhalle zu gewähren. Dies soll einfach noch mal ein Anreiz für alle sein, sich mit dem Thema Bergwacht auseinanderzusetzen.“  

Die Bergwacht-Ortsgruppe Karlsruhe bedankt sich bei der Sektion Karlsruhe und im Speziellen bei Andreas Henn für die riesige Unterstützung, die wir vom DAV erfahren.

Dienstgebiet – da, wo andere Urlaub machen 22.05.2009
„Auf der Blattunterseite hat die Sommerlinde weiße Härchen, rotbraune dagegen hat die Winterlinde.“ Zwei Bäume am Anfang unserer Exkursion, einer wie der andere – als Linden hätte man sie ja noch erkannt, aber diese auch so zu unterscheiden? Das kann Werner Kästle aus Ebringen, der uns am dritten Maisamstag äußerst kompetent durch das Naturschutzgebiet Jennetal bei Freiburg führte.

Im NSG Jennetal gibt es den so genannten „Sumser-Garten“, eine 0,7 ha große Orchideeninsel, die von der Ortsgruppe Freiburg mitbetreut wird. Unserem zweiten Vorsitzenden Willi Glötzl erschienen sowohl der Besuch eines uns unbekannten Dienstgebietes als auch der genussvolle Blick auf die wundervolle Blütenpracht und zu guter Letzt auch noch die Aussicht auf einen gemütlichen Plausch im Biergarten mit Freiburger Bergwachtmitgliedern Grund genug, uns nach Ebringen zu führen. Franziska Glötzl aus der Ortsgruppe Freiburg organisierte für uns die Führung durchs Gebiet.

Das St. Gallische Schloss, in dem das Rathaus beherbergt ist, war unser Ausgangspunkt und der Hintergrund fürs Gruppenfoto.
Gruppenfoto
Sehr unterhaltsam und informativ – geografisch, botanisch und heimatgeschichtlich - wurden wir von Werner Kästle durch die Weinberge geführt. Bei Kaiserwetter betrachteten wir durch Lupen die feine, filigrane Zeichnung von Blüten und Blättern, schnupperten am Bocks-Riemenkraut und wurden über Pflanzennamen aufgeklärt. Hummel-Ragwurz charakterisiert die unverkennbare Zeichnung, das Helmknabenkraut die Form. Bocks-Riemenkraut riecht wirklich nach Ziege. Des Ohnsporns Zweitname ist "menschentragend" und tatsächlich entdeckt man, wenn man genau hinschaut, kleine Gestalten. Wen wundert es da noch, dass das Große Zweiblatt nur zwei Blätter hat?



Welche botanischen Kostbarkeiten der Halbtrockenrasen noch zu bieten hat, entdeckten wir im Sumser-Garten. Da gab es neben den zahlreich vorkommenden, bezaubernden Orchideen auch die unscheinbaren Gewächse, zum Beispiel den glänzend-spiegelnden Schmerwurz oder den weiß blühenden Sanikel. „Der hat seinen Namen auch nicht von ungefähr, denn es ist der Wortbestandteil von Sanitäter enthalten und es wird auch Bauchwehkraut genannt“, so Werner Kästle.

Wieder am Ebringer Rathaus angekommen, entführte uns das Freiburger Team noch in die lauschige Gartenwirtschaft Schönberger Hof, wo unsere Naturschutz-Exkursion einen herrlichen Abschluss mit Aussicht ins Rheintal fand.

Danken möchten wir an dieser Stelle nochmals Werner Kästle für seine fantastische Führung durchs Gebiet.

Hier finden Sie weitere Bilder.

Defi-Spende BB-Bank Karlsruhe  
Durch die Tatsache, dass allgemein bei den Rettungsdiensten, aber auch gestützt durch Statistiken der Bergwacht, die Herz-Kreislauf-Notfälle stark gestiegen sind, wurden in vielen Rettungswagen Defibrillatoren zur Standardausrüstung. Auch innerhalb der Bergwacht Schwarzwald e.V. besitzen mittlerweile fast alle Ortsgruppen Defibrillatoren für Notfälle wie Herzstillstand, Herzrhythmusstörungen und Angina-Pectoris-Anfälle. Vorteile dieser Geräte sind, dass akute Herzerkrankung automatisch erkannt werden und bei Bedarf der Kreislauf des Patienten durch elektrische Schocks angeregt wird. Fehldiagnosen sind damit praktisch ausgeschlossen. Die Kosten für diese Geräte liegen je nach Typ etwa bei 4000 – bis 5000 ,-- EUR. Grundsätzlich sollten diese Investitionskosten nach dem Landesrettungsdienstgesetzt vom Land Baden-Württemberg übernommen werden. Leider sind jedoch die zugeteilten Mittel für die Bergwacht Schwarzwald derart knapp bemessen, dass notwendige Investitionen innerhalb unserer Organisation leider nur sehr eingeschränkt verwirklicht werden können. Gerade auch deshalb sind wir sehr dankbar, von der Badischen Beamten Bank Karlsruhe in diesem Jahr ein Defibrillator für Einsätze in unserem Dienstgebiet gespendet zu bekommen. Herz-Kreislauf-Notfälle wie sie beispielsweise im letzten Jahr in unserem Dienstgebiet auf der Neusätzer Hütte oder am Ochsenstall vorgekommen sind, können nun zukünftig mit modernsten Mitteln behandelt werden.