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Bild links
St. Veits Kapelle am Isteiner Klotz

Kleiner Verein ganz groß im Naturschutz


Die Bergwacht Istein kümmert sich um die Naturschutzgebiete „Isteiner Klotz“ und „Totengrien“

ISTEIN. In Istein gibt es einen Verein, der sich besonders für den Naturschutz rund um Istein einsetzt: die Bergwacht Istein. Der weniger als 20 aktive Mitglieder zählende Verein nimmt zahlreiche Pflege- und Erhaltungsmaßnahmen im Naturschutz wahr.

Isteiner Klotz

Die Bergwacht Istein befasst sich vor allem mit der Pflege und Erhaltung der beiden 25,2 und 2,8 ha großen Naturschutzgebiete Isteiner Klotz und Totengrien. Auch die Pflege zahlreicher Gedenksteine, Ruhebänke sowie der Grillplatz beim alten Huttinger Sportplatz gehören zu den Aufgaben der Isteiner Bergwacht.
Die Bergwacht Istein übernimmt im Gegensatz zu anderen Bergwachten keinen Rettungsdienst, darum ist sie umso mehr im Naturschutz tätig.
Das beweist eine Pflegemaßnahme der besonderen Art, die am Isteiner Klotz im Dezember letzten Jahres durchgeführt wurde: eine 20 m hohe Felswand, die sich östlich vom Südportal des Eisenbahntunnels befindet, wurde in einer spektakulären Aktion, mit Hilfe der Bergwacht Karlsruhe, von einer bis zu 1 m dicken Efeuschicht befreit. Grund für diese extreme Pflegeaktion war, dass die Felswand fast vollständig mit Efeu zugewachsen war. Denn freie Felsflächen, auf denen im Sommer Temperaturen bis ca. 70 Grad gemessen werden, sind wichtig für das rund um den Isteiner Klotz herrschende einmalige mediterrane Klima. So konnten sich auf dieser Wärmeinsel Tier- und Pflanzenarten halten, die ansonsten in den hiesigen Breitengraden kaum noch zu finden sind. Zu diesen Tier- und Pflanzenarten gehören Wanderfalken, die Gottesanbeterin oder seltene Schmetterlingsarten ebenso wie Flaumeiche, Pimpernuss und Elsbeere.
Das Naturschutzgebiet Totengrien ist ein überregional sehr bekanntes Schutzgebiet, denn es ist einer der wenigen Standorte, auf dem 17 Orchideenarten auf engem Raum vorkommen. Hier befasst sich die Bergwacht mit dem Mähen sowie dem Zurückschneiden von Gehölzen. Ein Problem, das allerdings nicht mehr so akut ist wie in den vergangenen Jahren, stellen nach wie vor die Wildschweine dar. Denn wenn sie nachts über den Rhein ausschwärmen, haben sie es auf die Knollen der Orchideen abgesehen.
Ebenso versucht die Bergwacht Istein an dem alljährlich stattfindenden Kinderferienprogramm der Gemeinde Efringen-Kirchen den Kindern und Jugendlichen die Natur rund um den Isteiner Klotz näher zu bringen.
Die Isteiner Bergwacht ist im Naturschutz sehr engagiert, wenngleich die Öffentlichkeit nicht allzu viel davon mitbekommt. Der Arbeitszeitraum befasst sich mit dem Mähen von Wiesen und Wegrändern im August bis einschließlich Oktober über das anschließende Zurückschneiden von Bäumen und Sträuchern in den Wintermonaten.
Text und Bild: Dominik Bachmann
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