Chronik

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Als Anfang der 60er Jahre der Wintersport im Bereich des heilkilmatischen Kurortes Höchenschwand durch die ständig steigende Gäste- und Übernachtungszahlen immer mehr Freunde fand und 1966 ein Skilift gebaut wurde, kam es auch immer häufiger zu Skisportunfällen. Um hier sachgerecht helfen zu können, wurde für unsere Gemeindegebiet die Aufstellung einer Bergwacht- Ortsgruppe erforderlich mit Helfern, die für den Rettungsdienst im Gelände besonders ausgebildet und mit nötigem Material versehen sind.
Der zweite Aufgabenbersich der Bergwacht, der Naturschutz, forderte ebenfalls sein Recht durch die stets größer werdende Zahl an Wanderern, die nicht immer mit dem rechten Verständnis für Wald und Flur unterwegs sind und von der Bergwacht zu pfleglicher Behandlung der schützenswerten Natur anzuhalten sind.

Dies waren die wesentlichen Gründe, die etliche junge Männer und Frauen bewog, mit viel Idealismus und Eifer eine Bergwacht-Ortsgruppe zu gründen. Nach einigen Vorbesprechungen traf man sich am 16. Dezember 1966 im Gasthaus „Hirschen“ zur Gründungsversammlung. Deren Bedeutung wurde dadurch unterstrichen, dass von der Landesleitung der Vorsitzende Walter Böcherer und der Geschäftsführer Willi Bucher von Freiburg ins „ Dof am Himmel“ Höchenschwand kamen.

Aus den 22 anwesenden Interressenten wählte man unter der Leitung des damaligen Bürgermeisters Alfons Huber folgende ersten Ortsgruppen Vorstand: erster Vorsitzender Dieter Zähringer, Stellvertreter Werner Huber, Schriftführer Alois Nausch, Kassier Peter Jordans. In den erweiterten Vorstand kamen Dr. Rolf Mauer, teschnischer Leiter Kurt Probst, Naturschutzwart Wendelin Zimmermann, Sanitäts- und Sachwart Emil Kaiser, Kassenrevisoren Gerd Benz und Erwin Beck, Pressewart Ulrich Geiß und juristischer Berater Alfons Huber.

Nach diesem „Start“ begab man sich unverzüglich an die Arbeit. Das bedeutete in erster Linie die Ausbildung im Winterrettungsdienst. In der Anfangszeit standen in der technischen Unterweisung Willi Bucher aus Freiburg und einige Kameraden der Bernauer Ortsgruppe den Höchenschwandern zur Seite, während Dr. Mauer die medizinische Ausbildung leitete. 1982 wurde Dr.Edwin Röhrauer sein Nachfolger. Bereits 1967 erhielten neun Höchenschwander Kameraden nach entsprechender Ausbildung und Prüfung ihren Mitgliedsausweis und Dienstabzeichen und zehn weitere Kameraden ihren Anwärterausweis. Nach weiteren gut drei Jahren konnten die Höchenschwander Ortsgruppe schon 23 geprüfte Mitglieder verzeichnen. Wenn inzwischen auch etliche Mitbürger nicht mehr zur Bergwacht gehören, so war doch sicher ihre Ausbildung im Sanitäts- und Rettungsdienst für sie persönlich und in Notfälen auch für die Allgemeinheit von bleibendem Wert.

In den vergangenen Jahren war es auch stets das Bestreben der Ortsgruppe,ein hohes Maß an technischer Ausrüstung zu erhalten. Gleich im ersten Jahr 1967 wurde in Eigenarbeit ein Raum in der damaligen Skilift-Talstation zu einer kleinen Rettungswache ausgebaut. Recht bald gab es die Grundausrüstung mit dem Akja und umfangreichem kleingerät, dessen  Bestand laufend  erweitert  wurden. Nach "harten"- Sparjahren  konnte sich dann die Ortsgruppe am 18.Dezember 1977 mit einem vollständig ausgestatteten Einsatzfahrzeug selber ein Wertvolles Geburtstagsgeschenk machen, dass im Dezember 1985 erneuert wurde. Schon 1978 freuten sich alle Mitgleider über die Anschaffung eines Motor- Rettungsschlittens, des Ski-Doo, der sich bei der ständigen Überwachung des umfangreichen Loipennetzes vielfach bewährte .

Im Naturschutzbereich wurde sehr bald nach der Gründung der Streifendienst aufgenommen und über all` die Jahre regelmäßig durchgeführt. Nach kurzer Zeit fanden sich auch andere Bürger und Kur- und Feriengäste ein, die sich als Mitwanderer an den Kontrollgängen beteiligten. Diese wurde n mit der Zeit so beliebt, dass sich daraus eine Wanderaktion entwickelte, für die der Kurort Höchenschwand vorbildlich wurde. Es entstanden 1971 die Gastewanderungen, zuerst in gelegentlicher Folge, seit August 1974 regelmäßig an jedem Mittwoch. Seit Januar 1975 wird ein Wanderbuch geführt, das inzwischen über 30000 Wanderer aufweist . Die Wanderführer, zuerst Bruno Irmscher, Hans Hriernik, dann Emil Kaiser und heute Rolf Schiffer, sind Bergwacht-Mitglieder, stehen zur Sicherheit ihrer Mitwanderer ständig über Funk mit der Rettungsstelle in Verbindung und nutzen diese Wanderungen in der weiten Umgebung der Kurortes zugleich als naturkundliche Führungen. Dies alles macht den Erfolg dieser Gästewanderungen aus, die heute aus dem Kurortprogramm nicht mehr wegzudenken sind.