Fahrzeuge der Bergwacht Freiburg Toyota und VW T5 auf dem Freiburger Rathausplatz

Nach langen Jahren, in welchen wir mit überalterten Fahrzeugen, d.h. hohen Reparatur- und Betriebskosten unterwegs waren, konnten wir mit Unterstützung des Landes Baden-Württemberg und vieler Förderer sowie den Einnahmen durch den Rettungsdienst unseren Fuhrpark etwas modernisieren. Momentan verfügen wir über zwei Allradfahrzeuge und ein ATV (All Terrain Vehicle), die sich im Einsatzspektrum ergänzen. Beide PKW haben eine Motorvorwärmung mit Batterialadeerhaltung und eine Standheizung, mit welcher der Innenraum für Patienten warmgehalten werden kann.

Geländefahrzeug Toyota

Toyota bei einem SEG-Einsatz Unser Toyota wird meist am Schauinsland und als Fahrzeug für unsere SEG genutzt. Mit ihm können bis zu acht Bergretter samt Material transportiert werden. Der Dieselmotor ist nicht gerade spritzig, bringt aber im schweren Gelände durch sein Drehmoment entscheidende Vorteile. So können bei Waldarbeiterunfällen steile Holzrückewege befahren werden, um zum Patienten zu gelangen und ihn transportieren zu können. Auch im Schnee und Schlamm kommt man dank der Differentialsperren sehr weit. Eine Seilwinde hilft, wenn man doch steckengeblieben ist.

 

 

Transporter VW T5

VW T5 beim Hageleinsatz in Schwenningen mit der Feuerwehr

Mit dem VW-Bus fahren wir vor allem in unser Dienstgebiet an den Feldberg. Acht Personen haben neben der Rettungsausrüstung Platz. Das Fahrzeug ist nicht ganz so geländegängig wie der Toyota, man kommt aber erstaunlich weit. Das Fahrzeug hat eine Differentialsperre der Hinterachse und der Turbodiesel gewährleistet zügige Fahrt. ABS und ESP/ESC bringen erhöhte Fahrsicherheit. Gerade bei glatten Straßen ist dieser Vorteil nicht zu unterschätzen.

Anhänger

Unser Anhänger hat zwar schon antiquarischen Wert, ist aber noch fahrtüchtig und hilft, wenn für Ausbildungsveranstaltungen oder bei zahlreicher Dienstmannschaft Zusatzgepäck zu transportieren ist.

Rettungs-ATV Polaris

Seit März 2008 ist ein ATV mit Raupensatz für den Winter unser neues Rettungsgerät am Feldberg.

Zu unterscheiden ist das ATV (All Terrain Vehicle, Fahrzeug für jedes Gelände) von den sogenannten "Quads". Dies sind in der Regel eher Spaßgeräte; ein ATV ist ein Arbeitsgerät, mit welchem die Rettungsmannschaft mit Material zügig und sicher zum Patienten kommt und diesen nach medizinischer Versorgung dann sicher zur weiteren Behandlung transportieren kann. Primärer Anwendungsbereich bei uns ist der Bergrettungsdienst im Winter auf und neben den Pisten am Feldberg/Seebuck. Dazu ist das Gerät mit einem Raupensatz ausgerüstet, mit welchem man sich im Schnee und im Gelände bewegen kann.
Das Gerät kann neben dem Haupteinsatz im Winter auch ohne den Raupensatz im Sommer mit normalen Rädern betrieben werden. Hier kann das Rettungs-ATV im Katastropheneinsatz oder als Notarztzubringer bei Veranstaltungen genutzt werden und stellt eine schlagkräftige mobile Rettungseinheit dar.

Fahrzeugbeschaffung

ATV schneebedeckt vor der Diensthütte Zuverlässiger Bergrettungsdienst benötigt neben gut ausgebildetem Personal zuverlässige Fahrzeuge.

Die Austauschzyklen sind lange und die Fahrzeuge müssen leider lange über eine wirtschaftlich noch sinnvolle Dauer hinaus genutzt werden. Dabei sind sie oft beanspruchenden Witterungsbedingungen ausgesetzt. Einsatzfahrten und Kurzstrecken nutzen die Fahrzeuge stark ab. In den Einsatzgebieten haben wir bislang leider keine Unterstellmöglichkeiten.

Die Bergwacht benötigt neben der Unterstützung durch das Land Baden-Württemberg daher Hilfe von Seiten Dritter. Dazu gehören neben vielen Privatleuten auch Unternehmen und Tourismuseinrichtungen, die von der ehrenamtlichen Arbeit der Bergretter profitieren.

Wir danken allen, die sich mit großen und kleinen Unterstützungsbeträgen beteiligen. Sie tragen dazu bei, dass wir weiter Hilfe im unwegsamen Gelände und bei Katastrophen leisten können. Vielleicht profitieren Sie einmal persönlich davon.