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Bild links
Hubschraubereinweisung

Freiburg, den 06.01.2009

Jogger aus Wald gerettet

Anspruchsvolle Wegeverhältnisse für Patient und Rettungsdienst


Vorbereitung zum Umlagern des Patienten Am Montag, den 05.01.2009, stürzte ein ca. 70 Jahre alter Jogger im Wald oberhalb der Gaststätte St. Barbara auf einem vereisten Waldweg. Primär wurde der Rettungswagen (RTW) der Freiburger Malteser alarmiert. Die Besatzung erkannte schnell, dass sowohl Fahrstraße als auch Waldweg teilweise extrem vereist waren und bei diesen Wegverhältnissen die Patientenversorgung und der Abtransport nur mit geländegängigen Rettern möglich sein würde.

Die Bergwacht Freiburg wurde um 14.11 Uhr alarmiert. Zwei Bergretter fuhren an der Garage im Stühlinger los und nahmen drei weitere Besatzungsmitglieder auf dem Weg nach Littenweiler auf. Auf dem letzten Straßenstück vor der Gaststätte leistete der Allradantrieb des Toyota-Geländewagens gute Dienste. Von der Waldfahrstraße ging es dann weiter mit Gebirgstrage, den beiden Rucksäcken mit notfallmedizinischer Ausrüstung und Sicherungsmaterial bergauf. In großen Teilen bedeckte zentimeterdickes Eis den Waldweg, so dass einige Retter - ohne Verletzungsfolge - zu Fall kamen.

Abtransport – unterer Bereich des Waldweges Beim unterkühlten Patienten angelangt, wurde durch den Bergwachtarzt die Schmerzbekämpfung eingeleitet, um den Jogger umlagern zu können. Der Sportler hatte beim Sturz eine schmerzhafte Fraktur im Bereich des Oberschenkels erlitten. Auch der Wärmeerhalt wurde durch Einsatz von Wärmebeuteln optimiert. Kurz danach wurde bodengebunden noch ein Notarzt nachgebracht, der den Patienten für den Transport übernahm.

Nach Umlagerung wurde der Patient mit einer Vakuummatratze auf einer Gebirgstrage unter Seilsicherung auf dem Weg abtransportiert. Dadurch war die Sicherheit des Patienten gewährleistet. Ebenso konnten die Retter sich an der gesicherten Gebirgstrage festhalten. Kurz nach 15 Uhr war der Patient im warmen RTW der Malteser und wurde ins Krankenhaus transportiert.




Vor dem Rettungswagen Nach dem Umlagern von der Gebirgstrage auf die RTW-Trage   Einladen in den vorgeheizten RTW


Der Einsatz zeigt, dass auch wenige Meter abseits der befahrbahren Straße derart unwegsame Verhältnisse herrschen können, dass eine herkömmliche Patientenversorgung nicht möglich ist. Bei diesen Verhältnissen ist es essentiell wichtig, rechtzeitig die Spezialkräfte der Bergwacht zu alarmieren, damit der Patient ohne Zeitverzögerung versorgt und transportiert werden kann.

 
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