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Freiburg, den 22.04.2007
Such- und Rettungsaktion im Höllental
Wanderer Steilhang hinabgestürzt
Am Sonntag, den 22.04.2007, wurde die Bergwacht Freiburg um 16.20 Uhr bereits zum zweiten Mal an
diesem Tag von der
Rettungsleitstelle
Freiburg über Funkmeldeempfänger alarmiert. In Nähe der Ravennaschlucht (Höllental) sei ein
Wanderer vermisst und vermutlich abgestürzt. Die Bergrettungsgruppe Hinterzarten-Breitnau war
bereits alarmiert worden. Die
Bergrettungswache
Seebuck übernahm die Einsatzleitung. Nach längerer Suche konnte die Absturzstelle lokalisiert
werden: Der Wanderer befand sich in einem Bachtobel zwischen Breitnau und der Posthalde. Er war in
unwegsames Gelände gekommen und war beim Versuch, zum Weg zurückzukehren, ca. 15 Meter im
Steilgelände abgestürzt.
Bergretter konnten zum Verunglückten absteigen und ihn erstversorgen. Eine Rettung auf
terrestrischem Weg mit Gebirgstrage und Seilsicherung hätte relativ lange gedauert. Da Flugwetter
herrschte, wurde frühzeitig der
REGA-Hubschrauber aus Basel angefordert, der einen Luftretter der
Bergwacht aufnahm und die Unfallstelle anflog. Luftretter und Notarzt wurden mittels einer Winde
abgelassen. Notarzt und Bergwacht führten die notfallmedizinische Versorgung weiter fort und
machten den Patienten transportfertig. Der Schwerverletzte wurde mit dem Notarzt hochgewincht, in
den Hubschrauber verladen und in die
Uniklinik
Freiburg geflogen. Der bereitstehende
Rettungswagen aus Neustadt wurde schlussendlich nicht benötigt. Bei
Luftrettungseinsätzen wird in der Regel ein bodengebundenes Rettungsmittel mit alarmiert, falls die
Rettung mittels Helikopter abgebrochen werden muss.
Der Schwarzwald wird manchmal in bezug auf seine Gefahren unterschätzt. Eine
Wanderung kann sich zu einer Notsituation entwickeln, wenn mehrere unglückliche Umstände
zusammenkommen. Bitte achten Sie darauf, sich im Gelände vernünftig zu verhalten. Unsere
Hinweise zur Prävention können hierzu ein Anhaltspunkt sein. Falls
eine Rettung mittels Helikopter nicht möglich ist, dauern Versorgung und Transport eines Patienten
meist deutlich länger.
Dem Verunglückten geht es mittlerweile wieder besser. Lebensrettend für ihn war, dass er auf
Bitte seines Pensionswirts ein Mobiltelefon mitgenommen hatte.
Bei der
Unfallmeldung (Telefon 112) ist es wichtig, dem Disponenten der
Rettungsleitstelle mitzuteilen, wenn die Einsatzstelle nicht direkt an der Straße liegt. Geben Sie
eine möglichst genaue Beschreibung der Unfallstelle. Die Bergwacht ist für den Einsatz im
unwegsamen Gelände ausgerüstet, verfügt über Ortskenntnis und arbeitet mit dem
Straßenrettungsdienst zusammen.
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Einsatzübersicht.
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