Bergwacht Baden-Baden - Aktuelles 2008

6. / 7. Dezember 2008 - Die Skisaison an der Schwarzwaldhochstrasse ist eröffnet!

Bei traumhaften Ski- und Wetterbedingungen wurde an diesem Wochenende die Skisaison an der Schwarzwaldhochstrasse eröffnet.
Somit besetzt die Bergwacht Baden-Baden ab sofort wieder die Bergwachtstation Sand an Sonn- und Feiertagen.

Die Bergwacht Baden-Baden kann im Notfall über die Lift- und Loipenbetreiber vor Ort, die Leitstelle in Bühl mit der Telefonnummer 07223 / 19222 oder direkt über die Telefonnummer der Station Sand 07226 / 261 alarmiert werden.

1. Oktober 2008 - Spaziergängerin am Battert von Baum getroffen

Am heutigen Mittwoch wurde die Bergwacht Baden-Baden gegen 13 Uhr zu einem schweren Unfall am Battert alarmiert.
Eine 68-jährige Spaziergängerin aus Baden-Baden war mit Begleitung bei stürmischen, böigen Herbstwetter auf einem Weg zur Rittersplatte am Battert unterwegs. Dabei wurde die Spaziergängerin von herabstürzenden Baumteilen getroffen.

Beim Eintreffen der Bergwacht wurde die Patientin bereits vom Notarzt und DRK medizinisch versorgt, unterstützt von der Feuerwehr. Mit der Schleiftrage der Feuerwehr wurde die Patientin mit schwersten Verletzungen im Bereich des Schädels und der Wirbelsäule mit Unterstützung von vier Bergwachthelfern abtransportiert.

26. - 28. September - Ausflug in die fränkische Schweiz



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Mehrere Mitglieder der Bergwacht Baden-Baden trafen sich zu einem privaten, verlängerten Ausflugswochenende in der fränkischen Schweiz.

In Schlaifhausen unterhalb des berühmten Fels- und Naturschutzgebiets "Walberla" stieg die Mannschaft im Gasthof Kroder ab.
Die fränkische Schweiz zeichnet sich neben hervorragenden Wander- und Klettergebieten auch durch eine hohe Dichte von kleinen, lokalen Brauereien und gutem deftigen Essen aus.
Das Wetter hielt sich an die prognostizierte Vorhersage und so konnten sich die Ausflügler drei Tage lang bei tollem Herbstwetter ihren sportlichen Aktivitäten wie Mountainbiken, Klettern, Kajak fahren und Bier verkosten widmen.
Vielen Dank an dieser Stellen an Johannes Hinger für die Organisation des Ausflugs!

20. September 2008 - Große Übung der Bergwacht Ortsgruppen "NORD" in Offenburg



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Am Samstag fand die diesjährige Übung der Ortsgruppen "Nord" der Bergwacht Schwarzwald statt.
Ausrichter und Organisator war in diesem Jahr die Ortsgruppe Offenburg.

Bei sehr schönem, herbstlichen Wetter traffen sich die teilnehmenden Ortsgruppen in Zell-Weiersbach und wurden dort vom "Leiter Bergrettung" der Ortsgruppe Offenburg über die anstehende Übung unterrichtet.

Die Ortsgruppen wurden in Teams aufgeteilt. Unfallszenario waren fünf verunfallte Personen im nahe liegenden Waldgebiet.
Erwähnenswert ist hierbei, dass sich die neu gegründete Jugendgruppe der Ortsgruppe Offenburg als Patienten zur Verfügung stellte.

Über die genaue Lage des Unfallorts sowie das Verletzungsmuster der Patienten wurden die Teams bewußt nicht informiert, um realistische Ausgangsbedingungen zu schaffen.
Nach einer gemeinsamen Anfahrt der Teams in das Waldgebiet, wurden die Bergwacht-Teams mit groben Richtungsangaben in das unzugängliche Gelände abseits der Wege geschickt, um die Patienten zu suchen.
Nach Auffinden der Patienten wurden diese medizinisch Erstversorgung, bei schwereren Fällen musste ein Notarzt angefordert werden.
Abhängig vom Unfallmuster und Unfallort erfolgte dann die technische Bergung der Patienten im schwer zugänglichen Waldgelände.

Etwa eineinhalb Stunde später hatten alle Teams bereits ihren Patienten aufgefunden, ordnungsgemäß geborgen und am Sammelpunkt übergeben.
Hiermit konnten die teilnehmenden Ortsgruppen eindrucksvoll Ihr hohes Können und Ausbildungsniveau zeigen.

Nach einer gemeinsamen Abschlußbesprechung fand der Ausklang des Tages mit reichlicher Bewirtung in Zell-Weiersbach statt.

FAZIT: Eine gelungende Übung NORD und somit vielen Dank an die  Ausrichter der Ortsgruppe Offenburg!

5. September 2008 - Große Rettungsübung an der Merkurbahn in Baden-Baden



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Am Freitagabend fand eine großangelegte Rettungsübung unter Einsatzleitung der Feuerwehr Baden-Baden an der Bergbahn auf den Merkur statt.
Angenommen wurde folgendes Szenario:

Bei einer Notbremsung der Merkurbahn stürzt ein Fahrgast und zieht sich ein Polytrauma zu. Die verletzte Person muss medizinisch erstversorgt und abtransportiert werden. Ebenso gilt es, die restlichen Fahrgäste aus der Fahrkabine zu bergen.

Ziel des Einsatzes war das Üben und Testen folgender Punkte bei einem möglichen Unfallszenario der Merkurbahn:
  • Alarmierung der Einsatzkräfte
  • Überprüfung der Zufahrtswege
  • Koordinierung der Einsatzkräfte
  • Techn. Sicherung der Bergbahn
  • Rettung und Abtransport der verunfallten Person
  • Rettung und Abtransport der unverletzten Fahrgäste
An der Rettungsübung waren Rettungskräfte der Feuerwehr, des DRK, des THW, der Bergwacht sowie die Betriebsleitung der Bahn beteiligt.
Nach dem Eintreffen der Rettungskräfte vor Ort, wurde die Bahn gesichert und der verletzte Patient entsprechend den Vorgaben versorgt.
Da das Gelände neben den Bahngleisen extrem steil und teilweise rutschig war, mussten die Einsatzkräfte bei der Rettungsübung entsprechende Vorsicht walten lassen.
Der Patient wurde dann mit einer Trage zum nächst möglichen Ausstiegspunkt der Bahntrasse abtransportiert.

Hierbei unterstütze die Bergwacht Baden-Baden den Abtransport mit der Sicherung der Trage mit der verletzten Person.

Die restlichen unverletzten Fahrgäste wurde von der Feuerwehr aus der Kabine geborgen und zu einem Sammelpunkt gebracht.

Insgesamt war die Übung sehr gut durchorganisert und lief professionell und zügig bis zum geplanten Ende ab.

17. August 2008 - Unfall auf dem Wildnispfad am Plättig



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Am Sonntag wurde die Bergwacht Baden-Baden und Karlsruhe gegen 10:40 Uhr zu einem verunglückte Wanderer auf dem Wildnispfad am Plättig gerufen.
Der 62-jährige Baden-Badener war im anspruchsvollen, feuchten Gelände des Wildnispfades einige Meter in ein Mulde abgestürzt.
Das DRK und die Besatzung des Christoph 43 übernahmen die Erstversorgung.

Während der Patient versorgt wurde, bereiteten Bergwacht und Feuerwehr eine Lichtung für die Windenbergung mit dem SAR 46 aus Malmsheim vor.

Kurze Zeit danach wurde der Patient vom SAR präzise aus der Lichtung aufgewinscht und ins Krankenhaus nach Baden-Baden geflogen.

Dort wurde der schwer Verletzte mit Verdacht auf ein Schädelhirntrauma und Halswirbelsäulenverletzungen eingeliefert.

14. August 2008 - Kletterunfall am Battert an der Durlacher Wand



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Am Donnerstagabend gegen 19:20 Uhr wurde die Bergwacht Baden-Baden von der Leitstelle Bühl zu einem Einsatz am Battert alarmiert.
Ein 54-jähriger Kletterer aus Neusatz war in der "Durlacher Wand" beim Einstieg in eine Tour beim Einrichten der ersten Sicherung abgerutscht und ca. 4 m abgestürzt.

Der Patient zog sich dabei eine Beinfraktur zu.
Der Verunglückte wurde von DRK und der Besatzung des Christoph 43 erstversorgt.

Aufgrund der einbrechenden Dunkelheit wurde entschieden, eine Windenbergung mit dem SAR Hubschrauber aus Malmsheim durchzuführen und keinen langwierigen Abtransport des Patienten über das äußerst schwierige Geröllgelände durchzuführen.

Der Patient wurde von den Flugrettern der Bergwacht und von der Feuerwehr für die Windenbergung vorbereitet.
Schon kurze Zeit später konnte der Patient mit der Winde des SAR Hubschraubers aufgewinscht und direkt ins Krankenhaus nach Karlsruhe geflogen werden.

5. Juli 2008 - Paragliderunfall an der Teufelsmühle



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Zu einem weiteren Paragliderunfall kam es am Samstag gegen 14:30 Uhr. Ein 53-jähriger Paraglider wurde beim Start vom Startplatz an der Teufelsmühle von einer Windböe erfasst. Er blieb zunächst in einem Baum hängen und stürzte dann ca. 15 Meter in die Tiefe.

Der schwer verletzte Patient wurde vom Notarzt und der Besatzung des Rettungshubschraubers Christoph 41 aus Leonberg und dem DRK medizinisch versorgt. Während die Feuerwehr Loffenau unter anderem hervorragende Arbeit bei der Vorbereitung im äußerst anspruchsvollen Gelände für die Windenbergung leistete, kümmerten sich die Luftretter der Bergwacht Baden-Baden um die Vorbereitung von Notarzt und Patienten für den Abtransport mit dem SAR -Hubschrauber aus Malmsheim.

Nacheinander wurden Notarzt und Patient aus dem unzugänglichen Gelände vom SAR 46 aufgewincht. Anschließend flog die Besatzung des SAR den Patienten in die Klinik nach Karlsruhe.

Wir bedanken uns bei allen beteiligten Rettungseinheiten für die professionelle Zusammenarbeit!

Außerdem sind weitere Informationen und Bilder der Rettungsaktion auf den Webseiten der Feuerwehr Loffenau zu finden: http://www.freiwillige-feuerwehr-loffenau.de

4. Juli 2008 - Paragliderunfall am Merkur



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Am Freitagnachmittag wurden Feuerwehr, DRK und die Bergwacht Baden-Baden zu einem Rettungseinsatz am Merkur gerufen. Ein 42-jähriger Paraglieder war nach eigenen Angaben in einem Baum in der Nähe der Merkur Talstation gelandet. Er konnte sich aus eigenen Kräften befreien und vom Baum abklettern.

Danach startete er wohl einen eigenen Bergungsversuch seines in ca. 15 Meter Höhe hängenden Gleitschirms. Dabei stürzte er ab und verhedderte sich derart in den Seilen seines Gleitschirms, das er sich aus einer Höhe von ca. 3 Metern am Baum nicht mehr von alleine befreien konnte. Der Paraglider erlitt dabei Schürf- und Schnittwunden an Händen und Beinen.

Da der Patient offensichtlich durch die Einschnürungen der dünnen Leinen am Bein unter starken Schmerzen litt, entschied sich die Bergwacht für eine schnelle Berfreiung des Patientens aus seiner Notlage.

Die Bergwacht reichte dem Paraglieder per "Räuberleiter" ein Kappmesser hinauf auf den Baum, so dass sich der Patient selbst losschneiden konnte. Danach war die Bergwacht dem Patienten beim weiteren Abstieg behilflich.

Der Patient wurde von Notarzt und dem DRK medizinisch versorgt, von der Feuerwehr zum Rettungsfahrzeug getragen und danach zur Beobachtung für eine Nacht in die Stadtklinik Baden-Baden eingeliefert.

Der Gleitschirm wurde anschließend von der Bergwacht Baden-Baden geborgen und an die Polizei übergeben.

Sonntag, 25. Mai 2008 - Kletterin stürzt im Nachstieg ab

Am Sonntag kam es am Battert zu einem Kletterunfall. Eine junge Frau befand sich im Nachstieg in einer Tour an der "Hohen Wand". Vermutlich durch Sicherungsfehler der sichernden Person stürzte die Kletterin mehrere Meter die Wand hinunter, bis sie kurz über den Boden wieder vom Seil aufgefangen wurde.

Bei dem Pendelsturz zog Sie sich eine Kopfverletzung sowie Prellungen und Abschürfungen im Schulterbereich zu. Durch das Tragen eines Helms konnte die Kletterin wesentlich schwerere Kopfverletzungen vermeiden. Die Bergwacht, welche den Sturz gesehen hatte, war sofort bei der Patientin und führte die Erstversorgung durch. Danach wurde die Patientin auf einer Trage bis zum "Unteren Battertweg" gebrachtund mit dem Bergwachtauto zum "Alte Schloß" transportiert, wo Sie dann an das DRK übergeben wurde.

Dienstag 20. Mai 2008 - Unfall an Felsen in Forbach

Die Bergwacht Baden-Baden wurde am 20.05.2008 um 0.55 Uhr durch die Rettungsleitstelle Bühl zu einem Kletterunfall alarmiert. Fünf Bergwachthelfer fuhren daraufhin zum Einsatzort. Beim Eintreffen wurde die Patientin bereits durch den Notarzt und den Rettungsdienst versorgt. Die junge verunfallte Person war mit Freunden beim Klettern an den Felsen (Pumprisse) nahe Forbach abgerutscht und ca. 8 Meter abgestürzt. Sie zog sich hierbei schwerste Kopfverletzungen zu.

Nach kurzer Lagebeurteilung wurde der Abtransport mittels Schlauchboot der Feuerwehr über die Murg organisiert. Der alarmierte Rettungshubschrauber aus Malmsheim musste aufgrund mangelnder Sicht den Einsatz abbrechen. Die Patientin wurde mit dem Rettungswagen nach Karlsruhe in die Klinik gebracht. Dort erlag sie einige Stunden später ihren schweren Verletzungen.

Samstag 26. April 2008, 14 Uhr - Tag der offenen Tür am Battert

Lernen Sie mit der Bergwacht Baden-Baden das größte Klettergebiet im Nordschwarzwald kennen.

Programmhinweise
  • Vorstellung des Klettergebiets
  • Routenempfehlungen
  • Informationen zur Absicherung
  • Hinweise zum Naturschutz
  • Vorstellung der Arbeit der Bergwacht

Die Veranstaltung dauert ca. 2 Stunden, Treffpunkt ist der Waldparkplatz Ebersteinburg

icon_pdf Anfahrtsskizze
icon_pdf Plakat

4. April 2008 - Fortbildung bei der Bergwacht



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Nach kurzer Pause im März haben am Freitag, 04.04.2008 die wöchentlichen Fortbildungen wieder begonnen. In den nächsten Fortbildungen wird schwerpunktmäßig die medizinische Erstversorgung von Patienten besprochen. Der Umgang mit Seil und Rettungsgeräten wird natürlich nicht vernachlässigt. Beide Bereiche müssen sich im Sinne einer ganzheitlichen Versorgung lückenlos ergänzen. Was wäre eine raffiniert und perfekte Bergrettung ohne korrekte medizinische Erstversorgung, gleiches gilt umgekehrt. Die Besonderheit der Bergrettung ist einerseits durch das schwierige Gelände und die dadurch bedingten technischen Herausforderungen gegeben und andrerseits durch die Notwendigkeit einen Notfallpatienten in diesem besonderen Umfeld solange zu versorgen bis die Übergabe an den Rettungsdienst möglich ist.
Die Bergrettung durch die Bergwacht ist ein ehrenamtlich Aufgabe mit hoher Professionalität ausgeübt wird. Der verantwortungsvoll tätige Bergretter bildet sich kontinuierlich fort und übt die notwendigen Maßnahmen.
Die Bergwacht Baden-Baden bietet jeden Freitagabend Fortbildungen und Übungen an. Über interessiert Besucher freuen wir uns. Unser Übungsabend findet im Übungsraum Baden-Baden, Gustav-Stroh-Str. 2 statt.

24.03.2008 - Weiße Schneepracht an der Schwarzwaldhochstrasse während der Osterfeiertage!

Nach langem kam nun doch nochmals der Winter!

So schneite es vor und während den Osterfeiertagen so stark, dass es innerhalb kürzester Zeit zu einer Scheedecke in Höhe von 80 Zentimetern kam. Daher ist es nicht erstaunlich, dass die weiße Pracht am Ostermontag entsprechend viele Wintersportler anzog. Und dementsprechend hatte die Bergwacht Baden-Baden viel zu tun. Unter anderem kam es zu einem Snowbordunfall, wobei sich der Fahrer die Schulter auskugelte. Er wurde von der Bergwacht medizinisch erstversorgt und mit dem Akkia abtransportiert. Da zu diesem Zeitpunkt kein Notarzt zur Verfügung stand, wurde aufgrund der starken Schmerzen des Snowborders ein Hubschrauber angefordert.
Zeitgleich versorgte die Bergwacht noch ein fünfjähriges Kind mit einer Unterschenkelfraktur.