Ortsgruppe Achertal - Aktuelle Berichte aus 2016

 
 

Ein Gewinn für die Region

Bergwacht-Ortsgruppe Achertal unter den Spendeempfängern

Ob Renovierungsmaßnahme, Unterstützung für die Jugendarbeit oder Anschaffung neuer Geräte. Dank des Reinertrags aus dem Prämiensparen der Sparkasse Offenburg/Ortenau konnte das Geldinstitut jetzt elf Spendenschecks überreichen. Seit vielen Jahren fördert die Sparkasse Offenburg/Ortenau mit dem Reinertrag aus dem PS-Sparen gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Zwecke. Für das Jahr 2016 konnte bis zur Spendenübergabe ein Reinertrag von rund 143.000 Euro angesammelt werden. Dieser stammt aus der Sparform "PS-Sparen und Gewinnen" und wird nach den Bestimmungen des Lotteriegesetzes abgeführt. Diese komplette Summe spendet die Sparkasse im gesamten Geschäftsgebiet.
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Karl Bähr und Gerhard Federle mit den Spendenempfängern

Etwa 435.000 Lose konnten bisher 2016 verbucht werden, die an den Monatsauslosungen teilnahmen. Von jedem dieser Lose gingen vier Euro auf das Sparkonto des Kunden. Ein Euro wurde dem Gewinntopf zugeführt. Die Gesamtsumme der Gewinne daraus betrug 194.000 Euro. Davon entfiel auf 15 Kunden jeweils ein 5.000 Euro-Gewinn. Der Rest wird nach Abzug der Lotteriesteuer in Form von Spenden ausgeschüttet.
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Karl Bähr und Gerhard Federle von der Sparkasse mit Johannes Oster und Martin Bohnert von der Bergwacht-Ortsgruppe Achertal

In Achern übergaben jetzt der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Karl Bähr und Gerhard Federle, Bereichsdirektor Markt Achern, die Spendenschecks aus dem PS-Reinertrag in Höhe von 16.500 Euro an elf Empfänger aus Achern und Umgebung. U.a. konnte sich die Bergwacht-Ortsgruppe über eine PS-Spende freuen. Das Geld wird für das neue AED-Gerät, welches dieser Tage an die Bergwacht-Ortsgruppen ausgeliefert wurde, finanziert.
Text und Bilder: Sparkasse und Werner Schnurr
 
 
 

Bergfest der Bergwacht-Ortsgruppe Achertal

Bergwacht gab mit Ausstellung Einblick in ihre Geschichte

Ottenhöfen (gat). Spätsommerliche Hitze motivierte am Sonntag zahlreiche Ausflügler und Wanderer, sich mit einer Wanderung zum traditionellen Bergfest der Bergwacht Ortsgruppe Achertal im idyllisch gelegenen und nicht so heißen Gottschlägtal der Hitze etwas zu entziehen. Von mehreren Seiten trafen die Festbesucher ein, kamen von oben her von der Gottschläg oder über das Karlsruher Grat oder wanderten von unten über die Edelfrauengrabwasserfälle zum Fest. Immer wieder gab es ein freudiges „Hallo“ zur Begrüßung, wenn sich bekannte Gesichter sahen, und es kam zum gemeinsamen Hock. Viele Familien nutzten das Angebot auch zum Familienausflug mit Kind und Kegel. Den ganzen Sonntag über herrschte ein reges Kommen und Gehen, so dass die Ortsgruppe der Bergwacht alle Hände voll zu tun hatte, ihre Gäste zu bewirten.

Vor 25 Jahren veranstaltete die Ortsgruppe Achertal ihr Bergfest zum ersten Mal und daher illustrierte die Ortsgruppe das Jubiläum mit der Ausstellung „Bergwacht – einst und jetzt“. Dafür hatte die Ortsgruppe eine Reihe von Tragen und Gerätschaften bis zum Ski-doo aufgebaut und gab auch gerne Auskunft über den Einsatz der Geräte.

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Mit der Ausstellung von Tragen und Gerätschaften gab die Bergwacht Achertal Einblick in „Bergwacht – einst und jetzt“

Wie schon in den vergangenen Jahren hatten die Kinder ihre Freude an der von der Bergwacht installierten Seilbahn. Mit strahlenden Gesichtern und manche auch mit ein wenig Herzklopfen nahmen sie die Gelegenheit wahr, mit der Seilbahn im gesicherten Sitz über das Fest hinweg ein Stück zu Tal zu fahren, manchmal auch im Doppelpack.
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Kinder konnten den Ausblick in der Seilbahn von oben genießen

Von Anfang bis Ende herrschte eine fröhliche Stimmung und so wurde das Bergfest für Jung und Alt zu einem schönen Ereignis. Der Erlös des Festes findet voll und ganz seine Verwendung im Rettungsdienst der Bergwacht Ortsgruppe Achertal.
Text und Bilder: Berthold Gallinat
 

Vom schattigen und feuchten Wasserfall in die tropische Hitze der Felslandschaft

Ottenhöfen (gat). Von den wildromantischen Edelfrauengrabwasserfällen hoch zum Karlsruher Grat vollziehen sich kleinklimatische Veränderungen, wie sie gegensätzlicher kaum sein können. Dank einer geführten Wanderung von Förster Theo Blaich durch das Naturschutzgebiet Gottschlägtal - Karlsruher Grat konnten die Teilnehmer dieser Exkursion die kleinklimatischen Gegensätze bewusst erfahren und erhielten vielfältige Informationen über die Landschaft, Geologie, Flora und Fauna. Theo Blaich bot die geführte Wanderung durch das Naturschutzgebiet am Sonntag im Rahmen des Bergfests der Bergwacht Ortsgruppe Achertal an, er übt in der Ortgruppe das Amt des Naturschutzwarts aus.

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Die Wanderung startete eingangs der Edelfrauengrabwasserfälle, führte zum Festplatz der Bergwacht und von dort nach kurzer Rast hinauf zum Herrenschroffen und über den Klettersteig des Karlsruher Grats zum Bosensteiner Eck. Über die Aussicht am Brennte Schrofen führte die Wanderung wieder zurück zum Bergfest und endete dort.

„Was den Edelfrauengrabwasserfall einzigartig und besonders interessant macht, ist, dass der Gottschlägbach sich hier im harten Porphyrgestein ein Tal graben konnte“, eröffnete Theo Blaich die Exkursion, ging auf das Gestein ein und machte auf den typischen Bewuchs in der engen Schlucht aufmerksam. Besonders das Torfmoos, das sich auch oben auf dem Hornisgrinderücken findet, stellte er als Indikator für die hohe Feuchtigkeit im unteren Teil der Wasserfälle heraus. Beeindruckend war, bewusst wahrzunehmen, wie sich die Bäume der Schlucht mit ihren Wurzeln teilweise über Höhenunterschiede von fünf bis acht Metern am Felsgestein und auch darunter hindurch festkrallen und wie aus Astgabeln in mehreren Metern Höhe wiederum Farne sprießen. Großen Eindruck machte eine Knollenfichte und in Augenschein nahm man eine trocken gesetzte Brücke über den alten Gottschlägweg.
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Warmluft wie von einem Fön geblasen schlug der Gruppe am Ausgang der Wasserfälle entgegen. Damit war es auch mit dem feuchten Kleinklima vorbei und beim Anstieg vom Herrenschrofen zum Karlsruher Grat wähnte man sich klimatisch wegen der trockenen Hitze eher in einem südeuropäischen Land als im Schwarzwald. Theo Blaich ging im Verlauf der Wanderung auf die Baumarten Tanne, Fichte, Douglasie ein, erläuterte den Unterschied zwischen der eingeführten Weimutkiefer und der heimischen Waldkiefer und zeigte dies auch am Nadelbild. Er machte auf Mehlbeere und Vogelbeere, auf Traubeneiche, Loheiche und Faulbaum aufmerksam und erläuterte am Waldbild jeweils den Zusammenhang zwischen Erscheinung und natürlicher oder auch forstwirtschaftlicher Gestaltung wie am Beispiel der Loheiche. Es war eine ungemein lehr- und facettenreiche geführte Wanderung, in deren Verlauf die Teilnehmer sehr viel Wissenswertes über die Edelfrauengrabwasserfälle, das Gottschlägtal und den Karlsruher Grat sowie über forstliche Maßnahmen und den Naturschutz erfuhren.
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Text und Bilder: Berthold Gallinat
 
 

Naturschutz gehörte von Anfang an mit zu den Aufgaben der Bergwacht Achertal

Die Bergwacht Ortsgruppe Achertal blickt in diesem Jahr auf das 90-jährige Bestehen zurück

Achertal (gat). Die Bergwacht Ortsgruppe Achertal blickt in diesem Jahr auf zwei Jubiläen zurück: Zum einen auf das 90-jährige Bestehen, zum anderen auf 25 Jahre Bergfest im Gottschlägtal. Das Bergfest im idyllisch gelegenen findet am Sonntag wieder statt.

Begonnen hat die Geschichte der Ortsgruppe eigentlich in Achern mit dem Apotheker Walter Zimmermann. Zimmermann, Anstaltsapotheker der Illenau, gründete 1926 mit 16 Kameraden des Acherner Schwarzwaldvereins und des Skiclubs die Ortsgruppe Achern und diese Mitglieder widmeten sich fast ausschließlich dem Naturschutz im Höhengebiet. Es gehörten Kaufleute dazu wie Fritz Klemm, Walther Cutivel, Eugen Hein, Otto Kropp und Richard Neuchel, Weinhändler Otto Oberföll war dabei sowie Handelsschuldirektor Hermann Faller, Verwaltungsinspektor Heinrich Göltz und Gewerbelehrer und Architekt Peter Bauer. Vier Jahre später baute die Ortsgruppe einen Rettungsdienst im Gebiet Hornisgrinde, Mummelsee, Darmstätter Hütte, Ruhestein auf, der aber in den Kriegsjahren zum Erliegen kam. 
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Die beiden Bilder zeigen eine Übung in einem Silo und die Versorgung eines Mountainbikers nach einem Surz
 

Nach Kriegsende im Jahr 1946 nahm die Ortsgruppe unter Fritz Finkbeiner aus Sasbach den Naturschutz- und Rettungsdienst im Sinne der Bergwacht wieder auf. Im Jahr 1965 begannen die Planungen für den Skiliftbau am Seibelseckle und so machte sich Bergwachtkamerad Robert Kern daran, Mitglieder für die Bergwacht und ihren Dienst zu gewinnen. Das gelang ihm und da viele der neuen Mitglieder aus Seebach stammten, nannte sich die Ortsgruppe Bergwacht Achern/Seebach.

Fritz Finkbeiner legte 1969 nach 33 Jahren sein Amt als Vorsitzender nieder, als Nachfolger wurde Hans Knapp aus Seebach gewählt. So verlagerte sich der Schwerpunkt der Ortsgruppe auch dorthin. In Seebach beim Tankhof wurde 1978 auch das Depot und der VW-Bus der Ortsgruppe untergebracht. Ab 1980 leitete Dieter Oster die Geschicke des Vereins und richtete mit seinen Kameraden einen regelmäßigen Sommerrettungsdienst im Gebiet Karlsruher Grat ein. Die wachsende Zahl der Skilangläufer im Höhengebiet, weitab von der Rettungsstation am Seibelseckle, veranlasste die Ortsgruppe, sich 1983 einen Ski-Doo, einen Motorschlitten, anzuschaffen.
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Die Bergwacht-Anwärter zeigen beim Bergfest ihren Ausbildungsstand

Die neunziger Jahre erbrachten Veränderungen. Bereits 1989 hatte Dr. Martin Antoni das Amt des Bergwachtarztes übernommen, Vorgänger Dr. Wolfgang Joerger aus Ottenhöfen hatte dieses Amt seit 1968 versorgt. 1991 wurde Werner Schnurr zum Vorsitzenden gewählt und Michael Schneider übernahm das Amt des Technischen Leiters, nachdem Ludwig Schmälzle in den Alpen tödlich verunglückt war. Im Jahr 1993 erhielt die Ortsgruppe den Namen Achertal, ab 1997, nach der Auflösung des Sperrgebietes auf der Hornisgrinde, leistete die Ortsgruppe Naturschutzstreifen im Gebiet Hornisgrinde und Biberkessel. Kletterunfälle am Karlsruher Grat führten dazu, dass 1998 der „Alois-Pfad“ zur besseren Rettung angelegt wurde, so dass zwischen dem Ausrücken aus dem Depot in Seebach bis zur Ankunft am Karlsruher Grat nur noch zwölf statt wie zuvor 45 Minuten vergehen. 1999 konnte die Ortsgruppe ihren Unterrichtsraum im Anwesen Decker in Seebach beziehen, Orkan Lothar „bescherte“ den Bergwachtkameraden nach Weihnachten zwei Tage vollen Einsatz.
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Damit im Ernstfall alles funktioniert, gehören realitätsnahe Übungen immer wieder zur Ausbildung, auch wenn es wie hier in strömen regnet.
Mit Beginn dieses Jahrtausends musste sich die Ortsgruppe um Nachwuchs sorgen und so wählte sie 2005 zum ersten Mal einen Jugendleiter. Johannes Oster übernahm dieses Amt, er ist inzwischen der Vorsitzende des Vereins. Am 24. Mai 2009 konnte die Ortsgruppe ihr lang ersehntes Ersatzfahrzeug für den alten VW-Buss einweihen, es ist ein Landrover Defender.
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Einsatz am Karlsruher Grat mit SAR-Hubschrauber und Skidoo am Seibelseckle
Mit diesem sowie mit dem Vorgänger-Auto war die Bergwacht Ortsgruppe Achertal viele Male im Einsatz, angefangen von der Hilfe für leicht Verunfallte bis zum Einsatz bei schweren Unfällen. Einsatz für den Naturschutz und Mitwirkung bei großen Veranstaltungen gehörte mit zu ihren Dienstleistungen. Am Sonntag feiert sie nun ihr 25stes Bergfest. Mit einer Ausstellung weist sie auf ihre Geschichte hin. 
Text und Bilder: Berthold Gallinat
 
 

Missglückter Parkversuch am Mummelsee

Auto rutscht Böschung hinunter

Das Parkmanöver eines PKW-Fahrers endete leider unfreiwillig in einem steilen Waldstück. Der 80-Jährige wollte am Freitag 12.8., etwa um 14:00, beim Mummelsee sein Fahrzeug in einer Parklücke abstellen und gab etwas zu viel Gas, sodass sein Mercedes etwa 20 Meter eine angrenzende steile Böchung hinunter rutschte.
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Zum Glück war seine Frau vorher aus dem Fahrzeug ausgestiegen. Sie blieb unverletzt, musste aber zusehen, wie das Parkmanöver ihres Mannes endete. Durch den Absturz verletzte sich der Fahrer und musste aus seiner misslichen Lage geborgen werden. Dazu wurde die SEG der Bergwacht-Ortgruppe Achertal alarmiert. 8 Bergretterinnen und Bergretter holten den Fahrer mit Gebirgstrage und Seilwinde wieder hoch zur Straße, an der er dem straßengebundenen Rettungsdienst übergeben werden konnte. Mit dem RTW wurde er in das Ortenauklinikum Achern eingeliefert.
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 Text: Werner Schnurr  -  Bilder: Werner Schnurr und Heiko Friedrich
 
 

SEG-Einsatz in Sasbachwalden

Abtransport mit dem Landrover in schwierigem Gelände

Die Bergretter der Ortsgruppe Achertal wurden am Samstag, dem 6.8.16, zu einem Abtransport einer Person nach Sasbachwalden gerufen. Die Person erlitt auf einem Premiumwanderweg einen Herzinfarkt und wurde vom DRK-Rettungsdienst und Notarzt beim Eintreffen der Bergretter bereits ärztlich versorgt.
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Der Einsatzort, die sog. „Badische Bank“, war mit Rettungsfahrzeugen nur schwer zugänglich, weshalb die Bergwacht mit alarmiert wurde. Sie musste mit ihrem geländegängigen Landrover und der eingebauten Transportrage den Abtransport aus dem schwer zugänglichen Gebiet gewährleisten.
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Sofort nach dem Eintreffen wurde die Trage im Fahrzeug gerichtet und nach 5 Minuten begann der Abtransport mit dem Patienten zum RTW des Deutschen Roten Kreuzes. Dort wurde er umgeladen und weiter versorgt.
Die Auswertung von Navidaten im Bergwachtfahrzeug zeigte, dass Einsatzort und  Standort des RTW 300 m entfernt waren. Der schlecht zu befahrende Weg wies im Mittel eine Steigung von 22% auf.
Text: Werner Schnurr  -  Bilder: Chris und Jens Faißt
 
 

Bierkistenstapeln beim Dorfbrunnenfest in Ottenhöfen

Sieger erreichen 30 Bierkisten

Jedes Jahr findet im Rahmen des Dorfbrunnenfestes in Ottenhöfen das Bierkistenstapeln als Wettbewerb statt. Das DRK Ottenhöfen-Seebach fungiert als Veranstalter, die Bergwacht-Ortsgruppe Achertal übernimmt seit nunmehr 25 Jahren die Durchführung des Stapelwettbewerbs und die Betreuung der Wettbewerbsteilnehmer. D.h. die Teilnehmer werden angegurtet, gesichert und bei Bedarf werden die Regeln und die Technik erklärt.
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Dieses Jahr erreichten Franka Weiler und Joana Springmann in der Altersgruppe bis 11 Jahren jeweils 30 Bierkisten. Danach viel der Bierkasten-Turm in sich zusammen und die Kinder erreichten dank der Seilsicherung durch die Bergwacht wieder sicheren, festen Boden unter den Füßen. 30 Bierkisten entsprechen 8,40 m Höhe oder ca. 3 Stockwerke. Für Kinder bis zu 11 Jahren eine beachtliche Höhe. In der Altersgruppe ab 12 Jahren wurden 29 Bierkisten als höchster Turm gestapelt.
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Text: Werner Schnurr  -  Bilder: Werner Schnurr
 
 

Sonntag, der 10. Juli 2016

Sommerrettungsübung im Gottschlägtal

Am Sonntag, dem 10.7. um 9 Uhr, haben sich unsere Kameraden/innen bei einem Bergwachtmitglied im Gottschlägtal getroffen, um eine Sommerrettungsübung durchzuführen. Geübt wurde in zwei Gruppen.
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Eine Gruppe wurde von unserer SAN-Ausbilderin in SAN geschult.
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Die andere Gruppe durfte mit dem Baumbergeset einen schönen Baum beklettern und Bergungen am Baum üben. Diese Übungen sind notwendig, damit z.B. verunfallten Gleitschirmfliegern bei einer Baumlandung effektiv geholfen werden kann. Hierbei geht es zuerst darum, den Piloten zu versorgen und am Boden dem straßengebundenen Rettungsdienst zu übergeben, sowie danach eine Schirmbergung durchzuführen.

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Es war eine gut gelungene Übung, die um ca. 13 Uhr beendet war.
Text: Chris Faißt, Werner Schnurr  -  Bilder: Ralf Haas, Jens Faißt
 

SEG Einsatz

Nach ca. 30 Minuten, nachdem die Übung am Sonntag, dem 10.7., abgeschlossen war, wurde unsere SEG zu einem Einsatz per Funkmelder alarmiert. Einsatz war in den Gaishöll-Wasserfällen Sasbachwalden. Es wurde eine bedingt ansprechbare Person gemeldet, die kollabiert sei.
Zwei Bergwachtmitglieder trafen Zeitgleich mit dem Notarzt am Gaishöll-Wasserfälle-Einstieg Panoramablick in Sasbachwalden ein. Kurz nachdem Eintreffen begab man sich in Richtung des Patienten in den Wasserfällen. Nach etwa 800m Fußweg vom Panoramablick entfernt, war man mit dem Notarzt beim Patienten angelangt. Kurze Zeit, nachdem der Notarzt mit der Erst-Versorgung begonnen hatte, traf die RTW Besatzung ein.

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Währenddessen trafen weitere Kameraden mit dem Bergwacht-Fahrzeug beim Panoramablick ein. Diese begannen die Gebirgstrage mit Vakuummatratze zu richten und in die Gaishöll-Wasserfälle zu bringen. Nach Eintreffen der Kameradinnen und Kameraden mit der Gebirgstrage wurde der Patient Transportfähig gemacht.
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Gemeinsam mit dem Notarzt brachte man den Patienten mit der Gebirgstrage aus den Gaishöll-Wasserfällen zum vereinbarten Treffpunkt mit dem Rettungswagen (RTW). Dort wurde er auf die Trage des Rettungswagen umgelagert und anschließend in ein Krankenhaus zur weiteren Untersuchung gebracht.

Hinweis an Alle:
Wenn es sehr heiß ist, vergesst das Trinken nicht, bzw. vernachlässigt es nicht.

Nach dem Einsatz konnten die Kameradinnen und Kameradinnen noch den Blick von Sasbachwalden aus in das Tal und die Rheinebene genießen, bevor man nach Hause fuhr und den Sonntag ohne weitere Einsätze verbringen konnte.
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Text: Chris Faißt, Werner Schnurr  -  Bilder: Jens Faißt
 
 

Glückliches Ende einer zweitägigen Suche nach einem 26jährigen Mann in Ottenhöfen.

Verschiedenen Hilfsorganisationen arbeiten bei Suchaktion Hand in Hand

Wohlbehalten und seinem Gesundheitszustand entsprechend konnte am Samstag gegen 12:30 Uhr ein 26jähriger Patient aus der Achertalklinik in Ottenhöfen durch die Einsatzkräfte gefunden und an die Eltern übergeben werden. Die Feuerwehr Ottenhöfen, die DRK-Bereitschaft Ottenhöfen-Seebach, das Suchaktion_2016-06-25_02DRK-Kriseninterventionsteam, die Bergwacht Achertal, die DRK-Rettungshundestaffeln aus Bühl-Achern, Offenburg und Emmendingen sowie die Rettungshundestaffel des Malteser Hilfsdienstes aus Freudenstadt und die BRH-Rettungshundestaffel aus dem Breisgau-Hochschwarzwald beteiligten sich an der großangelegten Suchaktion. Auch ein Polizeihubschrauber und der Streifendienst des Polizeirevieres Achern-Oberkirch waren an dem Einsatz beteiligt. Die vermisste Person wurde am Freitagmorgen das letzte Mal im Bereich der Achertalklinik gesehen und war gegen 19:30 Uhr von Angehörigen als vermisst gemeldet. Daraufhin wurde eine großangelegte Suchaktion gestartet. Mehr als 80 Einsatzkräfte und 14 Rettungshunde suchten am Abend die Wege rund um die Achertalklinik ab. Zum Einsatz kamen neben dem Polizeihubschrauber, der mit Wärmebildkamera das Gebiet großräumig absuchte, von der Suchaktion_2016-06-25_05DRK-Rettungshundestaffel Flächenhunde zum Einsatz, die das Gebiet im näheren Umfeld der Klinik gemeinsam mit ortskundigen Feuerwehrkameraden absuchten. Parallel wurde durch die DRK-Rettungshundestaffel sowie der Rettungshundestaffel des Malteserhilfsdienstes vier Mantrailer-Hunde eingesetzt, die aufgrund von persönlichen Geruchsgegenstände der vermissten Person die Fährte aufnahmen und so das weitere Einsatzgebiet abgesteckt wurde. Nach Erkenntnissen aus Berichten zum Allgemeinzustand sowie den Gewohnheiten des Patienten wurde das Gebiet Richtung Edelfrauengrabwasserfälle ebenfalls in den Suchradius mit einbezogen. Durch die Feuerwehr wurden sämtliche Schutzhütten im Einsatzgebiet überprüft, ob sich der Patient hier eventuell untergestellt hatte. Aufgrund des schweren Gewitters und der schlechten Sichtverhältnisse wurde die Suche gegen 2 Uhr in der Frühe unterbrochen und um 5 Uhr wieder aufgenommen. Bei Tageslicht wurden die Mantrailer erneut im Gebiet angesetzt und weitere Suchgebiete von Mensch und Hund durchkämmt. Nach einem Hinweis aus der Bevölkerung verdichtete sich die Suche auf den Schloßberg, wo ein Mantrailer sofort angeschlagen und die Fährte Richtung Edelfrauengrab aufgenommen hatte.

Suchaktion_2016-06-25_04Kurze Zeit später wurde der Mann von Helfern der Bergwacht im Wald stehend und ohne Verletzungen aufgegriffen. Eine große Erleichterung war bei den rund 100 Einsatzkräften am Samstag zu spüren, als die positive Meldung über den Fund der Person ankam.

 

Feuerwehrkommandant Jan Streibelt und DRK-Kreisbereitschaftsleiter Martin Stiebitz lobten die Einsatzkräfte aller Hilfsorganisationen für die reibungslose Zusammenarbeit und die ruhige und disziplinierte Vorgehensweise aller Akteure. Auch die Familie bedankte sich sehr herzlich bei allen Einsatzkräften für ihr Ehrenamtliches Engagement und dass ihr Sohn wohlbehalten aufgefunden wurde.

Text: Martin Stiebitz (DRK Einsatzleiter)  Bilder: OG Achertal
 

Dankschreiben der Großeltern

An die
Gemeindeverwaltung Ottenhöfen
Herrn Bürgermeister Decker

Sehr geehrter Herr Decker ,
es ist uns ein großes Anliegen, uns bei den Einwohnern von Ottenhöfen und den Mitgliedern der Rettungsmannschaften die von außerhalb kommen, zu bedanken. Bei der glücklicherweise erfolgreichen Suchaktion für unseren Enkel R. am 24. und 25.06. haben wir gesehen, mit welch unermüdlichem, ehrenamtlichem und zugleich professionellem Einsatz die Rettungskräfte gearbeitet haben.
Als ehemalige aktive DRK-Mitglieder können wir ermessen, wie viel Stunden an Ausbildung und Ubung erforderlich sind um einen solchen Einsatz in dieser Präzision und doch menschlichen Zugewandtheit über die Bühne zu bringen. Besonders das Zusammenspiel der verschiedenen
Organisationen hat uns sehr beeindruckt.
Daß man als Angehöriger in dieser Situation nicht allein gelassen wird und eine sehr gute fachliche Betreuung bekommt, haben wir als sehr wohltuend erfahren.
Nun lieber Herr Decker haben wir die Bitte, diesen Dank in geeigneter Weise an die beteiligten Gruppen weiterzuleiten.
Der Gemeinde Ottenhöfen wünschen wir für die Zukunft alles Gute. Vor allem für das bevorstehende Festwochenende gutes Wetter und gutes Gelingen.

Mit dankbaren Grüßen
A.Z. und G.Z.
 Die Namen sind der Ortsgruppe Achertal bekannt
 
 

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Hauptversammlung am 18. März

Neuwahlen der gesamten Vorstandschaft und Rückblick standen im Mittelpunkt der Hauptversammlung der Bergwacht Schwarzwald, Ortsgruppe Achertal am vergangenen Freitag im „Kernhof“ in Seebach. Vorsitzender Johannes Oster, stellvertretender Vorsitzender Martin Bohnert, Leiter Bergrettungsdienst Ralf Haas, Kassiererin Carola Lauber und Naturschutzwart Theo Blaich wurden wieder einstimmig in ihren Ämtern bestätigt, während die Aufgaben des Schriftführers Werner Schnurr künftig von Jens Faißt wahrgenommen werden. Auch der erweiterte Vorstand, dessen Mitglieder ausschließlich für den technischen Bereich zuständig sind, wurde wieder in ihren Ämtern bestätigt. Die Bergwacht Achertal, so bilanzierte Schriftführer Werner Schnurr zählt aktuell 42 Mitglieder, davon sind acht Anwärter in Ausbildung und drei Kinder in der Jugendbergwacht. Von den 42 Mitgliedern machen im Moment nur noch neun Winter- bzw. Sommerdienst. Vor diesem Hintergrund sei Nachwuchs dringend erforderlich, wofür man auch verstärkt werben will. Die Gesamtsumme der Dienststunden belief sich 2015 auf 1.508 Stunden, wobei 34 Einsätze zu verzeichnen waren. 13 Einsätze waren sog. Abtransporte, bei denen eine Abrechnung mit der Krankenkasse erfolgte. Leider gibt es für einen Großteil der Einsätze von den Krankenkassen keine Unterstützung, da viele Einsätze als „Hilfeleistung“ bzw. „Fehleinsatz“ ablaufen, insbesondere die Verkehrsunfälle an der B500 und deren Zufahrtsstraßen im Sommerdienst. Im Zuge der Anwärterausbildung und Weiterbildung wurden 2015 insgesamt 27 Übungsabende durchgeführt. Werner Schnurr berichtet von verschiedenen Aktivitäten im vergangenen Vereinsjahr, wobei er das Bergfest in der „Gottschläg“ als Höhepunkt bezeichnete. Die Bergwacht sei dringend auf diese Einnahmen angewiesen, um ihre Aufgaben im Rettungsdienst überhaupt wahrnehmen zu können. Nach dem Kassenbericht von Carola Lauber konnte das Defizit aus dem Jahr 2014 im Jahr 2015 wieder ausgeglichen werden, sodass man derzeit über eine noch zufriedenstellende Kassenlage verfüge.

Den Bericht zum Bergrettungsdienst erstattete Ralf Haas der darauf hinwies, dass das vergangene Jahr für die Ortsgruppe trotz geringer aktiver Mitglieder ein vielseitiges und ereignisreiches Jahr war. Es wurde mit zahlreichen Einsätzen und Übungen von der Ortsgruppe und auch mit Nachbarortsgruppen und der Feuerwehr zusammen bewältigt. Naturschutzwart Theo Blaich berichtete über verschiedene Aktivitäten im Bereich des Naturschutzes, während Johannes Oster die Aktivitäten der Jugendbergwacht darlegte, die derzeit aus drei Jungs besteht. Für die Zukunft gelte es, weitere Jugendliche als Anwärter und Kinder für die Jugendbergwacht im Verein zu begeistern.

Der stellvertretende Landesvorsitzende Dieter Burkhardt lobte die vielen Einsätze und geleisteten Dienststunden. Es ist eine große Belastung, die auf immer weniger Schultern verteilt werde. Die finanzielle Situation sei schwierig, sodass sich die aktiven Ortsgruppen mit verschiedenen Aktionen selbst finanzieren müssen. Im Namen der Landesleitung dankte er allen aktiven der Bergwacht, aber auch der Waldgenossenschaft Seebach, welche die Einsatzkräfte unterstützen. Anschließend konnte Burkhardt noch langjährige Mitglieder mit einer Urkunde und Ehrennadel auszeichnen. Für 20 Jahre: Elke Haas und Matthias Schmälzle, für 25 Jahre: Michael Schmälzle, für 30 Jahre: Diane Basler, Nicole Bäuerle, Klaus Dreiß, Ralf Haas und Helmut Knapp, für 40 Jahre: Viktor Hils und Bruno Kern, und für 50 Jahre: Alfred Haas, Willi Kern, Hans Knapp und Klaus Knapp.

Bürgermeister Reinhard Schmälzle dankte und gratulierte den Geehrten und würdigte auch die Arbeit der Vorstandschaft. Die Bergwacht verrichte einen wertvollen, ehrenamtlichen  Dienst, der leider vom Land nur wenig finanziell unterstützt wird, was für ihn unverständlich sei. Auch appellierte Schmälzle an alle Gemeinden des Einsatzgebietes der Bergwacht Achertal, die Bergwacht finanziell zu unterstützen. Im Moment seien dies nur die Gemeinden Seebach, Ottenhöfen und Kappelrodeck.

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Das Bild zeigt von links: Stellvertretender Landesvorsitzender Dieter Burkhardt, Hans Knapp (50), Vorsitzender Johannes Oster, Klaus Dreiß (30), Klaus Knapp (50), Michael Schmälzle (25), Helmut Knapp (30), Willi Kern (50), Viktor Hils (40), Matthias Schmälzle (20), Bruno Kern (40), Alfred Haas (50) und Ralf Haas (30)

Weitere Bilder >>>
Text: Hilmar Walter, Bild: Werner Schnurr
 

Bergwachtjugend baut Schneehaus

Alle 14 Tage trifft sich die Bergwachtjugend um gemeinsame Aktionen durchzuführen. Im zu Ende gehenden Winter wurde so bei guten Schneeverhältnissen am Seibelseckle ein Iglu gebaut.Zuerst erkundete man eine geeignete Stelle im Wald, die an einem Wegesrand gefunden wurde. Anschließend begann man den Schnee zu verdichten, Blöcke aus dem Schnee zu schneiden und diese dann ringförmig aufeinander zu setzen. Nachdem der letzte Block aufgesetzt war, wurde der Eingang im unteren Bereich angelegt. Im Iglu hatten nun 2 Personen Platz und die Jugendlichen waren überrascht, wie warm es in einem Iglu wird. Am Schluß testete man noch die neuen Lawinensonden, mit denen man verschüttete Personen in einer Lawine suchen und auffinden kann.

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Text+Bild: Johannes Oster
 
 
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