Ortsgruppe Achertal - Aktuelles 2011

 

     

05. Juli 2011 – Gemeinsame Übung von Feuerwehr und Bergwacht
Die Feuerwehr Seebach übte in der vergangenen Woche gemeinsam mit der Bergwacht Achertal die Bergung eines Verletzten, der aus einer abgestürzten Forstmaschine geschleudert wurde, so die Annahme.
Es war keine leichte Aufgabe die die 15 herbeigeeilten Helfer der Feuerwehr sowie weitere sechs Bergwachtkameraden zu bewältigen hatten. Der Unfallort befand sich im Bereich der Quellfassung des Mummelseehotels unterhalb des Seibelseckle. Da es sich in diesem Bereich um ein steiles und schwer zugängliches Gelände handelt, musste die Bergwacht eine umfangreiche Sicherung aufbauen und Helfer von Feuerwehr und Bergwacht zu der verunfallten Person abseilen.
Nach der Erstversorgung durch die Ersthelferin der Bergwacht wurden weitere Helfer der Feuerwehr zur Unfallstelle nachgezogen. Anschließend stellte die Feuerwehr die Brandschutzsicherung, nahm mit einer Auffangwanne die auslaufenden Betriebsstoffe auf und unterstützte die Bergwacht bei der Bergung der verletzten Person.
Unter der Koordination von Bergwacht-Einsatzleiter Ralf Haas und Feuerwehr-Einsatzleiter Gerhard Knapp arbeiteten die Helfer Hand in Hand zur Rettung des Verunglückten. Rund eine Stunde waren die Retter mit der Übungsaufgabe beschäftigt, bevor bei einer Nachbesprechung Bilanz der gemeinsamen Übung von Feuerwehr zusammen mit den Kollegen der Bergwacht gezogen werden konnte. Kommandant René Schneider zog ein positives Fazit und bedankte sich am Ende bei seinen Feuerwehrkameraden sowie bei der Bergwacht für die gelungene Durchführung dieser Übung.
 
12. April 2011 – "Etwas Schöneres gibt es nicht"
Im Achertal, im schönen Gottschlägtal am Falkenschrofen, unternahm Höhenbergsteiger Ralf Dujmovits als kleiner Bub mit seinem Vater seine ersten Kletterversuche. Am Dienstagabend war er mit seiner Frau Gerlinde Kaltenbrunner in der Mummelseehalle bei der Ortsgruppe der Bergwacht zu Gast. Beide begeisterten mit ihrem Vortrag "Leidenschaft Leben über 8000".
In einem kurzen Blick auf ihre Biographie erzählten die beiden den über 500 interessierten Gästen, wie sie in frühester Jugend von der Faszination Bergsteigen ergriffen wurden und wie sie diese Leidenschaft nie mehr losließ, so dass sie das Höhenbergsteigen schließlich zu ihrer Profession machten.
Gerlinde Kaltenbrunner machte ihre ersten Erfahrungen in den Bergen um den österreichischen Ort Spital, Ralf Dujmovits in den Felsen am Karlsruher Grat und im Klettergarten am Battert in Baden-Baden. Inzwischen stand er als erster Deutscher auf den Gipfeln aller vierzehn Achttausender und Gerlinde Kaltenbrunner hat von dreizehn Gipfeln der Achttausender herab geschaut.
An der Eiger-Nordwand
Einer großen Öffentlichkeit bekannt wurde Ralf Dujmovits durch eine 33-stündige Live-Übertragung einer Durchsteigung der Eiger-Nordwand. Mit über 40 Expeditionen zählt er zu den erfahrensten Höhenbergsteigern und Bergführern der Welt. Ihre unschätzbare Erfahrung brachten die beiden auch auf ihrem Vortrag zum Ausdruck und es klang wie eine Lebensphilosophie, als sie in ihrem faszinierenden Vortrag mitteilten: "Wir sind seit Jahren schon unterwegs, haben schon oft umkehren müssen, aber haben das Ziel nie aus den Augen verloren."
Zu großes Risiko
Ein solches Ziel ist derzeit für beide der auf der Grenze zwischen Pakistan und China 8611 Meter hoch ragende K2, beziehungsweise Lambha Pahar. Mehrfach haben die beiden in den vergangenen Jahren schon Versuche unternommen, ihn zusammen ohne Sauerstoff zu besteigen, aber jedes Mal war das Risiko, den Schlussaufstieg zu wagen, zu groß.
"Sie werden fragen, warum nimmt man solche Strapazen auf sich", wandte sich Gerlinde Kaltenbrunner an das Publikum, ihre Antwort war verblüffend einfach: "Der Augenblick, wenn man vom Gipfel dieser Bergriesen auf die umgebende Bergwelt herunter schaut, das ist ein wahnsinniges Erlebnis, etwas Schöneres und Erfüllenderes gibt es einfach nicht!"
Mit wunderbarem Bild- und Filmmaterial nahmen die beiden in ihrem Vortrag über die Besteigung des Lhotse (8516 m) ihr Publikum mit und ließen etwas von dieser Faszination spüren, als sie sich ohne Sauerstoff zur Besteigung aufmachten. Gewaltige Anspannung und große Gefühle wechselten ab, als es auf 6800 Metern nächtelang stürmte und mit minus 22 Grad eisig kalt war, dann sich wieder bei bestem Wetter ein grandioser Blick auf die Bergwelt öffnete.
Aber auch für die Menschen in Nepal, Pakistan und Tibet entwickelten sie Interesse, vermittelten Einblicke in deren Kultur und stifteten in mitmenschlicher Verbundenheit sogar eine Schule in Thulosirubari in Nepal für 650 Kinder. Mit den Dorfbewohnern wurde sie aufgebaut und 2009 eingeweiht.
Goldene Erinnerung
Die Herzlichkeit, die den Vortrag und die Erzählungen der beiden prägte, kam aus dem Publikum am Ende der faszinierenden Bergerlebnisse mit Riesenbeifall zurück. Für die Bergwacht Achertal bedankte sich Vorsitzender Werner Schnurr mit einem Präsent für den erlebnisreichen Abend. Im Namen der Gemeinde Seebach dankte Bürgermeister Reinhard Schmälzle ebenfalls mit einem Präsent und lud Gerlinde Kaltenbrunner und Ralf Dujmovits dazu ein, sich in das Goldene Buch der Gemeinde einzutragen.

Berthold Gallinat
 
Vorbericht 12. April 2011 – Leidenschaft Leben über 8000
Am Dienstag, 12. April, lädt die Bergwacht Achertal zu einem ganz besonderen Abend in die Mummelseehalle nach Seebach ein. Das weltbekannte Profibergsteigerehepaar Gerlinde Kaltenbrunner und Ralf Dujmovits wird seinen aktuellen Vortrag "Leidenschaft Leben über 8000" an diesem Abend präsentieren.
Gerlinde Kaltenbrunner, Profibergsteigerin aus Passion lebt gemeinsam mit ihrem Ehemann Ralf Dujmovits, Expeditionsveranstalter und staatlich geprüfter Berg- und Skiführer im Schwarzwald und ist - wann immer es die Zeit zulässt - beim Sportklettern, unterwegs in den Alpen oder beim Expeditionsbergsteigen. Gerlinde Kaltenbrunner war diplomierte Krankenschwester bis sie sich nach einer Zwischenstation im  Sportbekleidungsvertrieb zur unsicheren Karriere als  Berufsbergsteigerin entschied. Mit dreizehn bestiegenen 8000er- Hauptgipfeln ist sie eine der erfolgreichsten Höhenbergsteigerinnen weltweit.
Ihr Ehemann Ralf war zwischen Schule und Medizinstudium ein Jahr auf Weltreise, später bestieg er mit Kunden die höchsten Berge auf fünf Kontinenten und stand  15 mal auf einem über 8000 m hohen Gipfel. Der Öffentlichkeit wurde er durch die 33-stündige Live-Übertragung einer Durchsteigung der Eiger-Nordwand bekannt. Mit über 40 Expeditionen und Trekking in den Ländern des Himalaya und Karakorum, mit der Erfahrung aus insgesamt zwei Jahren in den südamerikanischen Anden, und mit vielen erfolgreichen Expeditionen in Alaska und in der Antarktis gehört er weltweit zu den erfahrensten Höhenbergsteigern und Bergführern.
 
http://www.ralf-dujmovits.de/
http://www.gerlinde-kaltenbrunner.at/
 
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