Ortsgruppe Achertal - Aktuelle Berichte

 

Schneefahrzeug für den Einsatzort Seibelseckle dringend erforderlich

Lösung in Aussicht gestellt

Die Bergwacht Ortsgruppe Achertal kämpft weiterhin für ein neues Schneefahrzeug (Skidoo oder ATV) an ihrem Wintereinsatzort Seibelseckle. Das machte sie am Freitagabend auf ihrer Mitgliederversammlung im Gerätehaus der Seebacher Feuerwehr deutlich. Die Anschaffung wurde gemäß Organisationsplan von der Landesleitung nicht befürwortet, weil sie Unterstmatt und Ruhestein als Standorte für Skidoos ausreichend sah. Die Ortsgruppe hält diese Argumentation aber nicht für stichhaltig, weil sie im Not- und Bedarfsfall die Wege von Unterstmatt und vom Ruhestein als viel zu weit ansieht, um schnell an einem Unfallgeschehen zu sein. Die Ortsgruppe würde daher ihren 37 Jahre alten Skidoo gerne mit finanzieller Unterstützung durch ein neues Fahrzeug ersetzen und trug diesen Wunsch auch dem Landesvorsitzenden Adrian Probst vor, der an der Mitgliederversammlung teilnahm. Er stellte eine Lösung in Aussicht.
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In ihrem Dienst war die Bergwacht Achertal 2017 stark gefordert. Wie Schriftführer Jens Faißt berichtete, leisteten die Bergwachtkameraden 2017 insgesamt 1475 Stunden Dienst, das waren 405 Stunden mehr als im Jahr zuvor. Einsatzort war im Winter der Skihang Seibelseckle, im Sommer Unterstmatt. Auf den Winterdienst entfielen 714 Stunden, auf den Sommerdienst 761 Stunden, die schnelle Einsatzgruppe war im Winter vier Mal, im Sommer drei Mal gefordert. Zur Aus- und Weiterbildung kam die Ortsgruppe 46 Mal zusammen. 13 Übungsabende und Übungen im Gelände dienten der Fitness für den Sommerdienst, fünf waren Winterübungen. Siebzehn Mal waren Arztunterricht und Sanitätsausbildung angesagt, zehn Mal dienten der Funkausbildung und organisatorischen Aufgaben, einmal begab sich die Ortsgruppe mit Naturschutzwart Theo Blaich auf Naturschutzwanderung. Jens Faißt rief alle Aktivitäten der Bergwacht einzeln in Erinnerung, er schloss seinen Bericht mit der Feststellung: „Zwar trägt die Jugendarbeit unserer Ortsgruppe Früchte, aber noch machen nur 19 Kameradinnen und Kameraden Winter- und Sommerdienst. Wir müssen uns also weiterhin um Jugend und Nachwuchs bemühen.“ Aktuell hat die Bergwacht Ortsgruppe Achertal 44 Mitglieder, zehn Anwärter sind in Ausbildung.
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Vorsitzender Johannes Oster wertete den Zuwachs in der Ortsgruppe als Erfolg der vor elf Jahren gegründeten Jugendbergwacht und berichtete zur aktuellen Jugendarbeit: Derzeit treffen sich vier Jungen und zwei Mädchen im Alter von zehn bis 14 Jahren alle vierzehn Tage, erleben Natur und lernen das Handwerk der Bergwacht. Er dankte Elke Haas, Helmut Knapp und Jens Faißt für ihr Engagement in der Jugendarbeit. Den Kassenbericht gab Carola Lauber und bilanzierte für 2017 ein negatives Ergebnis, verwies aber auf ein gutes finanzielles Polster in der Kasse. Ralf Haas teilte zum Rettungsdienst mit, dass aufgrund des Uralt-Skidoos der Ortsgruppe Einsätze nicht wahrgenommen werden konnten. Weiter berichtete er von regelmäßigen Treffen, die der Zusammenarbeit der Ortsgruppen im Nordschwarzwald dienten und dankte den Kameradinnen und Kameraden für ihren Dienst. Naturschutzwart Theo Blaich berichtete von Naturschutzstreifen, Exkursionen und einer umfassenden Naturschutzwanderung, von der Teilnahme am Hornisgrindepflegetag und von Unterricht zum Naturschutz.
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Die Wahlen brachten als Veränderungen in der Vorstandschaft: Rupert Horn wurde zum neuen Kassier gewählt, Ausbilder Technik ist nun Chris Faißt und Schriftführer Jens Faißt erhielt auch das Amt Sanitäts- und Sachwart. In einem Grußwort würdigte Bürgermeister Reinhard Schmälzle den Dienst der Bergwacht. Ehrungen bildeten vor der Aussprache mit dem Landesvorsitzenden den Abschluss der Versammlung. Es wurden geehrt: für 50 Jahre Dr. Wolfgang Joerger und Adolf Schmälzle, 30 Jahre: Carola Lauber, 20 Jahre: Roger Cornitzius, 10 Jahre: Theo Blaich.
In einer von Seiten der Landesleitung und der Ortsgruppe fairen Aussprache wurde über die Anschaffung eines Schneefahrzeuges am Wintereinsatzort Seibelseckle diskutiert. Argumente zu finanziellen Zwängen, den Überlegungen zur effektiven Durchführung des Rettungsdienstes usw. wurden ausführlich besprochen und dargelegt. Zum Abschluss der Versammlung stellte Adrian Probst eine Lösung in Aussicht, welche im letzten Halbjahr in weiteren Gesprächen konkretisiert werden muss.

Bilder von den Ehrungen

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Von links: Bürgermeister Reinhard Schmälzle, der stellvertretende Landesvorsitzende Dieter Burkhardt, Dr. Wolfgang Joerger, Carola Lauber, Theo Blaich, Roger Cornitzius, Landesvorsitzender Adrian Probst.
 
 Text und Bilder: Berthold Gallinat und Werner Schnurr
 
 
 

Anerkennungswerte Zuwendungen an die Bergwacht

Spenden vom Autohaus Haas und der Frauengemeinschaft

Es ist schon Tradition, dass verschiedene Firmen und Vereine Geld an gemeinnützige Organisationen spenden. Die Bergwacht-Ortsgruppe Achertal kam in letzter Zeit so zu 2 anerkennungswerten Zuwendungen. Die Spenden gingen vom Autohaus Haas und der Frauengemeinschaft, beide Ottenhöfen, ein.
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Die Fa. Autohaus Haas, Ottenhöfen, verzichtet jedes Jahr auf die Verteilung von Weihnachtsgeschenken und spendet das eingesparte Geld für gemeinnützige Zwecke. Ende vergangenen Jahres kam so die Bergwacht-Ortsgruppe Achertal in den Genuss einer Geldspende durch das Autohaus Haas. Ralf Käshammer bedankte sich mit der Spende über 400 EUR bei der Bergwacht für das ehrenamtliche Engagement der Bergretter im oberen Achertal. "Unsere Kinder erzählen immer, wenn sie vom Skifahren heimkommen, von ihren Erlebnissen und von der Bergwacht. Diese wichtige Arbeit von Euch, wollen wir deshalb unterstützen." Ehrenvorsitzender Werner Schnurr bedankte sich von Seiten der Ortsgruppe recht herzlich für die großzügige Spende. Vom Autohaus Haas werden wir immer wieder unterstützt, sei es an der Tankstelle des Autohauses, oder der technischen Unterstützung bei Reparaturen des Skidoo.
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Die Frauengemeinschaft Ottenhöfen richtet jedes Jahr kurz vor Fastnacht einen sogenannten "Kunterbunten Salatabend" aus. Frauen bringen an diesem Abend einen Salat oder eine Süßspeise mit, welche zu einem kalten Bufet aufgebaut und verspeist werden. Außerdem gibt es ein abwechslungsreiches Programm mit verschiedenen Sketchen, die von verschiedenen Akteuren dargeboten werden. Wie an diesem Abend bereits angekündigt, sollte der Reinerlös als Spende an die Bergwacht-Ortsgruppe Achertal gehen. Damit sollen interne Investitionen durchgeführt und finanziert werden können. Martin Bohnert und Jens Faißt durften sich dieser Tage als Vertreter der Ortsgruppe über die Spende in Höhe von 1.700 EUR freuen. Das Geld soll für Funkgeräte, GPS-Geräte und verschiedenes Rettungsmaterial verwendet werden. Die Ortsgruppe bedankt sich recht herzlich für die großzügige Spende bei der Frauengemeinschaft und den Besucherinnen und Besuchern des "Kunterbunten Salatabends". 
 Text: Werner Schnurr  -  Bilder: Autohaus Haas und Martin Bohnert
 
 
 

Arbeitsreiche Wintersaison 2017/18

Bergrettungsdienst im Gebiet Seibelseckle ist in vollem Gange

Die Wintersaison 2017/18 begann für die Bergwacht-Ortsgruppe Achertal am 3. Dezember 2017 mit dem Rettungsdienst am Skilift Seibelseckle. Der Berg­wachtdienst wurde jedes Wochenende und über die Weihnachtszeit bis zum 2. Januar täglich abgeleistet.

Seit dem 3. Januar ist die Skiwacht wieder werktags im Nordschwarzwald tätig. Die Ski­wacht rekrutiert sich ausschließlich aus Bergwachtangehörigen, so dass diese bei einem Winterunfall sofort tätig werden können und damit den Bergrettungsdienst übernehmen. An den Werktagabenden und Wochenenden wird der Bergrettungsdienst von den Berg­wachtortsgruppen vor Ort an den Liften entlang der B500 übernommen.
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Bild oben: Mit dem Skidoo (Jahrgang 1981) auf dem Parkplatz Seibelseckle unterwegs
Im Dezember und bis zum 14. Januar wurden von der Ortsgruppe ca. 400 Stunden Bergwachtdienst geleistet. In dieser Zeit wurden von den Bergwachtmitgliedern 7 Einsätze protokolliert. Dies waren Einsätze an den Skihängen Seibelseckle und Ruhestein und den Loipen. Zu einem Einsatz wurde nachts die SEG gerufen. Auf einer Hütte im Gebiet Hornisgrinde galt es 1 Person zum straßengebundenen Rettungsdienst zu transportieren. Dafür war bei den winterlichen Verhältnissen der Landrover das best geeignete Fahrzeug. Für diesen Transport wurde die vorhandene Liege im Fahrzeug gerichtet, so dass, wie erforderlich, ein Liegendtransport erfolgen konnte.

Da der Skilift Seibelseckle über hervorragende Möglichkeiten verfügt, bei Minusgraden Maschinenschnee zu produzieren, verrichten die Mitgliederinnen und Mitglieder der Ortsgruppe weiter ihren Bergrettungsdienst über die Wochenenden am Skilift Seibelseckle. Genauso werden die Loipen im Gebiet Seibelseckle betreut, soweit diese noch begangen werden können. Welche Lifte geöffnet bzw. welche Loipen gespurt sind, kann auf unserer Webcamseite unten in den Links eingesehen werden.

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Bild oben: Mit unserem "Oldtimer" auf der Gaiskopfspur im Dienst
Parallel zum Bergrettungsdienst läuft die Ausbildung der Bergwachtanwärter und Bergwachtanwärterinnen. Jeden Dienstag Abend findet bei Liftbetrieb die Ausbildung für den Winterrettungsdienst, wie z.B. Skifahren, Akiafahren usw. statt. Jugendliche ab 14 Jahren sind bei uns herzlich willkommen, ebenso gerne auch Ältere. Bei Interesse wende Dich an unseren Vorsitzenden (Kontakt) oder am Wochenende an unsere Dienstmannschaft.
Text und Bilder: Werner Schnurr
 
 
 
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