Höhenrettung

 

Die Höhenrettung ist eine Disziplin, die hohe Anforderungen an das Rettungspersonal stellt. Sicheres Bewegen in exponierter Lage, umfangreiche Kenntnis von Kletter-, Rettungs- und Abseiltechniken verbinden sich mit der Fähigkeit, in Extremsituationen ausreichende medizinische Versorgung gewährleisten zu können. Höhenretter kommen zum Einsatz, wenn in nicht zugänglichen Bereichen wie Türmen, Hochhäusern, Kaminen, Strommasten, Sendeantennen oder Baugruben Personen aus Höhen (oder auch Tiefen) gerettet werden müssen und die Rettungshöhe einer Feuerwehr-Drehleiter nicht ausreicht. Beispiele dafür sind Bauunfälle oder der "Herzinfarkt eines Kranführers" oder gar Suizidversuche auf einem Baukran. Ein Spezialfall der Höhenrettung ist die Rettung von Gleitschirm- oder Drachenfliegern aus Bäumen.

Voraussetzung für die Ausbildung zum Höhenretter in der Bergwacht ist die erfolgreich absolvierte Dienstprüfung, gute psychische und physische Kondition vor allem in exponierten Situationen und notfallmedizinische Fähigkeiten (z.B. stellt die Betreuung von Patienten in der Höhe eine große Herausforderung dar). Die Höhenrettungsqualifikation wird in Lehrgängen auf Landesebene vermittelt, die in der Regel einmal im Kalenderjahr stattfinden. Auf Ortsgruppenebene werden die Fähigkeiten vertieft. Grundbausteine der Höhenrettung werden schon in der Anwärterausbildung vermittelt und erhöhen die Attraktivität unserer Ausbildung.

 
 
Bergung am Baukran
 
Bergung im Silbergründle
 
Abseilen vom Schottersilo