Logo-bws
  Bergwacht Schwarzwald e.V.
HomeOrtsgruppenHöhenrettung Anmelden | Kontakt | Druck  
 Home
    Bergwacht im Überblick
    Aufgaben
    Unfallprävention
       Unfallverhalten
       Klettern
       Flugsport
       Lawinen
       Natur und Sport
       Straßenverkehr
    Landesleitung
    Chronik
    Jugendbergwacht
    Förderer
    Mitgliedschaft
    Skiwacht
    News-Archiv
    Bergwacht in Deutschland
    Links / Partner
    Kontakt
    Forum Höhenrettung
    Impressum

Bild links
Rettung eines Patienten im Fels

Hinweise zum Klettern in der Natur

 

Grundsätzlich weisen wir auf die 8 Kletterregeln des DAV im Faltblatt "Sicher Klettern" (pdf-Datei, ca. 150 kB) hin.

Was gilt es darüber hinaus beim Klettern im Mittelgebirge besonders zu beachten?

Grundsätzlich:

  • Das Klettern an Naturfelsen ist hinsichtlich Routenfindung, Absicherung und Art der Kletterei nicht mit dem Klettern an künstlichen Felsen in der Kletterhalle vergleichbar.
  • Immer bedenken: Klettern kann tödlich enden. Manche Fehler macht man nur einmal.
  • Tue nichts Unüberlegtes, lassen Dich von niemandem zu Handlungen verleiten, denen Du Dich nicht gewachsen fühlst.
  • Immer einen Helm tragen; auch Klettermaterialien fallen "vom Himmel".
  • Im Bereich von Felsen sind Absätze, Bänder, Wandabbrüche u.ä. Daher sich immer mit der nötigen Vorsicht im Gelände bewegen. Gegebenenfalls für Selbstsicherung (auch bei nicht kletternden Zuschauern) sorgen - ein Fehltritt ist im Eifer des Gefechtes schnell getan!
  • Keine Steine lösen: Vor allem im Ausstiegsbereich erhöhte Vorsicht und die Seile äußerst umsichtig aufnehmen (nicht hinter sich herziehen!).
  • Vorsicht beim Auswerfen von Seilen.

Routenwahl:

  • Vorab alle Informationen über eine Route einholen: Wie weit sind die Hakenabstände? Wie gut ist die Absicherung? Wo sind die Stellen, bei denen man in keinem Fall stürzen darf? Werden zusätzliche mobile Sicherungen (Klemmkeile, Friends, Schlingen…) benötigt?
  • Immer bedenken: Nicht alle Routen sind gleich ausgerüstet und abgesichert. Es bestehen, teils gewollt, sehr große Unterschiede.
  • Bin ich den Anforderungen der Route physisch und psychisch gewachsen?

Beim Klettern:

  • Sichern ist ein Fulltimejob: Nicht ablenken lassen! Der Sichernde muss die gewählte Sicherungsmethode absolut fehlerfrei beherrschen.
  • Überlegt klettern: Auch kleine Stürze im unübersichtlichen Gelände können böse enden. 
  • Nicht blind allen Haken vertrauen, auch Bohr- oder Klebehaken können fehlerhaft sein und ausbrechen.
  • Eventuell vorhandene Normalhaken sehr kritisch beurteilen.
  • Standplatz und Umlenkungen nur an den dafür vorgesehenen Sicherungspunkten einrichten.
  • Nicht mit Topropeseilen Routen dauerhaft oder mehrere Routen gleichzeitig blockieren.
  • Nicht in Routen einstiegen, die bereits geklettert werden.
  • Kletterer, die von unten in eine Wand einsteigen, haben immer Vorrang.
  • Nie andere Seilschaften kreuzen oder überholen: im Klettergarten gibt es in der Regel Ausweichrouten oder andere Felsbereiche, die noch nicht belegt sind!
  • Nicht andere Seilschaften drängen (Drängeln gibt es beim Klettern wie auf der Autobahn und es ist ebenso gefährlich!) oder durch Überholmanöver gefährden.

Abstieg:

  • Nicht über beliebige Routen abseilen, sondern die dafür vorgesehenen Abstiegswege oder Abseilpisten verwenden.
  • Aufsteigende Kletterer haben immer Vorrang: Diese nicht behindern oder gefährden.
  • Immer sorgfältig auf den Verlauf der Abseilseile achten; es können aufsteigende Kletterer durch das Abseilseil akut gefährdet werden. Deshalb über eine Route, in der geklettert wird, nur abseilen, wenn dies unvermeidlich ist.

Klettern im Battert  
Klettern im Battert bei Baden-Baden Foto: Manfred Weber

© Bergwacht Schwarzwald e.V    -The Mountain Rescue Experts-        Impressum        Kontakt          OC7.5.2/Tmplt2.6.0 2011-04-03-ts