Rettung eines Patienten im Fels
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Furtwangen, den 25. November 2007
Landesversammlung der Bergwacht Schwarzwald
Zur Landesversammlung der Bergwacht Schwarzwald in der vollbesetzten Festhalle Furtwangen
konnte Landesvorsitzender Frank Kühnel zahlreiche Gäste und Bergwachtmitglieder begrüßen.
Furtwangen ist die Heimat einer der ältesten Ortsgruppen der Bergwacht und wurde nur zwei
Jahre nach der Ortsgruppe Freiburg gegründet. Frank Kühnel begrüßte zahlreiche Gäste aus Politik
und befreundeten Organisationen.:MdB Siegfried Kauder, MdL Karl Rombach, Kreisbrandmeister Manfred
Bau vom Landratsamt Schwarzwald- Baar, Bürgermeister Richard Krieg, Stabsfeldwebel Alwin Heldt und
Hauptfeldwebel Patrick Schneider vom Lufttransportgeschwader Landsberg, Manfred Stör von der
Schweizer Rega, den Landesleiter der Bergwacht Württemberg Günter Wöllhaf, die Ehrenmitglieder der
Bergwacht Schwarzwald Elfriede und Walter Böcherer, das Ehrenmitglied der Landesleitung Willi
Bucher und den ehemaligen stellvertretenden Landesvorsitzenden Richard Bernauer.
In seinem Bericht für 2005 und 2006 stellte Frank Kühnel die Arbeit der Bergwacht Schwarzwald
dar. Parallel zu den Standardaufgaben im Rettungsdienst und Naturschutz wurden Weiterentwicklungen
durchgeführt und neue Aufgaben festgelegt. Verfahren wird hier nach modernen Grundsätzen wie z.B
zielorientiertes Handeln und Qualitätssicherung. Durch die Vielzahl der Berufe der Mitglieder
werden vielfältige Kenntnisse und Fähigkeiten in den Verein hineingetragen. Die neue Satzung ist
Rahmen für die Pflichtaufgaben und Regeln. Über ein Dutzend Arbeitsgruppen arbeiten z.Zt. an
verschiedenen Themen. Durch die breite Beteiligung der Mitglieder können Entscheidungen
nachvollzogen werden und haben die Unterstützung der Basis in den Ortsgruppen. Die Aufgaben im
Rettungsdienst gehen weit über Standardsituationen hinaus. Notfallsituationen an Kletterfelsen,
Unfälle oberhalb der Reichweite einer Feuerwehrleiter, in Bergwerken, an Seilbahnen und vieles mehr
fordern die körperliche und geistige Fitness der Retter. Die Vielzahl der Verletzungen und
teilweise schweren gesundheitliche Probleme erfordern ständige Weiterbildung in der Notfallmedizin.
Derzeit wird an einer neuen Ausbildungs- und Prüfungsordnung und einer Aktualisierung der Lernziele
gearbeitet. Die Bergwachthelferinnen und Helfer leisteten in 2006 65000 Stunden ehrenamtlichen
Dienst, nicht mitgerechnet sind Stunden für Verwaltungsarbeit, Aus- Fort- und Weiterbildung. Frank
Kühnel rechnete vor, dass bei einer Bezahlung von angenommenen acht Euro/Std. ca. 1,5 Millionen
Euro in die Kasse der Bergwacht fließen würden.
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Frank Kühnel (2. von rechts) ehrt Mitglieder der Bergwacht Schwarzwald.
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Zum Thema finanzielle Unterstützung sprach Kühnel drei Themen an:
Das Land hat seine Zuschüsse für Einsatzmittel der Bergwacht im Doppelhaushalt 2007 / 2008 um
20% aufgestockt. Die Erhöhung wurde aus dem Kreis der Abgeordneten gewünscht und dankbar
angenommen. Die Ortsgruppen haben einen zunehmenden Eigenanteil bei der Ersatzbeschaffung von
Einsatzfahrzeugen geleistet. Dieser Eigenanteil betrug zwischen 20 und 50% der Kosten. Ein
Einsatzfahrzeug kostet ca. 55 000 €. Diese Beträge wurden durch vielfältige Aktionen der
Ortsgruppen erwirtschaftet, auch durch Spenden der Bevölkerung, der Betriebe und Banken.
Das Durchschnittsalter der Einsatzfahrzeuge konnte seit 2001 von 13 auf zehn Jahre gesenkt
werden. Die Ausstattung mit Defibrillatoren konnte weitgehend umgesetzt werden.
Der Ausblick für die nächsten Jahre stellt die Bergwacht vor vielfältige Aufgaben. Die
Bayrische Bergwacht baut gerade ein Zentrum für Ausbildung und Sicherheit. Hier sollen gemeinsame
Ausbildungen zur Luftrettung durchgeführt werden und die Qualifikation der Ausbilder verstärkt
werden. In den nächsten vier Jahren wird der Digitalfunk im Bereich BOS (Behörden Organisation mit
Sicherheitsaufgaben) eingeführt. Verbessert werden muss die Entschädigung ehrenamtlicher Helfer
wenn sie vom Arbeitsplatz gerufen werden. Im Gegensatz zu den Feuerwehren bekommt der
Bergwachthelfer keine Entschädigung. Die Sicherung der Benutzungsentgelte bei den Krankenkassen ist
ein wichtiges Ziel. Die Beteiligung der Bergwacht im Katastrophenschutz wird mit dem Neuaufbau neu
definiert. Die Arbeit im Katastrophenschutz bietet einen besonderen Anreiz, so waren
Bergwachthelferinnen und Helfer z.B. bei den Aufräumarbeiten nach dem Hagelschaden in
Villingen-Schwenningen beteiligt.
Eine weitere Aufgabe der Bergwacht ist der Natur- Landschafts- und Umweltschutz. Bei der
Betreuung von Schutzgebieten, bei Streifengängen und in der Landschaftspflege kamen über 5000
Dienststunden zusammen.
Die Jugendarbeit in 16 von 23 Ortsgruppen hat einen großen Stellenwert. Die Jugendbergwacht
besteht seit genau zehn Jahren. Derzeit sind 160 Kinder und Jugendliche in der Jugendbergwacht
engagiert. Zur Stabilisierung der Jugendarbeit ist die Bergwacht seit 2006 anerkannter Träger der
Jugendarbeit nach Sozialgesetzbuch. Frank Kühnel plädierte bei den Ortsgruppen für eine breite
Unterstützung der Jugendleiter. Ein weiterer wichtiger Aufgabenbereich ist die
Öffentlichkeitsarbeit. Die Arbeit der Bergwacht muss öffentlich gemacht und gut verkauft
werden.
Im Bundesausschuss der Bergwacht und seinen Arbeitsgemeinschaften wird bundesweit u.a. ein
gemeinsames Ausbildungskonzept und ein Leitfaden Notfallmedizin entwickelt. Gleichzeitig wird eine
einheitliche Dienstkleidung und Grundlagen für die Benutzungsentgelte erarbeitet.
Kühnel betonte, dass die Grenzen der Belastbarkeit des Ehrenamts nicht dauernd überschritten
werden dürfen. Die Bergwacht sei ein stabiler Verein mit festgelegten Strukturen, die dem einzelnen
Orientierung und einen verlässlichen Rahmen geben. Die Bergwacht ist leistungs- und
entwicklungsfähig. Er dankte den Gästen der verschiedenen Institutionen, dem Bund, dem Land,
den Landkreisen, Gemeinden, Behörden, dem Forst, der Polizei und der anderen Rettungsdienste sowie
den Mitgliedern in den Ortsgruppen, deren Familien, der Landesleitung und der Landesgeschäftstelle.
Der Landesleiter Bergrettung Uwe Männel legte die Statistik für die letzten beiden Jahre vor.
Männel verglich das Einsatzgeschehen mit dem Dienstgebiet der Bergwacht Schwarzwald - viele Höhen
und Tiefen. Ein hervorragender Winter 2005/06 brachte der Bergwacht Schwarzwald ein
Einsatzgeschehen wie sie es noch nicht erlebt hatte. 1411 Einsätze standen am Jahresende 2006
in der Bilanz. Das war neuer Rekord in der über 80- jährigen Geschichte der Bergwacht Schwarzwald.
Teilweise hatten sich die Einsatzzahlen bei einigen Ortsgruppen verdoppelt gegenüber den Vorjahren.
Doch schon das Jahr darauf sorgte mit einem fast nicht stattgefunden Winter für „normales
Einsatzgeschehen“. Aber wie Uwe Männel in seiner Statistik deutlich aufzeigen konnte, sind nur die
Wintersportunfälle alleine nicht mehr das Aufgabengebiet der Bergretter. Während des ganzen
Jahres laufen die Einsätze. Zunehmende Freizeitaktivitäten im Outdoorbereich fordern
zunehmend auch den Einsatz des Bergrettungsdienstes. Der Schwarzwald als eines der schönsten
Moutain - Bike Gebiete lockt dazu noch mit einer Reihe großer Veranstaltungen bei denen die
Bergwacht als Partner für die Sicherheit gefragt ist. So vergeht ab Mai bis September kaum ein
Wochenende bei dem nicht mindestens eine Veranstaltung die rettungsdienstliche Betreuung durch die
Bergwacht erfordert. Aus der nun über 80- jährigen Unfallstatistik der Bergwacht
Schwarzwald geht hervor, dass mit dem Jahr 2007 die Zahl von 30000 Patienten ,die durch
die Bergwacht Schwarzwald versorgt und abtransportiert wurden, erreicht wurde. Uwe Männel zeigte
aber auch in seiner Präsentation, wie sich das Verletzungsmuster mit dem die Retter der Bergwacht
konfrontiert werden, in den Jahren deutlich verändert hat. Waren es früher noch die „kaputten
Skihaxen“ also der klassische Beinbruch beim Skifahren, der an erster Stelle stand, so sind
die Verletzungen heute am ganzen Körper anzutreffen. Bemerkenswert ist auch die Anzahl der
Patienten, die Mehrfachverletzungen aufweisen, deutlich auf mehr als 20 % angestiegen. Diesen
Veränderungen werde Rechnung getragen betonte Uwe Männel. So habe man Ausrüstung und Ausbildung der
Bergwacht Schwarzwald deutlich anpassen müssen. „Heute haben wir im Einsatz den Defi dabei
(Defibrillator zur Behandlung kardiologischer Notfälle bei Herzstillstand)“. Aber auch die
Notfallmedizinische Kompetenz der Retter wurde durch Aus- und Fortbildung angehoben. Über 300
Ausbildungsstunden braucht ein Bergretter um die Grundausbildung zu absolvieren. Nach der
Dienstprüfung kommen jährlich mindestens 30 Fortbildungsstunden dazu. Uwe Männel dankte
nochmals allen Ortsgruppen für ihre zuverlässige und schnelle Einsatzbereitschaft mit der sie
rund um die Uhr im gesamten Dienstgebiet der Bergwacht Schwarzwald den Bergrettungsdienst
sichergestellt haben. Er als Verantwortlicher freue sich auch besonders darüber, dass bei all den
vielen Einsätzen keine größeren Unfälle bei den Helfern passiert sind. Die sechs
Dienstunfälle im Berichtsraum verliefen glimpflich. Die Arbeit im Bergrettungsdienst ist
mitunter gefährlich. Sicherheit hat die höchste Prioriät. Aber die bekommt man nicht geschenkt,
sondern muss sie sich ständig erarbeiten. Durch gute Ausbildung, überlegtes Handeln und umsichtige
Einsatzleitung hat die Bergwacht Erfolg. Zur Einsatzsicherheit gehört auch eine gute
Ausrüstung. Hier allerdings hat die Bergwacht Schwarzwald noch ein großes Problem zu lösen. Als
völlig untragbar bezeichnete Uwe Männel die Situation bei der persönlichen Schutzausrüstung seiner
Helferinnen und Helfer. Die Bergwacht, so Uwe Männel, ist die einzige Organisation bei der die
Helfer ihre Helme, Gurte und die Schutzkleidung aus der eigenen Tasche bezahlen müssen, um dann
damit ehrenamtlich Dienst zu tun. Uwe Männel rief die anwesenden Vertreter aus Politik und
Verwaltung auf, sich dafür einzusetzen, dass dieses Problem sobald als möglich gelöst wird.
Bürgermeister Richard Krieg erinnerte in seinem Grußwort an die Gründungsaufgabe der
Bergwachtortsgruppe Furtwangen. Er zitierte aus einem Schreiben …
Seit dieser Zeit habe ein Wandel vom Ordnungsdienst zur hochspezialisierten und bestens
ausgebildeten Rettungseinheit stattgefunden. Die Organisation des Schwarzwald Bike Marathons liege
seit mittlerweile zwölf Jahren in den Händen der Bergwacht Schwarzwald. Besonders für die
Furtwangener Bevölkerung, die nach der Schließung des Krankenhauses etwas verunsichert gewesen sei,
bedeute die Präsenz der Bergwacht eine große Beruhigung, denn die Bergwacht übernimmt auch
Krankentransporte wenn der Rettungswagen nicht zur Verfügung steht.
MdB Siegfried Kauder betonte, dass der Staat nur mit ehrenamtlicher Unterstützung
funktioniere. Es sei ein gutes Gefühl zu wandern und zu wissen dass für ihn gesorgt werde, wenn ihm
etwas passiere. Für die finanzielle Unterstützung bei der Beschaffung von persönlichem Material der
Bergretterinnen und Retter werde er sich gerne einsetzen. Mit dem Gesetz zur Stärkung des Ehrenamts
vom 6.Juli 2007 habe auch die Politik die Bedeutung des Ehrenamtes gestärkt. MdL Karl Rombach
bedankte sich für das Engagement und den Einsatz. Es sei ihm wichtig sich vor Ort ein Bild zu
machen. Für eine gerechte Verteilung der Mittel werde er sich einsetzen. Zum Abschluss seines
Grußwortes hatte MdL Rombach noch eine Bitte: „ Bitte wirken Sie bei allen Einsätzen nicht nur
erfolgreich sondern kommen Sie gesund und unversehrt zurück!“
Kreisbrandmeister Manfred Bau stellte fest, dass der Wahlspruch der Feuerwehren „Schnell,
kompetent, zuverlässig“ eins zu eins für die Bergwacht umsetzbar sei. Die Bergwacht sei ein
verlässlicher Partner bei Einsätzen. Er bedankte sich für die hervorragende Zusammenarbeit und
erinnerte an die Hagelunwetter 2006 nach dem 18000 beschädigte Dächer in einer Woche repariert
werden mussten.
In der Landesversammlung wurden nochmals die Bergwachtmitglieder geehrt, die 50, 60 oder 70
Jahre ehrenamtlich tätig waren. Landesvorsitzender Kühnel überreichte die Urkunden und
Anstecknadeln und dankte jedem mit einem persönlichen Wort.
Für 50 Jahre wurden geehrt:
Von der Ortsgruppe Bernau: Otto Wasmer, Hans Thoma, Manfred Schmidt, Franz Maier, Max Wasmer,
Kurt Köpfer, Otmar Wasmer,
von der Ortsgruppe Freiburg: Walter Pfirsig und Karl Klein,
von der Ortsgruppe Furtwangen: Wilfried Burger und Theo Zimmermann,
von der Ortsgruppe Karlsruhe: Joachim Friebe und Rainer Götz,
von der Ortsgruppe Obertal: Georg Haist, Heinz Morlok, Otto Faißt ,
von der Ortsgruppe Pforzheim: Heinz Bohenberger und Günter Regelmann,
von der Ortsgruppe Totdnauberg: Erwin Schubnell
und von der Ortsgruppe Waldkirch: Ludwig Schramm .
Für 60 Jahre wurde geehrt:
Von der Ortsgruppe Baden-Baden: Hermann Fritz .
Das dienstälteste Mitglied ist Wilhelm Linder von der Ortsgruppe Karlsruhe. Er wurde für 70
Jahre geehrt.
Frank Kühnel bedankte sich im Namen der Bergwacht Schwarzwald bei allen Geehrten für die
vielen Jahre treuer und guter Arbeit. Gerade damals war es nicht selbstverständlich, sich
ehrenamtlich zu engagieren, da jeder nach dem Krieg mit dem Aufbau seiner eigenen Existenz
beschäftigt war. Kühnel bedauerte dass es heute, wo jeder in Sicherheit und Wohlstand lebt, fast
schwieriger geworden, ist Menschen zu finden, die bereit sind sich ehrenamtlich zu betätigen.
Aus dem Vorstand der Landesleitung wurde der langjährige stellvertretende Landesarzt Dr.
Wolfgang Kaiser verabschiedet. Dr. Wolfgang Kaiser kam 1982 zur Ortsgruppe Bernau, von 1993 -2007
war er Mitglied der Prüfungskommission. Unter seiner Leitung und Mitgestaltung wurde die
Bergwachtärztetagung auch bundesweit zu einer anerkannten Fortbildungsveranstaltung für
Bergwachtärzte und medizinische Ausbilder.
Des Weiteren wurden verabschiedet Andreas Göggel aus Menzenschwand und Andreas Günther
(Landesjugendleiter und Stellvertreter). Sie haben maßgeblich beim Aufbau der Jugendarbeit
mitgewirkt, beim Jugendzeltlager und der Beschaffung von Kleidung für die Jugendbergwacht.
Der Landesausbilder Notfallmedizin Dr. Jochen Stiefvater legte sein Vorstandsamt aus beruflichen
Gründen nieder.
Musikalisch umrahmt wurde der Vormittag von Musikern der Jugendmusikschule Furtwangen - St
Georgen.
Am Nachmittag fand der bergwachtinterne Teil statt. Nach dem Rechenschaftsbericht wurde der
Vorstand entlastet. Danach standen die Vorstandswahlen an. Jede der 26 Bergwachtortsgruppen
entsendet für je 20 angefangene in ihr vereinigte Mitglieder einen stimmberechtigten Delegierten.
In geheimer Wahl wurden die bisherigen Vorstände in ihren Ämtern bestätigt. Neu gewählt wurden
Professor Dr. Kopp (stellvertretender Landesarzt), Dr. Markus Theißen (stellvertretender
Landesarzt), Timo Kistner (stellvertretender Landesausbildungsleiter Notfallmedizin), Adrian
Elfgang (Landesjugendleiter) und Bettina Kunz (stellvertretende Landesjugendleiterin).
In seinem Schlusswort erinnerte Frank Kühnel an zwei Einsätze, bei denen gerade noch schlimme
Folgen für die Einsatzkräfte verhindert werden konnten. Die Gewöhnung an Gefahr habe manchmal
fatale Folgen. Die Einschätzung von Gefahr und die Sicherheit im Einsatz, sowohl der eigenen
Person als auch von dritten, muss sensibel angegangen werden. Auch das Material sollte kritisch
unter die Lupe genommen werden. Abgelaufene Helme und Seile dürften nicht mehr verwendet werden.
Auch Einsatzgerät, das die noch gut aussähe müsse entsorgt werden, wenn die vom Hersteller
festgelegte Mindesthaltbarkeit abgelaufen sei.
Nach einem Dank an die Mitglieder der Ortsgruppe Furtwangen, die für den kulinarischen Rahmen
und reibungslosen Ablauf der Versammlung gesorgt hatten und in der Hoffnung auf einen schneereichen
Winter und die damit verbundenen hoffentlich zahlreichen Einsätze, beendete Kühnel die
Landesversammlung 2007.
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